Allgemeine Berichte | 02.05.2023

Alt-Eriba-Register-Ancampen war auf dem Campingplatz in Remagen ein absoluter Hingucker

Rund 70 Gespanne liebevoll gepflegter Wohnwagen-Oldies reisten an

Interessengemeinschaft um Jörg Gösser trifft sich zweimal im Jahr mit den Eriber/Hymer Oldtimern auf einem Campingplatz

Jörg Gösser mit dem Senior unter den Alt-Eriba-Freunden.  Foto: AB

Remagen. Es war schon etwas ganz Besonderes, was in Remagen auf dem Campingplatz am Wochenende um den 1. Mai stattfand. Zum ersten Mal waren die Freunde der Eriba/Hymer-Modelle aus den Jahren von 1957 bis 1982 in Remagen auf dem Campingplatz Goldene Meile. Schon bei der Anfahrt der kultigen Wohnwagen, sehr häufig auch von außergewöhnlichen Oldtimern wie Mercedes, Mini-Cooper, Audi oder Citroen gezogen, fielen die Ankommenden auf. So viele Oldies hatten die Remagener und die Remagener Camper wohl auch noch nicht auf einen Blick gesehen. Rund 70 Teilnehmer der eingeschworenen Interessengemeinschaft, die um Jörg Gösser 2002 aus der Taufe gehoben wurde, ließen es sich nicht nehmen, beim Ancampen am letzten Aprilwochenende wieder mit von der Partie zu sein.

1957 bauten Erich Bachem – aus dessen Namen sich der Markenname ERIBA zusammensetzt – und Erwin Hymer ihren ersten Wohnwagen bei HYMER in Bad Waldsee. Der Ur-Troll entstand. Er wurde der erste Wohnanhänger der legendären und erfolgreichen Kult-Caravan-Baureihe ERIBA Touring und legte den Grundstein für viele weitere Modellreihen. Die ersten Touring-Modelle wurden in den 60er Jahren erweitert. Als erste Modelle entstanden die drei Caravans Puck, Faun und Troll.

Und diese Modelle, alle liebevoll gepflegt und den Bedürfnissen individuell angepasst, waren am Wochenende überwiegend beim Treffen der eingeschworenen Interessengemeinschaft zu bestaunen. Auch der ein oder andere andere Campingwagen oder Wohnmobil war zwar mit dabei. Allerdings wohl hauptsächlich wegen der urigen und geselligen Gemeinschaft der Alt-Eriba-Freunde. Die Teilnehmer waren von Hamburg bis München, von Holland und Belgien angereist, um gemeinsam drei wundervolle Campingtage in Remagen zu erleben. Da waren „alte Hasen“ unter den Eriba-Freunden ebenso zu finden wie „Neulinge“. Wie Jörg Gösser als Organisator auf dem Campingplatz erzählte, sind da schon Kinder von Alt-Eriba-Freunden, so um die 25 Jahre, ebenso dabei wie der älteste Camperfreund mit über 80 Jahren. Da erfreut sich also wirklich Jung und Alt am Campingdasein mit den Oldtimer-Wohnanhängern. Die meisten der historischen Modelle haben natürlich kein Bad in ihrem heißgeliebten Puck oder Troll. Aber das scheint völlig egal, denn „auf den Campingsplätzen gibt es durchweg gute Sanitäranlagen“, so Jörg Gösser. In viele der kleinen historischen Modelle passt wirklich nur das Bett und ein kleiner Schrank, da wird das Vorzelt rasch zum Wohnzimmer mit Küche angebaut. Und im großen gemeinsamen Zelt oder an langen Tafeln zwischen den Zeltplätzen der Eriba-Freunde wird geklönt, gefeiert, und vor allem sich auch ausgetauscht wo es dieses oder jenes Ersatzteil oder Farbe zur Verschönerung des Puck oder Troll gibt. Da wundert es wirklich nicht, wenn die Farbe des Zugfahrzeugs sich auch am Wohnwagen wiederfindet. „Und abends sitzen wir häufig in großer Runde zusammen. Da wird gesungen, musiziert und gelacht, da wird ein Lagerfeuer entzündet und gegrillt. Das natürlich nur, wenn wir niemanden stören“, weiß Gösser.

