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Möhnensitzung 2020 in Löhndorf

Startschuss für den Karneval der Ooße ist gefallen

Möhnen feiern ihr 70-jähriges Bestehen

28.01.2020 - 16:41

Löhndorf. Dass sich 1950 in Löhndorf erstmals einige mutige Frauen zum „Möhnenverein“ erklärten, feierten deren Nachfolgerinnen in diesem Jahr auf der Möhnensitzung auf dem Schützenplatz. „Spass für ze Laache“- damit füllten die Möhnen ihr Programm und begeisterten das voll besetzte Schützenhaus. Sympathische Fehler gleich zu Beginn des traditionellen Stippeföttche machten eins klar: Das Publikum war zu Frohsinn und Heiterkeit aufgelegt und nicht auf nachtragende Kritik aus.

Die Freude über die Karnevalszeit bestimmte die Atmosphäre im Raum. Untermalt wurde dies noch vom Spielmannszug Löhndorf. Dieser trat unter der neuen musikalischen Leitung von der jungen Lena Schmickler auch mit neuen Ideen auf. Die Lichter gingen aus, Trommelsoli begannen, Feuerzeuge wurden gezückt und als schließlich alle Musikanten gemeinsam zu den Tönen von „Du bes die Stadt“ einstimmten, war der Gänsehautmoment perfekt. Doch auch bei voller Belichtung konnte das Ensemble sein Können beweisen und gab Karnevalsklassiker zum Besten. Abgelöst wurden sie dann vom Kinderprinzenpaar aus Heimersheim. Moritz I., Emily I. und ihr Adjudant Paul kamen samt Minifunken, kleinem Tanzpaar und zu verteilenden Orden auf die Bühne. Prinz und Prinzessin, von denen beide familiäre Verbindungen nach Löhndorf aufzeigen können, bewiesen so, wie Karneval verbindet - und damit blieben sie nicht die einzigen an dem Abend.

Reichlich zu tratschen hatten die beiden „eineiigen Zwillinge“, die dann die Aufmerksamkeit auf sich zogen. An der von den aktiven Möhnen Linda Nelles und Sonja Schmickler umgeschriebenen und vorgetragenen Rede über Ehemänner-Anekdoten hatten die Zuhörer ihre Freude. Schwimmringe, Schnakenstiche und mögliche Schwangerschaften - hier konnte jeder mitlachen. Musikalisch wurde es dann wieder mit dem Männergesangverein Löhndorf, der die Sitzungen der Möhnen nun schon traditionell Jahr um Jahr mit Stimmgewalt erfüllt. Nach einer Zugabe des MGV stürmte die Showtanzgruppe „Meninas“ die Bühne. Mit ihrem neuen Thema „Wir wollen Meer“, aufwändigen Kostümen, toller Liederauswahl und einer kreativen Performance brachten sie ordentlich Stimmung vom Nachbardorf mit und wurden entsprechend mit viel Applaus belohnt.

Die Möhnen übernahmen schließlich ihre Bühne wieder mit einer Vorführung direkt aus dem Hühnerstall, bevor Sentiaca Dagmar I. erschien.


Karneval ist für alle da


Mit Kinderprinzenpaar, Gefolge und Showtanzgruppe traf die Sinziger Tollität ein und sprach von der Löhndorfer Gemeinschaft und deren schier endlosen Energie für Veranstaltungen. Sie machte klar, ob Franken, Koisdorf, Westum oder Löhndorf - Karneval sei für alle da, denn die Freude stehe immer im Vordergrund. Mit ihrer Zusage zum Feierabendzug am Freitag, 21. Februar erntete sie begeisterten Applaus.

Auch die kurze Ansprache des Kinderprinzenpaars stieß auf wohlwollende Zuhörer. Denn auf die Aussage ihres Prinzen, Ole I., ihr Terminkalender sei sehr voll, weil Löhndorf in diesem Jahr neben Westum auch noch einen Zug habe, warf Élodie I. als waschechte Löhndorferin ein: „Endlich!“ Auch die Showtanzgruppe überzeugte mit einer großartigen Show mit Zirkusthema - denn jedem gebührt Respekt, der sich auf der doch eher klein ausgelegten Bühne des Schützenplatzes durch die Luft wirbeln lässt. Nachdem alle Sinziger Tollitäten mit gelb-blauen Fahnen verabschiedet wurden, galt es wieder, den Lachmuskeln Arbeit zu geben. Wenn Frauen Gott fragen, warum er als Mann Cellulite erfunden hat, dann können nur Möhnen auf der Bühne gestanden haben. Eine Frauengruppe im besten Alter sang sich den Ärger aus dem Leib und fand Anklang im gemischten Publikum. Natürlich ließ sich auch das Urgestein Löhndorfer Karnevalskomik ihren Auftritt nicht nehmen. Luise Senscheid und Christina Fuchs zähmten die laute Zuhörerschaft. Die „zwei allerbesten Freundinnen“ zeigten, warum sie aus dem Programm der Möhnensitzungen nur schwer wegzudenken sind.


