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RWE setzt konsequent Rückbau fort

Sicherer Abbau von Großkomponenten an drei Kernkraftwerksstandorten

Auftragsvolumen im hohen zweistelligen Millionenbereich

18.10.2019 - 14:36

Mülheim-Kärlich. Konsequenter Fortschritt beim Rückbau der ehemaligen Kernkraftwerke Biblis, Mülheim-Kärlich und Lingen: Während die sicheren Abbauarbeiten an den Dampferzeugern der Standorte laufen, konnte RWE Nuclear jetzt an allen drei Standorten die Aufträge für die nächsten Großprojekte vergeben. Im Anschluss an den erfolgreichen Abbau der Dampferzeuger wird der sichere Rückbau der Anlagen mit dem jeweiligen Herzstück der Anlage, dem Reaktordruckbehälter (RDB) und seinen Einbauten fortgesetzt.


Rückbau gemäß Atomgesetz konsequent umsetzen


In einem umfangreichen Vergabeprozess waren zuvor die Gewerke ausgeschrieben worden. Die gesamte Beauftragung umfasst einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. „Mit diesen Auftragsvergaben setzen wir die im geänderten Atomgesetz gemachte Zusage des unverzüglichen Rückbaus konsequent um. Wir wollen innerhalb der kommenden 15 bis 20 Jahre den Rückbau unserer Anlagen sicher, unverzüglich und effizient schaffen“, betont Nikolaus Valerius, Kernenergievorstand bei RWE Power und technischer Geschäftsführer der RWE Nuclear.

Während des Leistungsbetriebs der Anlagen befanden sich im RDB der wärmeerzeugende Reaktorkern mit den Brennelementen. Der RDB ist von einem rund zwei Meter dicken Stahlbetonzylinder, der als Strahlungsabschirmung diente, umgeben und befindet sich innerhalb des Kontrollbereichs. Die Zerlegung der Komponenten erfolgt durch geschulte Fachkräfte vor Ort fernhantiert und teilweise unter Wasser. Im Anschluss werden die ausgebauten Teile, die zu den schwach und mittelradioaktiven Rückbauabfällen zählen, für eine spätere Endlagerung fachgerecht verpackt und an den Bund übergeben. Die ersten Arbeiten werden voraussichtlich in 2020 beginnen im Jahr 2024 und in der letzten Anlage beendet werden.


Zu den Standorten im Einzelnen


Für die Anlage in Mülheim-Kärlich, die sich seit 2004 im Rückbau befindet, wird die Bietergemeinschaft KORE den Abbau des kompletten RDB übernehmen. Mit seinen dreizehn Metern Höhe und fast fünf Metern Durchmesser wiegt er inklusive seiner Einbauten 660 Tonnen. KORE besteht aus den beiden etablierten Rückbauunternehmen „Entsorgungswerk für Nuklearanlagen“ aus Greifswald und „Orano“ aus Erlangen.

Im Kernkraftwerk Biblis wird ebenfalls KORE die Zerlegung und Verpackung der RDB-Einbauten

für beide Blöcke durchführen. Für den RDB selbst sowie einige Nebengewerke erhält ein Konsortium aus „Kraftanlagen Heidelberg“ und der in Essen ansässigen „Steag“ den Auftrag.

Für das bereits 1985 außer Betrieb genommene Kernkraftwerk Lingen erfolgt der Abbau des kompletten, fast 300 Tonnen schweren, RDB durch das international erfahrene Unternehmen „Atkins“, dessen deutsche Niederlassung in Hamburg angesiedelt sind.

Die für den Abbau der Großkomponenten notwendigen Genehmigungen und Zustimmungen der zu beteiligenden Behörden wurden eingeholt bzw. beantragt. Wie bei kerntechnischen Anlagen üblich, werden die Tätigkeiten durch die jeweiligen Aufsichtsbehörden der Länder eng begleitet.

Die Abbautätigkeiten erfolgen innerhalb der Gebäude. Selbstverständlich werden die, an den Standorten ins Leben gerufenen, Informationsinitiativen mit gezielten Dialogangeboten die verschiedenen Interessengruppen regelmäßig auch über den Fortschritt der einzelnen Abbauschritte informieren.

Bei Rückfragen: Jan Peter Cirkel, Pressestelle RWE Nuclear GmbH

Tel. (02 01) 1 22 87 13, Mobil (01 62) 2 52 40 51, Email jan-peter.cirkel@rwe.com.

Pressemitteilung

RWE Nuclear GmbH

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18.10.2019 14:58 Uhr
Uwe Klasen

Und unsere europäischen Nachbarn bauen ihren Kernkraftwerkebestand weitethin aus, keiner möchte dem deutschen Sonderweg über den Ausbau der sogenannten erneuerbaren Energien folgen.



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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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