Und sogar Schlange stehen ist bei den Eriba-Liebhabern angesagt, wenn die „Bügelstunde“ angesetzt ist. Aufgebügelt wird da auf T-Shirts Schriftzüge von der Teilnahme am jeweiligen Treffen. Wer fünf Mal mit auf Tour war, ob beim Ancampen Ende April oder beim zweiten Jahrestreffen Anfang September, der bekommt ein T-Shirt mit den aufgebügelten farbigen Schriftzügen. Bei jeder Teilnahme an den Treffen kommt ein weiterer Schriftzug hinzu. „Diese T-Shirts sind heiß begehrt und werden sehr gehütet. Da kann dann auch jeder schauen, wer wo mit dabei war“, erzählt Jörg Gösser. „Die Campingorte werden von allen Alt-Eriba-Register-Campern, die sich unter anderem über facebook oder WhatsApp kontaktieren, gemeinsam ausgesucht. Vorschläge werden unterbreitet und der meist gewählte Campingplatz genommen.

Und so hatten Alt-Eriba-Freunde auch am Wochenende viel Freude in Remagen und zelebrierten gemeinsam das Campingleben „anno dazumal“ der 60er, 70er und 80er Jahre. Und während die einen auch mal einen Ausflug in die Gegend machten, genossen die anderen ihre Zeit auf dem Campingplatz, wo natürlich am 1. Mai-Wochenende auch das ein oder andere Event auf dem Campingplatz Goldene Meile Remagen geboten wurde. AB

Jörg Gösser mit dem Senior unter den Alt-Eriba-Freunden. Foto: AB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Imageanzeige
Tank leer? / -
Sinziger Kirmes
Sinziger Kirmes
Sinziger Kirmes
Empfohlene Artikel
Blick auf den Wingert in der Römerwelt.
46

Bad Hönningen. Das Mittelrheintal ist weltbekannt für seine einzigartige Kulturlandschaft, die gleich drei UNESCO-Welterbestätten beherbergt: das Obere Mittelrheintal sowie den Obergermanisch-Raetischen und den Niedergermanischen Limes. Doch eine historische Verbindung gerät zunehmend in den Hintergrund: die gemeinsame Wiege von römischer Geschichte und traditionellem Weinbau.

Weiterlesen

9

Heimersheim. Die Anforderungen an den Ausbau, den Erhalt und den Betrieb der unterirdischen Infrastruktur wachsen stetig. Gleichzeitig erfordern Digitalisierung, Klimaanpassung und ein wirtschaftlicher Mitteleinsatz eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure. Um diesen Austausch zu fördern und gemeinsame Lösungen voranzubringen, lädt die inframeta eG am Dienstag, 1. September 2026, zum ersten Regionaltreffen der Infrastruktur-Akteure im Ahrtal ein.

Weiterlesen

10

Mendig. Die Digitalisierung der unterirdischen Infrastruktur stellt Städte, Gemeinden, Versorgungsunternehmen, Ingenieurbüros und Bauunternehmen vor große Herausforderungen. Der Ausbau, der Erhalt und der Betrieb der Infrastruktur können künftig nur dann wirtschaftlich und nachhaltig gestaltet werden, wenn alle regionalen Akteure vertrauensvoll zusammenarbeiten und ihr Wissen sowie ihre Daten gemeinsam nutzen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Freude pur bei Andrea Krechel und ihrem Patenkind Mika, als sie von Vulkanbad-Mitarbeiterin Tabea Frost und Mendigs Stadtbürgermeister Achim Grün als 25.000. Badegast der Saison beglückwünscht wurde.
2152

Jubiläumsgast im Mendiger Vulkanbad

25.000. Besucherin kommt aus Plaidt

Mendig. Damit hatte Andrea Krechel aus Plaidt nicht gerechnet: Als sie mit ihren Kindern und ihrem Patenkind kurz nach 10 Uhr den Eintritt für das Mendiger Vulkanbad bezahlen wollte, wurde sie von Bad-Mitarbeitern Tabea Frost aus der Warteschlange gezogen, denn die Plaidterin war der 25.000 Badegast der Saison.

Von Stefan Pauly aus Mendig

Weiterlesen

Ob das Feuerwerk über der Festung Ehrenbreitstein stattfinden soll, sollen nach Auffassung von Stephan Otto und Philip Rünz die zuständigen Sicherheitsbehörden entscheiden.
945

Koblenz. Wenige Tage vor Rhein in Flammen sind sich der Fraktionsvorsitzende der CDU-Ratsfraktion Koblenz, Stephan Otto, und der Landtagsabgeordnete sowie Kreisvorsitzende der CDU Koblenz, Philip Rünz, einig: Ob das Feuerwerk am 8. August unter den aktuellen Wetterbedingungen verantwortbar ist, entscheiden allein die zuständigen Fachbehörden.

Von CDU Koblenz aus Koblenz

Weiterlesen