Allgemeine Berichte | 15.01.2025

Selbstverteidigung bei Messerangriffen

Die Teilnehmer konnten einiges für sich mitnehmen.  Foto: VfL Brohl

Brohl. Unter dem Thema: „Die wichtigsten Fakten über Messerangriffe. Wie wehre ich einen Messerangriff ab und andere mögliche Strategien für den Ernstfall“, fanden die Seminarangebote der Kampfsportabteilung des VFL Brohl, guten Anklang.

Die Angst in der Bevölkerung wächst! Immer wieder berichten die Schlagzeilen, dass es wieder zu einem Messerangriff auf unschuldige Menschen gekommen ist. Dies nahm sich die Trainerin der Abteilung zum Anlass, zusammen mit dem Krav Maga Trainer für realistische Selbstverteidigung, Murat Aktas aus Burgbrohl, Seminare diesbezüglich anzubieten. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht mit dieser Entscheidung, da wir die Verteidigung gegen Messerangriffe, als äußerst schwierig ansehen. In den traditionellen Kampfsportarten und Kampfkünsten, werden gerne Techniken gezeigt, die suggerieren das jeder in der Lage ist einen Angriff abzuwehren. Das sehen wir definitiv nicht so“, sagen M. Aktas und A.Segl. Unter anderem erzählt die Abteilungsleiterin: „Im Wesentlichen ging es nicht darum, wie man einem das Messer wegnehmen kann. Das können wir zu 99 % nicht. Es ging darum zu verstehen, was passiert, wenn die Situation eintritt, und welche Chancen ich wirklich habe? Welche Möglichkeiten kann ich in Betracht ziehen? Was kann ich tun, wenn ich es mitbekomme, usw. Es gab Originalfilmmaterial zur Ansicht, was dann anschließend analysiert und besprochen wurde. Es wurde eruiert welche Reaktionen, realistisch wären und was gar nicht geht. Zudem wurden gesetzliche Bestimmungen erklärt und auch darüber aufgeklärt, was in Deutschland erlaubt ist und was nicht. Welches Messer zählt als Waffe? Was zählt überhaupt als Waffe, usw. Es war nicht einfach nur ein Seminar, indem man „Techniken“ gezeigt bekam, sondern es war ein Seminar, in dem es um Realitäten ging und um Wissensvermittlung um Achtsamkeit, Selbsteinschätzung, Selbstverteidigung uvm.

Das Seminar/ der Workshop, bestand aus insgesamt aus 16 Stunden, in denen einiges Wissen über Messerangriffe und mögliche Verteidigungsstrategien und Techniken, gelehrt wurde.

Die Teilnehmer konnten einiges für sich mitnehmen. Die Aufklärung über dieses sensible Thema half vielen zu verstehen, wie die Realität aussieht.

Selbstverteidigung beginnt im Kopf, nicht mit der Technik. Wenn man allerdings weiß, was auf einen zukommen kann, besteht eine Chance dem zu entkommen, oder dem gar nicht erst zu begegnen.

Die Teilnehmer konnten einiges für sich mitnehmen. Foto: VfL Brohl

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