Allgemeine Berichte | 26.04.2023

Lebensberatungsstelle Cochem legt Jahresbericht 2022 vor

Rat, Hilfe und Weiterbildung in schwierigen Zeiten

V.li. Nathalie Lemm, Simone Ibald-Strauch, Doris Blesius, Esther Thönnes, Inga Schwab, Katrin Dinges, Pia Blümling. Es fehlt Alexandra Paas.  Foto: Lebensberatungsstelle Cochem)

Cochem. 889 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hat die Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Bistums Trier in Cochem im vergangenen Jahr mit Rat und Hilfe zur Seite gestanden. Zusätzlich nahmen 448 Menschen an virtuellen Elternabenden, Schulungen und Offenen Sprechstunden teil. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2022 hervor.

Als häufigste Beratungsgründe bei Kindern und Jugendlichen nennt der Bericht Trennung, Scheidung, Erschöpfung, Überbelastung, Umgangs- und Sorgerechts-Streitigkeiten sowie Probleme mit konsequentem Erziehungsverhalten. 52,1 Prozent der beratenen Heranwachsenden unter 18 Jahren leben nicht mehr in ihren Ursprungsfamilien. Erwachsene suchten vor allem Hilfe bei Selbstwertproblematik, Depression, Kommunikationsproblemen, Belastung durch kritische Lebensereignisse sowie Partnerwahl und -bindung.

Die zunehmenden individuellen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die zu elementaren Krisen für Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene führen, sind laut Bericht deutlich spürbar. Umso wichtiger sei es daher, auch Lichtblicke zu benennen: So konnten im vergangenen Jahr wieder alle Angebote, wie Kindergruppen und Elternkurse, in Präsenz uneingeschränkt stattfinden.

Krisen als Herausforderungen

Das Berater-Team um die Psychologin Esther Thönnes begleitete Menschen dabei, ihre durch äußere Krisen entstandene innere Verunsicherung zu verarbeiten. Dabei ging es unter anderem darum, an der eigenen inneren Bewertung zu arbeiten, heißt es im Jahresbericht. Die Menschen in der Beratung werden unterstützt, Krisen als Herausforderungen zu sehen, aus denen man etwas lernen kann. Die selbstwirksamkeitsfördernde und selbstwertstabilisierende Arbeitsweise in der Beratungsstelle biete einen soliden Rahmen, Resilienz (Widerstandsfähigkeit) zu fördern. Eltern und Jugendliche bestätigten, dass sie bei gemeinsamen Terminen wieder besser ins Gespräch miteinander gekommen seien.

Träger der Lebensberatungsstelle Cochem ist das Bistum Trier. Die im vergangenen Jahr entstandenen Gesamtkosten trug das Bistum zu 46,8 Prozent, der Kreis Cochem-Zell zu 34,2 Prozent und das Land Rheinland-Pfalz zu 19 Prozent. Für Hilfe suchende Menschen ist die Beratung kostenfrei.

Die Beratungsstelle Cochem hat ihren Sitz in der Moselstraße 23 und ist unter Tel. (0 26 71) 77 35 oder per E-Mail an sekretariat.lb.cochem@bistum-trier.de erreichbar.

Pressemitteilung des

Bistums Trier

V.li. Nathalie Lemm, Simone Ibald-Strauch, Doris Blesius, Esther Thönnes, Inga Schwab, Katrin Dinges, Pia Blümling. Es fehlt Alexandra Paas. Foto: Lebensberatungsstelle Cochem) Foto: GINA TIBUS

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