Allgemeine Berichte | 11.07.2025, 12:52 Uhr

Caritas-Werkstätten zu Besuch an der Erich Kästner Realschule plus in Ransbach-Baumbach – Schülerinnen und Schüler erleben Inklusion hautnah

Rollentausch mit Aha-Effekt

Ralf Exner (links) und Tanja Sprünker-Eraerds (rechts) von den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn mit der Klasse 5d der Erich Kästner Realschule plus in Ransbach-Baumbach. Gemeinsam wurde Inklusion erlebbar gemacht.  Foto: Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn
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Montabaur/Ransbach-Baumbach. Wie fühlt es sich an, im Rollstuhl über den Schulhof zu fahren? Welche Herausforderungen bringt eine Behinderung im Alltag und im Beruf mit sich? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d der Erich Kästner Realschule plus in Ransbach-Baumbach – bei einem besonderen Projekttag mit den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn.

Ralf Exner, Betriebsleiter der Caritas-Werkstätten in Montabaur, und Tanja Sprünker-Eraerds, Leiterin der Begleitenden Dienste, besuchten die Klasse auf Einladung von Lehrerin Patricia Georg. Im Deutschunterricht hatten sich die Kinder im Rahmen der Lektüre „Vorstadtkrokodile“ bereits mit dem Thema Behinderung und Inklusion auseinandergesetzt – nun konnten sie das Gelernte praktisch erleben.

Zum Auftakt holten die Schülerinnen und Schüler ihre beiden Gäste – sitzend in Rollstühlen – auf dem Schulhof ab und begleiteten sie bis ins Klassenzimmer. Dabei mussten sie Barrieren wie Bordsteinkanten, Türschwellen oder den Aufzug überwinden. „Plötzlich merkt man, wie viele Dinge im Alltag gar nicht so einfach sind“, resümierte ein Schüler sichtlich beeindruckt.

Im Klassenzimmer sprachen Exner und Sprünker-Eraerds über verschiedene Formen von Beeinträchtigung, über unterstützende Hilfsmittel im Alltag und über die Arbeitswelt in den Caritas-Werkstätten – einem Ort, an dem Menschen mit und ohne Behinderung täglich gemeinsam arbeiten. Auch persönliche Schutzausrüstungen wie Schutzbrillen oder Gehörschutz, die in den Werkstätten zum Einsatz kommen, waren Thema.

Im zweiten Teil der Doppelstunde wurde es praktisch: Auf dem Schulhof konnten die Kinder selbst ausprobieren, wie es ist, mit einem Rollstuhl zu fahren. Mit viel Neugier, Respekt und wachsendem Verständnis näherten sie sich der ungewohnten Erfahrung. Lehrerin Patricia Georg war begeistert: „Es war ein echtes Lernen fürs Leben. Unsere Schülerinnen und Schüler haben nicht nur erfahren, wo Barrieren sind – sondern vor allem, wie man sie gemeinsam überwinden kann.“

Pressemitteilung des

Caritasverband

Westerwald-Rhein-Lahn

Ralf Exner (links) und Tanja Sprünker-Eraerds (rechts) von den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn mit der Klasse 5d der Erich Kästner Realschule plus in Ransbach-Baumbach. Gemeinsam wurde Inklusion erlebbar gemacht. Foto: Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn

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