Allgemeine Berichte | 24.11.2022, 10:30 Uhr

Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle (PSBB) des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V.

Suchtberatungsstelle informiert am bundesweiten Aktionstag

Von der Suchtberatung des Caritasverbands kamen (von links) Harald Müller, Anke Wagner, Maike Hiester und Monika Müller mit Passanten ins Gespräch. Foto: Caritas
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Kreis Ahrweiler. Die psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle (PSBB) des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V. bildet einen der vielfältigen Dienste des Verbandes ab. Die Suchtberatung und -behandlung unterstützt Menschen, die sich mit den Hintergründen ihres riskanten oder abhängigen Konsums bezüglich Alkohol, Medikamente oder Drogen auseinandersetzen und ihren Konsum verändern wollen. Dabei liegt die Orientierung an den individuellen Zielen, Bedürfnissen und Situationen der Klientinnen und Klienten. Gemeinsam werden Bewältigungskompetenzen erarbeitet, welche auf dem Weg aus der Abhängigkeit bzw. dem riskanten Konsum helfen sollen. Die Beratungsstelle ist oftmals die erste Anlaufstelle für Betroffene. Für Viele stellt die Kontaktaufnahme eine große Überwindung aufgrund von Schuld- und Schamgefühlen dar. Betroffene Menschen übernehmen häufig die gesellschaftlich verbreitete Auffassung, dass Alkoholabhängigkeit (Suchterkrankungen?) auf eine Charakterschwäche oder persönliches Versagen zurückzuführen sind. Dabei handelt es sich um eine anerkannte Erkrankung, die durch viele verschiedene Faktoren entstehen kann.

Auch Angehörige bekommen Raum, ihre Erfahrungen und ihre Anliegen auszudrücken. Sie bekommen Unterstützung dabei, Lösungen im Umgang mit ihren konsumierenden Angehörigen zu finden sowie für ein eigenes (vom Verhalten des Angehörigen unabhängiges) Leben. Alle Beratungsgespräche sind kostenfrei, auf freiwilliger Basis und unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.

Am 10. November fand der diesjährige bundesweite „Aktionstag Suchtberatung“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. statt, an dem sich auch die Suchtberatungsstelle Ahrweiler beteiligte.

Der Aktionstag stand unter dem Schwerpunkt „Wir sind für alle da…noch“. Denn: Die kommunale, ambulante Suchthilfe sieht sich aktuell noch stärker als zuvor mit den Auswirkungen der Coronapandemie sowie der Energiekrise konfrontiert. Das stellt einige Suchthilfe-Einrichtungen vor existenzielle Herausforderungen.

Die ambulante Suchtberatung übernimmt die unverzichtbare Aufgabe, suchtgefährdete und abhängigkeitskranke Menschen zu beraten und bei der Bewältigung ihrer Probleme zu unterstützen und je nach Bedarf in das medizinische Hilfesystem überzuleiten. Durch engagierte Netzwerkarbeit ist es möglich, vielfältige Notlagen zu erkennen und zu überwinden.

Am Informationsstand der PSBB vor der Geschäftsstelle der Caritas auf dem Landrat Joachim-Weiler-Platz in Ahrweiler wurde interessierten Passantinnen und Passanten Raum zum Austausch mit Fachkräften gegeben und die kommunal wertvolle Arbeit aufgezeigt. Mithilfe der Mitmachaktion, bei der auf Plakaten Mythen zum Alkoholkonsum zu lesen waren, kam man schnell ins Gespräch. Ein Beispiel: „Trinken auf nüchternem Magen macht schneller betrunken“. Durch das Einsortieren von Murmeln in zwei verschiedene Gefäße, die mit „Ja“ und „Nein“ beschriftet waren, konnten die Passanten entscheiden, ob sie den Aussagen zustimmten oder nicht. Hierbei kam es zu interessanten und lebendigen Gesprächen.

Von der Suchtberatung des Caritasverbands kamen (von links) Harald Müller, Anke Wagner, Maike Hiester und Monika Müller mit Passanten ins Gespräch. Foto: Caritas

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