Jeckediz heizen dem Saal ein


Die Möhnen ließen sich zu ihrem 70. Jubiläum nicht lumpen. Obermöhn und Sitzungspräsidentin Cornelia Schlagwein freute sich zurecht, die Band „Jeckediz“ begrüßen zu dürfen. Mit Fernsehteam, ihren Instrumenten und einem großen Batzen Karnevalsstimmung fegten sie durchs Schützenhaus. „Wir kommen ja aus dem tiefen tiefen Süden Kölns - aus Bad Neuenahr-Ahrweiler“, scherzte der Frontmann der Gruppe. Mit Klassikern sowie mit eigenen Songs brachten die Musiker alle zum Klatschen, Singen und Tanzen - egal, ob auf dem Boden oder den Bänken. Schließlich mussten auch sie die Bühne wieder räumen und machten Platz für den diesjährigen Prinzen aus Westum. Prinz Rudi I. wurde begleitet von seinem Hofstaat und den Fidelen-Funken. Hier gab es nicht nur eine Tanzvorstellung, sondern auch Sologesang zu beklatschen.

Mit stimmlicher Liedgewalt ging es auch weiter.

Zum vierten Mal schon traten Melina Fuchs, Sonja Schmickler, Elisabeth Häring und Katharina Frank mit einer Gesangseinlage im Gepäck auf die Bühne. Dieses Mal hatten auch sie etwas Neues gewagt und selbst einen karnevalistischen Text auf die Hymne der Weather Girls gedichtet. Ihr Credo: Auch wenn es an Karneval regnet und die Zehen abfrieren, Löhndorf hat ein „Zuchkomitee“ und da wird nicht krank gemacht. Für den Gesang, den kreativen Text und die ansteckende Freude wurden sie mit reichlich Applaus belohnt. Mit Comedy op Kölsch ging es mit den „Ahrtalblömche“ weiter, die als Dauergast der Möhnen stets willkommen und gefeiert sind. Eine Rakete verdiente sich der Vorstand des Möhnenvereins mit dem Gesang über das Problem, den richtigen Mann zu finden. Die im Text vorkommenden Namen bannten noch mal die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Denn die Damen sangen stets von verheirateten - oder eben im Zölibat stehendenn - Liebhabern.

Sich dem Ende nähernd, huschten alle Möhnen in die Umkleide für das große Finale. Währenddessen schüttelten die „Bühnebützer“ in Popeye-Gewand ihre Astralkörper über die Bühne.


Ein Blick zurück und nach vorn


Und wie sollte es anders sein: Auch das Finale der Sitzung brachte die Vorfreude der Löhndorfer auf den Feierabendzug zum Ausdruck.

Mit Blick auf die Vergangenheit präsentierten die Möhnen Kostüme aus den bereits zurückliegenden Karnevalszügen, bei denen sie dabei waren. Und das Ende markierten die Möhnen mit ihrem Thema für den diesjährigen Zug.

Dem Einmarsch der Piratenbräute mit wehender Fahne jubelten die Karnevalsjecken lautstark zu. Und so änderte man den Text von Kasallas Hit „Pirate“ folgerichtig, denn in Löhndorf schmückt die besagte rote Pappnase den „Ohsekopp“.

Das bombastische Finale beendete eine Sitzung, die für Löhndorf erst den Anfang der Karnevalszeit bedeutet. Mit Zuspruch der Tollitäten im Kreis und dem gemeinsamen Ziel aller Stadtteile, eine jecke Zeit mit Freude zu füllen, sehen alle Mitwirkenden dem Freitag, 21. Februar mit Spannung und Motivation entgegen

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juergen mueller:
Ja - das Ordnungsamt ist viel mehr als nur "Knöllchen". Dafür braucht es auf dem Foto keiner mediengeiler politischer Vertreter, die keinen Anlaß auslassen, mit ihrer gestellten Anwesenheit darauf hinzuweisen, dass ohne sie nichts geht - ein Trugschluß, den noch nicht jeder begriffen hat. Man sonnt sich halt bei jeder Gelegenheit in Situationen, die anscheinend ohne künstlich politisch inszenierte Sonneneinstrahlung offensichtlich verblassen würden. Und die Farbe offenbart es dann doch - man bleibt halt "blass".
juergen mueller:
Wenn einem die Felle davon schwimmen, dann greift man halt nach etwas, was man mit seiner (un)sozialen Einstellung Jahrzehnte ganz einfach wissentlich ignoriert hat. Seit wann interessiert die SPD-Fraktion unter dem Fraktionsvorsitz von Lipinski-Naumann MENSCHEN mit niedrigen/mittleren Einkommen? Bisher konnten mit deren unverhohlenen Zustimmung Investoren ohne Rücksicht auf eine "soziale Quote" bauen auf Teufel komm raus. Diese plötzliche vermeintlich soziale Kehrtwende stinkt nur noch. Das einzig sinnvolle Instrument war bisher nur das, dessen Töne in den eigenen Kram passten. Diese Schleimer- u.Anbieterei um Wählerstimmen ist nur noch erbärmlich.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
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