85 Kinder erleben bei der 13. Auflage von „Ferien am Ort“ unbeschwerte Ferientage
Rot-Weiß-Ferienkinder vom Mittelalterleben begeistert
Koblenz. Mit dem Thema „Mittelalter - Rittern und edlen Burgfräulein auf der Spur“ konnten den Kindern in der ganzen Woche auf vielfältige Art und Weise interessante und spannende Einblicke in vergangene Zeiten gewährt werden. Zu Beginn der Ferienwoche, die von der Vereinsjugend der Turn- und Sportfreunde Rot-Weiß Koblenz mit Unterstützung der Sportjugend Rheinland-Pfalz, der Stadt Koblenz und des Behindertensportverbandes Rheinland organisiert und durchgeführt wurde, waren nach erstem gemeinsamen Frühstück die Vorstellung der 20 Betreuerinnen und Betreuer und Helfer, die Gruppeneinteilung sowie Auswahl der Gruppennamen zu absolvieren. Danach bot sich den Kindern beste Gelegenheit, die Spielmöglichkeiten aus dem Spielmobil des Sportbundes Rheinland ausgiebig zu nutzen oder auf dem Kunstrasenplatz nach Herzenslust Fußball zu spielen. Dabei war es einerlei, ob die Fußballer aus Horchheim, Metternich, Arzheim oder Güls kamen, wichtig war vor allem, möglichst schöne und viele Tore zu erzielen. Am Nachmittag wartete die beliebte Lagerolympiade mit sieben unterschiedlichen Disziplinen auf die jungen Sportlerinnen und Sportler. Mit großer Begeisterung waren die Teams im Einsatz, wobei „Die Hofnarren“ und „Die Mittelalterhelden“ am Ende „die Nase vorne“ hatten.
Ein besonderes "Highlight"
Für die meisten Ferienkinder war der Tagesausflug am Dienstag zum Tolli-Park in Mayen ein besonderes „Highlight“, da die Witterungsverhältnisse auf dem Oberwerther Feriengelände ziemlich schlecht waren. Im Indoorbereich des Parks ließen die Spielangebote keine Wünsche offen und nach Beruhigung des recht ruppigen Wetters waren auch draußen „Tornado“, Piraten-Motorboot, Water-Walker und E-Cart-Bahn ausgiebig zu nutzen, sodass auch der 2. Ferientag wie im Fluge verging.
Vorbereitung für das Ferienfinale
Im Programm für Mittwoch wurden die Ferienkinder wieder daran erinnert, dass zum Thema „Mittelalter“ wichtige Vorbereitungen für die Abschlussveranstaltung am Freitagnachmittag zu treffen waren: Ritterrüstungen einschl. Schwerter, Kostüme der Burgfräuleins anfertigen, Dekorationen für das Bühnenbild entwerfen, Gruppenauftritte planen usw. Zusammen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern entwickelten die Kinder mehr oder weniger begeistert die einzelnen Programmpunkte für das Ferienfinale. Es blieb aber immer noch genügend Zeit, um sich dem beliebten Fußballspiel zu widmen oder Passendes aus dem Sportmobil zu entdecken. Besonderes Interesse galt dann der ersehnten Wiederholung der „Lager-Olympiade“ mit leicht veränderten Übungen, die von allen Teams wieder mit gehörigem Einsatz und großer Freude absolviert wurde. Den Ergebnislisten zufolge waren dieses Mal „Die Halunken“ und „Die Raubritter“ vorne.
Tagesausflug zur Ehrenburg
Passend zum Thema war der Tagesausflug am Donnerstag zur Ehrenburg/Brodenbach gewählt. Für einen ganzen Tag tauchten die Ferienkinder in den Alltag der Burginsassen früherer Tage ein. Unter Anleitung des fachkundigen Burgpersonals wurden beim Brotbacken, beim Bogenschießen, bei der Burgenführung, bei der Lösung eines besonderen Rätsels und beim, mit riesiger Begeisterung erlebten, Schwamm-Katapultieren vom Burgpersonal Punkte vergeben, wobei als beste Teams die Gruppen „Drachen“ und „Adler“ bewertet wurden, die sodann Siegerurkunden und „Goldperlen“ in Empfang nehmen konnten.
