Aktionstag gegen Taschendiebstahl im Stadtgebiet Koblenz
Sicherheitstipps gegen Taschendiebstahl
Koblenz. Seit 2004 findet in Kooperation zwischen der Polizei und der Stadt Koblenz (Initiative „Sicherheit in unserer Stadt“) zu Beginn des Weihnachtsmarktes eine Präventionsveranstaltung gegen Taschendiebstahl statt. Zehntausende Besucher strömen jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit in die Koblenzer Innenstadt. Spätestens mit Beginn des Weihnachtsmarktes herrscht nicht nur bei den Koblenzer Einzelhändlern Hochkonjunktur. Für die Einzelhändler und Standbetreiber des Weihnachtsmarktes sind es die umsatzstärksten Wochen des Jahres.
Aber auch so mancher Täter nutzt die Gunst der Stunde und greift im vorweihnachtlichen Trubel bei sich bietenden Gelegenheiten gerne nach fremdem Eigentum. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass Taschendiebstähle bevorzugt an Orten begangen werden, an denen viele Menschen zusammenkommen und dichtes Gedränge herrscht, wie zum Beispiel in Fußgängerzonen, Einkaufszentren, auf Weihnachtsmärkten, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Haltestellen.
Auch wenn Taschendiebe mittlerweile das ganze Jahr über aktiv sind, ist in der Vorweihnachtszeit, in der das Gedränge und die Hektik besonders groß sind, ein erneuter Anstieg zu verzeichnen.
Die diesjährige Aktion startete mit einer Auftaktveranstaltung, die von Polizeivizepräsident Jürgen Süs und Oberbürgermeisterin Ulrike Mohrs eröffnet wurde. Anschließend stellte die Geschäftsführung der Initiative „Sicherheit in unserer Stadt“ die neu eingeführte Kampagne „Stop Pickpockets“ vor. Sie wurde von der Bundespolizei entwickelt und wird bereits in 15 EU-Ländern und der Schweiz eingesetzt. Das Polizeipräsidium und die Stadt Koblenz waren sich schnell einig, dass diese Kampagne auch im Stadtgebiet Koblenz eingesetzt werden soll. Im Anschluss an die Vorstellung der Aktion „Stop Pickpockets“ suchten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Koblenz, Seniorensicherheitsberater der Stadt Koblenz und Polizeibeamtinnen und -beamte gemeinsam die Standbetreiber des Weihnachtsmarktes sowie die Einzelhändler in der Innenstadt auf, führten Beratungsgespräche und verteilten Informationsmaterial.
Neben der Aktion „Taschendiebstahl“ spielte auch in diesem Jahr die Alkoholprävention auf dem Weihnachtsmarkt eine wichtige Rolle. Hierzu entwickelten Polizei und Ordnungsamt in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe Flyer mit verschiedenen einprägsamen Slogans, auf deren Rückseite Informationen zur Promillegrenze zu finden sind.
Die Polizei und die Stadt Koblenz geben folgende Verhaltenstipps zum Schutz vor Taschendiebstahl:
„Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen.
Bewahren Sie Geld, Papiere, Bank- und Kreditkarten getrennt voneinander, aber dicht am Körper auf - zum Beispiel in verschlossenen Innentaschen, Brust- oder Gürteltaschen.
Achten Sie im Gedränge und in unübersichtlichen Situationen besonders auf Ihre Wertsachen.
Lassen Sie sich beim Geldabheben am Geldautomaten nicht ablenken.
Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen geschlossen und möglichst eng am Körper oder unter dem Arm. Halten Sie Taschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.
Lassen Sie Wertsachen / Taschen / Gepäck nie unbeaufsichtigt.
Seien Sie misstrauisch, wenn Sie angerempelt oder anderweitig abgelenkt werden.
Notieren Sie niemals die PIN-Nummer in der Brieftasche oder auf der Zahlungskarte.
Lassen Sie Zahlungskarten, die Ihnen abhanden gekommen sind, sofort für die weitere Nutzung sperren, zum Beispiel telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf 116 116.
Sollten Sie sich in einer Gefahrensituation befinden oder Opfer einer Straftat geworden sein, wählen Sie sofort die 110! Die Polizei hilft Ihnen!“
Die häufigsten Tricks von Taschendieben und weitere Informationen zur Kampagne gibt es im Internet unter www.stop-pickpockets.eu. BA
V.li. Natalie Bleser (Initiative Sicherheit in unserer Stadt), Polizeivizepräsident Jürgen Süs, Bürgermeisterin Ulrike Mohrs, Ralf Thomas (Sachgebiet Zentrale Prävention des Polizeipräsidiums Koblenz), Markus Schmitt (Stellv. Amtleiter des Ordnungsamtes) und Jasmin Alt (Sachgebiet Zentrale Prävention des Polizeipräsidiums Koblenz). Foto: Stadt Koblenz/T. Knaak
