Hilfsgüter für Ukraine
„Rheinbach Hilft“ sammelt Hilfsgüter für die Ukraine und plant nächsten Transport nach Charkiw
aus Rheinbach
Rheinbach. In Rheinbach organisiert die Initiative „Rheinbach Hilft“ eine Sammlung von Hilfsgütern, die in den kommenden Wochen nach Charkiw, nahe der russischen Grenze, transportiert werden sollen. Besonders gefragt sind gut erhaltene Kleidungsstücke für Erwachsene und Kinder, die sich in einem neuwertigen und sauberen Zustand befinden sollten. Ausgeschlossen sind dabei getragene Unterwäsche sowie Sommerkleidung und Sommerschuhe.
An zwei Samstagen, dem 7. und 21. November, können Spenden in der ehemaligen Rheinbacher Pallottikirche angenommen werden. Die Sammlung umfasst ein breites Spektrum von Hygieneartikeln, Feuchttüchern, Einweggeschirr, über Bettwäsche, Matratzen, Gehhilfen bis hin zu medizinischen Produkten aller Art. Zudem werden Isomatten, Pflegebetten, gut erhaltene Schuhe, Kerzen, Batterien und Taschenlampen gesucht.
Es besteht ein dringender Bedarf an Windeln für Kinder und Erwachsene sowie an Pflegeprodukten. Auch elektrische Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Herde und Waschmaschinen werden benötigt, wobei auf Porzellan und Gläser verzichtet werden sollte. Lebensmittel, insbesondere Fastfood und Trockennahrungsmittel, sowie neue Kochutensilien stehen ebenfalls auf der Liste der gesuchten Gegenstände. Zahnhygieneprodukte, Körper- und Haarpflegeprodukte, Reinigungsmittel sowie warme Kleidung und Decken werden ebenfalls erbeten.
Medizinische Hilfsmittel wie Rollstühle, Rollatoren und Pflegebetten sind ebenfalls gefragt. Für Wärme und Licht sorgen Kerzen, Hand- und Fußwärmer, Taschenlampen, Power Banks und Stromgeneratoren. Medikamente sollten eine Haltbarkeit von mindestens sechs bis acht Monaten aufweisen.
Alfred Eich, der Vorsitzende von „Rheinbach Hilft“, appelliert an die Unterstützung der Bevölkerung, um den Kindern und ihren Familien in der Ukraine ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen. Besonders Lebensmittel sind gefragt, da sie in Charkiw zu einem Bruchteil der hiesigen Kosten beschafft werden können, wodurch sich Transportkosten einsparen lassen. Für diese Aktion sollen Spenden mit dem Verwendungszweck „Lebensmittel“ versehen werden.
Der nächste Hilfstransport mit 40 Tonnen Gütern wird derzeit vorbereitet und soll bald in die Ukraine aufbrechen. Dies ist bereits der dritte Transport innerhalb von zwei Monaten, ermöglicht durch großzügige Spenden, unter anderem vom St. Josef Gymnasium. Um die Transportkosten von rund 4500 Euro pro LKW zu decken, wird weiterhin um Spenden gebeten.
Interessierte finden weitere Informationen auf der Website rheinbach-hilft.de.
„Rheinbach Hilft“ konnte ein weiteres Fahrzeug an die 2. Kommandantin in Kupjansk übergeben..v.l. Alfred Eich, Olga, Andreas Klassen Foto: Alfred Eich
Die Mannschaft in Charkiw brachte Hilfsgüter nach Kupjansk, sieben Kilometer von der Russischen Grenze entfernt. Foto: Kolesnik_80
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Weihnachtspakete wurden von „Rheinbach-Hilft“ zu einer Schule, in einen Bunker in der Nähe von Charkiw gebracht. Andreas Klassen übergab die Weihnachtspakete an die Kinder. Foto: Alfred Eich