Hoher Besuch auf der Ferienanlage
Am Freitag war es dann soweit: rege Vorbereitungen für die Abschlussveranstaltung zog alle Ferienkinder in ihren Bann. Kostümprobe, Besprechung der einzelnen Auftrittsabläufe, Aufbau der Bühne und Dekoration usw. beherrschten die Vormittagsstunden, die mit einer sog. „Generalprobe“ beendet wurden. Am frühen Nachmittag traf auf der Ferienanlage hoher Besuch ein: Der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, Herr Prof. Dr. Hofmann-Göttig und Herr Muth vom Städtischen. Jugendamt ließen es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, die Ferienkinder der Koblenzer Rot-Weißen zu besuchen. Die Kinder zeigten sich sehr interessiert und intonierten unter Anleitung des Jugendleiters Roland Schiep den Ferienwochensong“Flie-fleu-flu-“ aus vollem Herzen.
Die Abschlussveranstaltung
Roland Schiep begrüßte zu Beginn der Abschlussveranstaltung eine stattliche Anzahl Eltern, Großeltern, Geschwister und sonstige Verwandte, die den herrlichen Sonnentag mit den Ferienkindern genießen wollten. Er dankte allen Betreuerinnen und Betreuern und Helfern, insbesondere dem unermüdlichen Küchenchef Klaus Herrmann, dem es zum 13. Mal- zusammen mit seinen Familienhilfen - gelungen ist, alle Ferienkinder einschließlich Betreuerteam bestens zu verpflegen. Dann begann das bunte „Mittelalterspektakel“, dessen Ablauf von Kerstin Witt, die schon immer das „Kreativ-Team“ anführte und auch für das Bühnenbild (Mittelalterburg mit Wassergraben) verantwortlich zeigte, gekonnt gesteuert wurde. Mit der Stimme im Hintergrund - von Luca Pelkowski cool hingekriegt - erhielten die Zuschauer aktuelle Hinweise auf das Geschehen im Bühnenrund. Nach Einmarsch aller Mitwirkenden, die das Publikum in aller Form begrüßten, nahmen Königin und König zusammen mit ihrer Leibgarden einschließlich Hofnarr, Kanzler/Steuereintreiber mit Scharfrichter auf der Ehrentribüne Platz und verfolgten mit Interesse das Programm. Es begann mit der König Arthus-Sage, in der ein aus einem Stein gezogenes Schwert eine entscheidende Rolle gespielt hat. Es folgte der auf anschauliche Art dargestellte Kampf zwischen erniedrigten Bauern und den Ausbeutern, nämlich Ritter u. Lehnsherren, der mit einer spürbaren Verbesserung der Landbevölkerung endete. Dramatisch ging es auch im nächsten Programmpunkt weiter, in dem ein Burgfräulein von bösartigen Rittern entführt und später von guten Rittersleut`zur Freude der Zuschauer gerettet wurde. Es folgte die Geschichte einer Prinzessin, deren Wunsch, auch Ritter zu werden sets von den Eltern abgelehnt wurde, bis sie eines Tages das Leben der Königin, ihrer Mutter, ehrenhaft gerettet hat. Vom König ist die Prinzessin sodann zum Ritter geschlagen worden. Der abschließende Beitrag zeigte eine Gruppe Burgfräulein, die mit wechselnder Musik aus dem Mittelalter zu neuzeitlichen Popklängen ihre mittelalterlichen Kostüme beiseite legten und in modischer Kleidung wieder in der Neuzeit angekommen waren.
Begeistertes Publikum und Grillvergnügen
In den Applaus des Publikums für die unterhaltsamen Darbietungen fügte sich das Schlussbild, bei dem noch einmal alle Akteure mit ihren Betreuern das Bühnenareal betraten, gut ein. Vereinsjugendleiter Roland Schiep dankte allen Beteiligten und auch dem Tonmeister Marco sowie der „Kreativ-Dame“ Kerstin Witt für die bunte „Show“, die zu Recht mit ordentlichem Applaus gewürdigt wurde. Mit dem Wunsch auf eine schöne Ferienschlusswoche, einem heiteren Grillvergnügen auf der Vereinsanlage und dem Hinweis auf eine mögliche 14. Ferienfreizeit bei Rot-Weiß, endete das Schlusswort von Roland Schiep, der vor allem für die letzte Äußerung noch einmal mit herzlichem Beifall bedacht wurde.“
