Allgemeine Berichte | 14.06.2022

„Initiative Straßenkultur in Rheinbach“

Sonniger Start für „Chapeau Rheinbach“ mit der Band RottMusic

Die Band RottMusic eröffnete die Chapeau-Saison und erspielte 400 Euro für den guten Zweck. Fotos: privat

Rheinbach. Die erste Lektion war: Die steil stehende Junisonne gibt der schönen Efeumauer auf dem Altstadtplatz kaum ein Chance, Schatten zu werfen. Schnell mussten sich die fünf Musiker von RottMusic noch einen Sonnenschirm besorgen. Dann aber konnte die Platzbühne für Straßenkunst mit „Good as Gold“ von den Beautiful South starten. Schnell füllten sich alle Stühle in der Gastronomie, sodass Gerd Engel von „Chapeau Rheinbach“ mit dem Eiswerk-Team noch weitere Stehtische aufstellte.

Bei ihrem ersten Auswärtsspiel übertrug sich die Spielfreude der Band aus Villiprott schon während des ersten Löffels Salzkaramelleis auf das Publikum. Schlagzeuger Heidelberger hatte das „kleine Besteck“ eingepackt: Besen und „silent sticks“. Dadurch blieb das gesamte Konzert sehr akustisch. Durch den immer wieder wechselnden und zum Teil mehrstimmigen Gesang klangen Stücke wie „Torn“ von Natalie Imbruglia oder „This is the live“ von Amy Macdonald wie für den malerischen Altstadtplatz geschrieben. Ein echter Hingucker - und vor allem Hinhörer - war auch das Mellophon von Jill Henne, das bei „Am ersten Sonntag nach dem Weltuntergang“ oder „Delmenhorst“ von Element of Crime zum Einsatz kam.

Nach dem ersten Set baten Stefan Raetz und Gerd Engel um Spenden für die Ukraine-Hilfe der Lions (Lions-Club Bonn-Rhenobacum). Das ist nämlich das Konzept bei Chapeau: Gespielt wird in den Hut, und die so erzielten Einnahmen sind für einen guten Zweck bestimmt, der von Mal zu Mal wechseln kann. Ein anderes Ziel, nämlich den Samstagsbummel mit Straßenkunst aufzuwerten und Besucher in die Innenstadt zu locken, um auch den Einzelhandel und die Gastronomie zu unterstützen, wurde durch die Band höchstpersönlich umgesetzt. Während der Cappuccino-Pause kaufte sich Jill Henne schnell ein neues Kleid im anliegenden Modegeschäft und verwandelte sich spektakulär zur „Lady in red“.

Dass es die sympathische Band aus fünf Freunden überhaupt gibt, ist übrigens Saxophonist Frank Benson zu verdanken, der 2019 als relativer Neuling an dem Instrument, eine Band suchte. Schnell kamen Eva Haupt (Kontrabass), Jill Henne (Klavier, Mellophon und Klarinette), Jens Fitzke (Gitarre) aus der Dorfgemeinschaft in Villiprott dazu. Eva Haupt brachte noch ihren Rheinbacher Arbeitskollegen Johannes Heidelberger mit. Der hatte zuvor 20 Jahre Schlagzeugpause hinter sich. Nun proben die ambitionierten Hobbymusiker regelmäßig auf einem Dachboden in Wachtberg und haben schon einige Konzerte gespielt.

Am Ende durften RottMusic nicht ohne dreifache Zugabe gehen, was den „Bandgeographen“ Jens Fitzke zu dem Lob verleitete, das Rheinbacher Publikum sei mindestens so gut wie der Cappuchino im Eiswerk. Die Frage nach der Höhe der Hutspenden konnte Stefan Raetz mit einem „400 Euro“ beantworten. Ein weiteres Indiz dafür, dass es den Besuchern gefallen hat.

Wer „RottMusic“ verpasst hat, kann das Erlebnis am 25. Juni bei den „Wachtberger Kulturtagen“ nachholen, wenn die Band ab 19 Uhr auf dem Dorfplatz Villiprott bei einem Picknick-Konzert spielt.

Das nächste Chapeau Rheinbach gibt es am 2. Juli, wieder ab 12 Uhr. Unter den dann sicher vorhandenen Sonnenschirm kommen Saxophonist Martin van Bonn sowie Sängerin Katharina Zicoll.

Bassistin Eva Haupt singt „Torn“ von Natalie Imbruglia.

Bassistin Eva Haupt singt „Torn“ von Natalie Imbruglia.

Die Band RottMusic eröffnete die Chapeau-Saison und erspielte 400 Euro für den guten Zweck. Fotos: privat

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