Allgemeine Berichte | 03.11.2023

Polizei Koblenz gibt exklusive Einblicke in die Ermittlungsarbeit und das Vorgehen der Täter bei einem Schockanruf.

Schockanruf: Ein Telefonat, das Spuren hinterlässt!

Koblenz. „Ihre Tochter kommt in U-Haft, wenn Sie nicht 20.000 Euro Kaution zahlen!“ Dieser Satz klingt zunächst nach einer Szene aus einem hollywoodreifen Krimi, ist aber tatsächlich ein Auszug aus einer in Deutschland weit verbreiteten Telefonbetrugsmasche. Immer wieder werden Menschen Opfer von perfiden Betrugsdelikten am Telefon. „Auch informierte Bürgerinnen und Bürger können Opfer werden“, weiß Kriminalhauptkommissarin Sandra Reuter, Leiterin des Kommissariats für Bandenkriminalität bei der Kriminaldirektion Koblenz. Denn: Die Täter gehen äußerst professionell und geschickt vor. „Die Geschädigten sind den perfide agierenden Tätern regelrecht ausgesetzt, wenn diese über Stunden Druck auf die Geschädigten ausüben. Letztlich nutzen die Täter skrupellos die menschlichen Emotionen und das Vertrauen einer jeden Person gezielt aus.“ So bringen die Täter ihre Opfer dazu, erhebliche Geldbeträge oder andere hochwertige Gegenstände herauszugeben. Der sogenannte Modus Operandi – also die Art und Weise des Vorgehens – variiert dabei fast täglich und wird permanent um unterschiedliche Szenarien erweitert.

Um weiter über das Phänomen aufzuklären und Handlungssicherheit für den Ernstfall zu vermitteln, haben das Ordnungsamt der Stadt Koblenz ( Initiative „Sicherheit in unserer Stadt“) und die Polizei Koblenz ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Dieses beinhaltet unter anderem Vorträge folgender Referenten:

- Kriminalhauptkommissarin Sandra Reuter, Kriminaldirektion Koblenz

- Kriminaloberkommissarin und Kriminologin Carolin Blum, Zentrale Prävention,

Polizeipräsidium Koblenz

- Persönlicher Erfahrungsbericht einer Geschädigten

- Werner Blatt, Leiter der Außenstelle Weißer Ring Koblenz

Neben Informationen aus der polizeilichen Ermittlungsarbeit und persönlichen Erfahrungsberichten, erfahren Sie, wie die Täter vorgehen, was dazu führt, dass Menschen Opfer werden und wie Sie sich mit einfachen Mitteln davor schützen können. Abschließend erhalten Sie Informationen und Kontaktmöglichkeiten zum polizeilichen Opferschutz und zur Opferhilfe. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Präventionsveranstaltung teilzunehmen.

Also jetzt zur Präventionsveranstaltung am 22. November um 16 Uhr im Rathausgebäude I, Saal 101, Willi-Hörter-Platz 1, 56068 Koblenz bis zum 15. November über kriminalpraevention@stadt.koblenz.de oder per Telefon: (02 61) 129 -47 60 anmelden. BA

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