Allgemeine Berichte | 04.01.2018

Integrationsprojekt: Frischer Start von Rotary, Lions, Inner Wheel

Sprachförderung und Arbeitsmarktintegration

Projekt unterstützt Flüchtlinge in Neuwied und Andernach

Helfer und Migranten bei ihrem Deutschunterricht des RLI Integrationsprojekts im „Café Auszeit“ (v.l.): Mazen Mousa, Jürgen Wiemann, Wael Karabilli und Marita Goldschmidt.  privat

Neuwied. Hochmotiviert ins neue Jahr starten die ehrenamtlichen Helfer des „RLI Integrationsprojekts“, auch wenn in diesem Jahr noch so manche dicken Bretter zu bohren sind. In dem Projekt haben sich Rotary, Lions und Inner Wheel zusammengeschlossen, um in Sachen Sprachförderung und Arbeitsmarktintegration die zahlreichen Flüchtlinge in Neuwied und Andernach zu unterstützen.

Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im „Café Asyl“ und „Café Auszeit“ (Pfarrgemeinden „Heilig Kreuz“ und „Marktkirche“) in 22 Monaten, dazu die Vermittlung von zahlreichen Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, über die Sprechstunde beim Camp Neuwied-Block und aktuell in der VHS Volkshochschule in der Heddesdorfer Straße – das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

So ist der „Deutschkurs in Kleingruppen“ mit etwa 15 Schülern und etwa zwölf Lehrern jeweils donnerstags in „Café Asyl“ stabil; die zeitliche Flexibilisierung des Unterrichts in den Nachmittagsstunden hat der Nachfrage gutgetan. Von den seit 2016 überhaupt erschienenen 260 Flüchtlingen sind in 2017 138 Schüler aufgetaucht. Es herrscht weiter ein reges Kommen und Fernbleiben, wie von den Helfern des RLI Integrationsprojektes zu hören ist.

Zu diesen schwankenden Schülerzahlen kämen dann noch die Schüler aus der Marktkirche im „Café Auszeit“ montags, mittwochs und freitags.

Die Helfer der „Sprechstunde zur Integration in die Arbeitswelt“ blicken auf ihre Arbeit seit März letzten Jahres zurück. In diesem Zeitraum wurden knapp 80 Personalbogen mit Daten von interessierten Flüchtlingen erhoben. Dabei ist es gelungen, direkt oder indirekt 19 Kandidaten zu Praktika, Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen zu verhelfen. „Die einen sagen, das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, die anderen meinen, für die Betroffenen habt Ihr viel Gutes bewirkt. Wir machen weiter - neben einigen Frustrationen überwiegen die glücklichen Momente“, so das Resümee des Sprechers des Projekts Dr. Bernhard Reuther vom Rotary-Club Neuwied-Andernach. Ab Montag, 8. Januar starten die Veranstaltungen wieder an den drei genannten Orten ins neue Jahr. Pressemitteilung

RLI Integrationsprojekt

Neuwied-Andernach

Helfer und Migranten bei ihrem Deutschunterricht des RLI Integrationsprojekts im „Café Auszeit“ (v.l.): Mazen Mousa, Jürgen Wiemann, Wael Karabilli und Marita Goldschmidt. Foto: privat

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