Die fünfte Jahreszeit hat begonnen:
Prinz Kai II. und Prinzessin Svenja I. regieren in Ochtendung
Ochtendung. Prinz Kai II. (Fischer) und Prinzessin Svenja I. (Bersem) sind in der Wernerseck-Halle in Ochtendung zum Prinzenpaar der Session 2025/2026 proklamiert worden. Ex-Prinz Jens I. (Pitzen) und Ex-Prinzessin Andrea (Pitzen) überreichten ihren Nachfolgern die Prinzenfedern und die Prinzenkette. Marcus Bolzhauser als Präsident der Großen Ochtendunger Karnevalsgesellschaft (GOK) machte mit der Übergabe des Zepters den Deckel drauf, aus dem designierten Prinzen war endgültig ein offizieller Machthaber geworden.
In dieser Session stellt erstmals der Musikverein Blau-Weiß den Prinzen, natürlich in den Farben Blau und Weiß. Der Musikverein ist zwar kein Karnevalsverein, aber untrennbar mit dem Karneval in Ochtendung verbunden. Was wäre eine Kappensitzung ohne einen Auftritt des Musikvereins? Auch beim Veilchendienstagszug ist er nicht wegzudenken, er begleitet traditionell den Prinzenwagen.
Ein aktiver Prinz
Der 29-jährige Prinz Kai II. ist von Beruf Hydrauliker, seit seiner Kindheit ist er mit der Posaune im Musikverein Blau-Weiß aktiv. Bei der Rentnerband ist er ebenfalls dabei, und zwar an den Drums. Prinzessin Svenja I. ist seit 2017 im GOK-Präsidium nicht wegzudenken. Zum Hofstaat gehören zudem Kanzler Patrick (Kammler), Mundschenk Burkhard (Bersem), Hofdame Marion (Fischer), Hofdame Ute (Endres) und Kutscher Klaus (Graf), der seit vielen Jahren den „Eisernen Gustav“, den Bus der Rentnerband, durch die Gegend fährt.
Die GOK ist die Dachorganisation der fünf Ochtendunger Karnevalsvereine und hält die Zügel in der Hand. Wie bereits in den Jahren zuvor holten die KG Schafskopf 1903, das Prinzengarde-Corps Ochtendung von 1953, die KG Ewig Jung, der Carnevalsverein Ochtendunger Bürgerwehr und die KG Jecke Mädche den Prinzen ab, diesmal im Burgweg 6. Kanzler Patrick, Hofdame Marion und Kutscher Klaus wurden ebenfalls dort eingesammelt. Über die Plaidter Straße und über die Oberpfortstraße führte der Weg in die Obere Grabenstraße 4, wo die Prinzessin mit Hofdame Ute und Mundschenk Burkhard wartete. Von dort ging es zusammen zur Rathauserstürmung.
Feierliche Premiere
Dort feierte Ortsbürgermeister Hans-Georg Hammes seine Premiere, schließlich hatte er im vergangenen Jahr mit Fieber das Bett hüten müssen. Zusammen mit den beiden Beigeordneten Laura Welling und Sascha Lagodny sowie einigen Nachwuchskräften leistete Hammes zwar erbitterten Widerstand, musste sich aber nach einer Viertelstunde der zahlenmäßigen Überlegenheit der Angreifer beugen. Von dort zog es den gesamten Tross in das Foyer der Wernerseck-Halle, wo die Proklamationszeremonie begann. Unter dem Motto „En bont Melodie für Alt on Jung es oos Fassnesch hey en Ochtendung“ präsentierten der Prinz und die Prinzessin sowie der Hofstaat das Prinzenlied. Es hat in diesem Jahr ein paar Besonderheiten: Es wurde kein bekanntes Lied als Grundlage genommen, sondern eine komplett unbekannte Melodie verwendet. Erstmals haben Bläser des Musikvereins mitgewirkt. Der Prinz hat das Lied selbst eingesungen, der Hofstaat stellte den Chor im Hintergrund.
Am dritten Tag des Jahres war in Ochtendung um die Mittagszeit noch häufig ein „Prost Neujahr“ zu hören, am frühen Abend übernahm das „Maju“ das Kommando. Die fünfte Jahreszeit hatte begonnen. Die Feierlichkeiten mussten starten, schließlich ist in sechs Wochen alles vorbei. „Nach sechsjähriger Vorbereitung wurde unser Traum wahr“, blickte der Prinz zurück. „Jetzt wollen wir nicht mehr länger warten.“
In wenigen Sekunden wird GOK-Präsident Marcus Bolzhauser das Zepter übergeben. Foto: SK
