Erfolg des Schießsportlers Marcel Bachem der St. Sebastianus Schützenbruderschaft
Rheinischer Vizemeister mit dem Kleinkaliber-Gewehr
Niederbachem. Am letzten Wettkampftag der Landesverbandsmeisterschaften des Rheinischen Schützenbundes (RSB) feierten die Niederbachemer Sportschützen den größten Erfolg des Jahres. Im nicht mehr olympischen Wettbewerb „Kleinkalibergewehr 60 Schuss liegend“ belegte Marcel Bachem den zweiten Platz und gewann damit die Silbermedaille.Kürzlich richtete der RSB seine Landesverbandsmeisterschaft im Landesleistungszentrum Dortmund aus. Auf dem Programm standen die mit dem Kleinkaliber-Gewehr auf 50 Meter Entfernung ausgetragenen Disziplinen 3 x 20 (je 20 Wertungsschüsse in den Anschlägen kniend, liegend und stehend) und 60 Schuss liegend. Für die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Niederbachem gingen mit Christian Theisen, Sebastian Schreiber und Marcel Bachem jeweils drei Sportler an den Start.
Der Liegendkampf war 2016 in Rio de Janeiro zum letzten Mal Bestandteil des olympischen Programms – mit Daniel Brodmeier gewann ein Deutscher die letzte olympische Goldmedaille in dieser Disziplin. Innerhalb von nur 50 Minuten müssen die Sportler 60 Wertungsschüsse auf die 50 Meter entfernte Scheibe abgeben, der Maximalwert (zehn Ringe) hat dabei einen Durchmesser von lediglich 10,4 mm. Für den 31-jährigen Marcel Bachem, der den Schießsport seit seinem zehnten Lebensjahr betreibt, ist der zweite Platz in der Klasse Herren I (21 bis 40 Jahre) der größte Erfolg seiner Karriere. Bereits vor zwei Jahren konnte er in der Disziplin 3 x 20 die Bronzemedaille gewinnen, dieses Jahr setzte er noch einen drauf und konnte nur vom Düsseldorfer Sascha Neufeld bezwungen werden. Marcel Bachems 586 von maximal möglichen 600 Ringen waren persönliche Bestleistung und würden möglicherweise sogar für die Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft reichen – wenn berufliche Termine diese nicht unmöglich machen würden. Marcel Bachem startete zwar mit zwei Neunen in den Wettkampf, fing sich aber und schoss deutlich mehr Zehnen als Neunen. Dabei fand er einen sehr schnellen Rhythmus und war sogar als einer der Ersten seines Durchgangs mit allen 60 Schuss fertig. Große Freude herrschte auch beim Sportleiter der Niederbachemer Schützen, Dieter Bachem: „Das ist der Lohn für jahrelanges Training und der ständigen Suche nach kleinsten Verbesserungen. Schade nur, dass Marcel ausgerechnet dieses Jahr aufgrund beruflicher Termine nicht die Möglichkeit für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in München hat – Es wäre seine erste gewesen.“ Der erste Vorsitzende des Vereins, Wilhelm Langen, sieht sich durch den Erfolg in seinen Bemühungen bestätigt, die Modernisierung der Schießanlage auf der Sebastianushöhe weiter voranzutreiben: „Wir müssen dafür sorgen, dass sich die Trainingsbedingungen für unsere Sportler möglichst schnell verbessern. Von einer modernen elektronischen Schießanlage werden alle Aktiven profitieren – von der Jugend über die Breitensportler bis hin zu unserem leistungssportlich orientierten Gewehrteam.“ Um sich für die Zukunft zu rüsten, plant der Verein noch in diesem Jahr die Komplettmodernisierung der Schießanlage inklusive Umrüstung der seit Jahrzehnten genutzten Scheibenzuganlage auf elektronische Messrahmen.
