Allgemeine Berichte | 14.03.2018

SV RW Rheinbreitbach Abteilung Badminton verlebte rheinischen Abend

„Rheinisch fué Bejinners“

Vom verschwunden R und dem abgewandelten G

Das Ehepaar Schleier brachte den Zuhörern auf gewohnt unterhaltsame Weise den rheinischen Dialekt nahe. privat

Rheinbreitbach. Einen besonderen Abend verbrachten zahlreiche Badmintonspielerinnen des SV RW Rheinbreitbach, ihre Verwandten und Freunde, in der „Oberen Burg“. Die Bonner Originale Elisabeth und Karl-Friedrich Schleier, in Bonn bekannt als „Rheinschleiers“ für die Nachtwächterführung und anderen Stadtausflügen, erklärten als „Lehrer“ auf sehr amüsante Art und Weise die Untiefen des rheinischen Dialekts.

„Ich kann nit treu sin, läv en dr Daach ren“, heißt es im Karnevalslied „Ich bin ene Räuber“. Viele Erwachsene sängen das mit, ohne zu wissen, was es bedeute, so Karl Friedrich Schleier. Er sei einmal gefragt worden, warum der Räuber denn in einer Dachrinne lebe. Dabei lebt er in den Tag hinein, wenn man es richtig übersetzt. Den Zuhörern brachte das Ehepaar Schleier auf gewohnt unterhaltsame Weise den rheinischen Dialekt nahe. Sie brachten Anekdoten rund um die französischen Besatzer, denen die Mundart Begriffe wie „Fisematente“ von „Visite ma tente“, Besuch mein Zelt, und „Paraplü“ für Regenschirm zu verdanken hat, und die Preußen, mit denen das Hochdeutsche im Rheinland Einzug hielt. Außerdem gab es Wissenswertes zu Namen, Vokal- und Konsonantennutzung und vieles mehr. Im Wort ´Flugzeugträger` würden drei verschiedene Varianten des gesprochenen G in ein einziges Wort gepackt. „Fluchzeuschträje“. Nachnamen würden oft zuerst genannt, Vornamen verändert: aus Johannes Schmitz wird „Schmitze Schäng“, oder kürzere Wörter würden verbunden. Aus „sind wir“ wird „simmer“, aus sag mal“ wird sarens“.

Das Ganze wurde immer wieder mit Späßen gewürzt, so dass die „Kursteilnehmer“ nicht nur einen lehrreichen, sondern auch unterhaltsamen Abend hatten. Auch über die rheinländische Seele lernten die Teilnehmer einiges. „Der Rheinländer ist so quirlig wie der Fluss“, so Karl Schleier. Humor, Aufrichtigkeit, Lebhaftigkeit, das alles äußere sich in der Sprache. „Der Dialekt ist mit uns unsterblich verbunden.“ Es gibt keine einheitliche Schreibweise, rheinisch ist Mundart, nicht Schriftart. Das dürfe auch nicht zur reinen Karnevalssprache verkommen: „Wir sind das ganze Jahr über Rheinländer und sprechen das ganze Jahr über“, so der Nachtwächter. Manch einer konnte an diesem Abend einiges über die hiesige Mundart lernen. Es war ein sehr geselliger Abend, der nach einer „Unterrichtsstunde“ erst am späten Abend endete.

Das Ehepaar Schleier brachte den Zuhörern auf gewohnt unterhaltsame Weise den rheinischen Dialekt nahe. Foto: privat

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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