Möhnenkaffee der KG Möhnen 1903 Obermendig
Schwungvolle Tänze und ausgelassene Stimmung
Mendig. Endlich war es wieder soweit: Die Möhnen hatten den Obermendiger Hexenkessel fest im Griff und feierten in gewohnt ausgelassener Manier ihren traditionellen Möhnenkaffee. Mit einem bis ins Detail liebevoll ausgearbeiteten Programm, das komplett von eigenen Aktiven gestaltet wurde, zeigte sich auch in diesem Jahr wieder: Hier wird Brauchtum mit Leidenschaft gelebt!
Traditionell machten sich einige Möhnen bereits am frühen Morgen auf zur Straßensammlung am Obermendiger Kreisel, um danach die Kinder der Kita St. Genovefa sowie die Bewohner des Marienstifts mit Liedern und kleinen Geschenken zu erfreuen.
Nach dem feierlichen Sektempfang für geladene Gäste, marschierten die Möhnen pünktlich um 15.11 Uhr in ihrem neuen Ornat in die bis auf den letzten Platz gefüllte Narrhalla ein.
Der Nachmittag startete direkt mit einer Premiere: Erstmals trat neben der Kindertanzgruppe auch die neu gegründete Jugendtanzgruppe auf, die mit ihrer Darbietung als kunterbunte Clowns das Publikum begeisterte.
Viel Mut bewiesen die Minimönchen Mina, Emma und Alina, die mit ihren Liedern den Saal zum Toben brachten.
Christiane Patzelt, Ruth Langen und Petra Haase gaben in ihrem humorvollen Vortrag live aus einem Friseursalon als Klatschbörse einen wunderbaren Einblick in ihren Ehealltag.
Anschließend boten die Jugendgarde und die Kellbachfunken wie in den vergangenen Jahren eine überzeugende Tanzdarbietung zu stimmungsvoller Musik.
„Der schöne Fifi“ alias Monika Müller sorgt mit ihrem „Verzellche“ schon seit vielen Jahren für Lacher beim närrischen Publikum.
Ein weiterer Höhepunkt folgte mit königlichem Besuch aus Mayen: Prinzessin Nicole gab sich mit ihrem Hofstaat die Ehre und verbreitete mit ihrer charmanten Art ausgelassene Stimmung. Besonders freute sich Page Sandra, die als Möhnenschwester von ihren Mitstreiterinnen herzlich begrüßt wurde.
Nach der Pause eroberte das Husarencorps „Jack von der Wasserschöpp“ mit beeindruckendem tänzerischem Können und schwungvoller Musik die Bühne. Nun ging es mit Ruth Kaiser, Evi Rulf und Christiane Münzel ins Nagestudio. Hier wurden nicht nur die Unverschämtheiten der Männer erörtert, sondern auch neue ´Unterleibsinteressensgemeinschaften` gesucht.
Möhnenmariechen Rebekka Kramer sorgte mit ihrem mitreißenden „Wednesday“-Tanz für Gänsehaut, während die Stauseemücken mit ihrem Altersblues und einem kritischen Blick in den Spiegel verrieten, was mit dem Körper einer Frau im besten Alter so alles passieren kann. Mit ihrem himmlischen Tanz entführten die Highstone Dancers in die Welt der Mönche und Nonnen. Dazu passend folgte der Vortrag von Sabine Schäfer frei nach dem Motto: „Drum prüfe wer sich ewig bindet“.
Mit den Owemagics ging es nun als Piratinnen über die Sieben Weltmeere, bevor sich Annette Stahl, Susi Schlich und Christine Schmitz mit der Funken-Nothilfe-Obermendig auf die Suche nach einem neuen Zuhause für verlorene Narren machten.
Als temperamentvolle Matrosen eroberte die Möhnentanzgruppe die Bühne und sorgte für ausgelassene Stimmung und frischen Wind im Saal.
Anschließend begeisterten die Johannishöfer mit ihrer fantasievollen Darbietung über die Geschichte des verwunschenen Prinzleins und spektakulären Hebungen.
Den krönenden Abschluss zum Finale bildete ein amüsantes Musikquiz, bei dem das Publikum Karnevalslieder erraten musste – eine gelungene Mitmachaktion, die für fröhliches Mitsingen sorgte.
Einmal mehr bewiesen die Obermendiger Möhnen: Karneval ist Leidenschaft pur! Mit einer bunten Mischung aus Tanz, Gesang und humorvollen Vorträgen wurde das Publikum bestens unterhalten und fiebert schon jetzt der nächsten Session entgegen.
Die Möhnentanzgruppe als Matrosen. Foto: Sina Scheid
Die Stauseemücken mit ihrem Altersblues. Foto: Svenja Schulze-Entrup
