Doppelgemeinde Treis-Karden feiert eine besondere Tradition an Fronleichnamstag
Prozession führt per Schiff über die Mosel
Treis-Karden. Die Doppelgemeinde Treis-Karden pflegt schon seit weit über 20 Jahren eine besondere Tradition: Immer an Fronleichnam führt die Prozession über den Fluss in den jeweils anderen Teil des Dorfes. In diesem Jahr ging der Zug der Gläubigen von Karden aus, wo gleich vier Geistliche das Allerheiligste in Form der Monstranz unter einem „Himmel“ führten, der von Kardener Bürgern und in Treis von den Kirmesjungen getragen wurde.
Musikalisch begleitet vom Musikverein, dem Kirchenchor und Repräsentanten der einzelnen Vereine in Form von Fahnenträgern geleitete die Prozession den Leib Christi zunächst an die Mosel, wo in Karden ein erster Altar stand. Pastor Hermann-Josef Floeck, Diakon Michael Thomiczny, Vater Bijeesh aus Indien und Pater Maier lösten sich beim Tragen der Monstranz ab.
Am Kardener „Bildchen“ hatte man einen zweiten Altar hergerichtet, der mit einem herrlichen Blütenteppich geschmückt war, auf dem „Frieden“ stand. Die Sehnsucht nach einer heilen Welt wurde auch aus den Fürbitten deutlich, die von den Kommunionkindern vorgetragen wurden.
Nach der kostenlosen Überfahrt auf der „Stadt Bonn“ zog die Prozession entlang der Treiser Moselallee in Richtung Friedhof. Kirchenlieder wie „Wahrer Gott, wir glauben dir…“ oder „Großer Gott, wir loben dich…“ waren Bestandteil des traditionellen Zuges der Gläubigen, die am Schluss von der Kirchentreppe der Pfarrkirche St. Johannes den Abschluss-Segen erhielten.
Per kostenlosem Bustransfer, gestiftet vom Busunternehmen Reuter, ging es dann für die Kardener Christen wieder zurück in den historischen Ortsteil der Doppelgemeinde.
TT
Die Treiser Kirmesjungen trugen nach der Ankunft den „Himmel“ über dem Allerheiligsten zum Friedhof, bzw. in die Pfarrkirche.
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