Allgemeine Berichte | 24.03.2017

140 Jahre Dr. von Ehrenwall´sche Klinik in Ahrweiler

Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür

Ahrweiler. Anlässlich des 140. Geburtstages des Hauses öffnet die Dr. von Ehrenwall’sche Klinik am 1. April ihre Tore zum dritten Mal seit ihrem Bestehen. 13 Jahre nach dem zweiten Tag der offenen Tür hat sich im Ehrenwall natürlich wieder einiges getan. 2005 fand die feierliche Einweihung des Umbaus statt. Im Jahre 2005 wurde das Qualitätsmanagement eingeführt, so dass die Klinik 2007 das erste Mal zertifiziert werden konnte - nach KTQ, einem Standardverfahren im deutschen Krankenhauswesen. Nach der 130-Jahr-Feier in 2007 startete 2008 der Umbau von Speisesaal und Küche, der 2010 fertiggestellt werden konnte.

Die logistischen Anforderungen an die Mitarbeiter und die ausführenden Baufirmen waren bei diesem Projekt ganz außergewöhnlich groß, da unter Verzicht auf den Speisesaal und die bisherige Küche in einer „Not-Küche“ und in einem „Not-Speisesaal“ sowohl die Mahlzeiten zubereitet, als auch die Patienten verköstigt werden mussten. Die Mitarbeiter mussten in diesen beiden Jahren auf ihr gewohntes und geliebtes Essen im Haus verzichten. Das Ergebnis des Umbaus ist allerdings überzeugend, einmal was die moderne und sehr funktionale Küche angeht, besonders aber, was den hellen, großzügigen und freundlichen neuen Speisesaal betrifft. Im Jahre 2011 begann dann der Umbau und Neubau von Tagesklinik und Psychiatrischer Institutsambulanz (PIA).

Dazu mussten Teile der 1998 eingeweihten Tagesklinik abgerissen werden, die mit ihren 15 Plätzen den aktuellen Anforderungen nicht mehr entsprach. Es gelang auch hier ein helles und freundliches Ensemble zu gestalten, sodass in der Tagesklinik jetzt 30 Patienten Behandlungsplätze zur Verfügung gestellt werden und auch die Psychiatrische Institutsambulanz der steigenden Anzahl der Patienten gerecht wird. Während die Umbauarbeiten von Küche und Speisesaal wieder von unzähligen Überraschungen begleitet waren, waren die Arbeiten in Tagesklinik und PIA deutlich einfacher, da zum großen Teil neu gebaut werden konnte und Altlasten nicht zu berücksichtigen waren. Das hatte auch finanzielle Konsequenzen: Während die Umbauarbeiten in Küche und Speisesaal um einen Teil teurer wurden, als die geplanten Kosten, blieb man im Bereich Tagesklinik und PIA unter den geplanten Kosten. Im medizinisch-therapeutischen Bereich erhielt die Dr. von Ehrenwall´sche Klinik 2011 seitens der Landesregierung den Auftrag, als Modellprojekt eine Trauma-Ambulanz im Rahmen des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) aufzubauen. Gemeinsam mit der Psychosomatischen Klinik der Universität Mainz war die Dr. von Ehrenwall´sche Klinik als besonderer Kompetenzträger in diesem Bereich ausgewählt worden.

Inzwischen sind noch zwei andere Kliniken dazu gekommen und das Modellprojekt ist heute ein fest etabliertes Instrument der Behandlung von akut traumatisierten Menschen. Die Leitung der Trauma-Ambulanz wurde aufgrund ihrer jahrzehntelangen traumatherapeutischen Kompetenz Dr. Susanna Smolenski übergeben. Im personellen Bereich gab es insbesondere im Bereich der Klinikleitung einige Veränderungen: 2011 begann die langjährige Chefärztin der Abteilung Psychiatrie II, Dr. Susanna Smolenski, sich zurückzuziehen, bevor sie 2015 endgültig aus diesem Amt ausschied.

In diesen vier Jahren baute sie die Trauma-Ambulanz auf, die oben erwähnt wurde. Ihre chefärztliche Nachfolge übernahm Dr. Christiane Tholen-Rudolph, die bisher als Oberärztin in der Klinik arbeitete. 2012 übernahm Birgit Bertram die Verwaltungsleitung des Hauses. 2016 übergab Dr. Christoph Smolenski das Amt des Chefarztes der Abteilung Psychiatrie I an Dr. Katharina Friedrichs, die seit dem März 2016 Chefärztin dieser Abteilung ist.

Dr. Katharina Friedrichs arbeitete bereits früher als Assistenz- und Oberärztin an der Klinik, bevor sie einige Jahre als Oberärztin an einem anderen großen psychiatrischen Akutkrankenhaus tätig war. 2013 wurde der Reha-Bereich der Klinik nach „QM-Kultur-Reha“, einem ISO-basierten Verfahren, erstmalig zertifiziert. Nachdem über viele Jahre ein neues Entgeltsystem für die Psychiatrie diskutiert und nach zahlreichen Änderungen etabliert wurde, entschloss sich die Klinikleitung dann zum 1. Oktober 2016 das neue Entgeltsystem einzuführen – ein Vorgang, der mit sehr viel personellen und finanziellen Aufwendungen vollzogen wurde.

In der Zwischenzeit gab es daneben einige besondere Ereignisse: 2014 fand ein Symposium „25 Jahre Tanztherapie“ unter großer nationaler und internationaler Beachtung statt und in 2015 ein Symposium „25 Jahre Traumatherapie“. In diesem Rahmen wurde auch Dr. Susanna Smolenski aus ihrer aktiven Tätigkeit verabschiedet. Unbeeinträchtigt durch all diese geschilderten Vorgänge blieben das große therapeutische Engagement des Hauses und die Pflege der Vernetzung mit den lokalen psychosozialen Anbietern.

Es soll durch diesen Tag der offenen Türe die Verbindung zwischen Psychiatrie und Bevölkerung verbessert, Ängste abgebaut und die Schwellen erniedrigt werden. Die Mitarbeiter stehen den Besuchern am 1. April von 10 bis 16 Uhr mit Führungen und einem reichhaltigen Informationsprogramm zur Verfügung.

Der kulinarische Aspekt wird an diesem Tag nicht zu kurz kommen – man wird an verschiedenen Stellen im Klinikum Gelegenheit haben, sich auszuruhen und sich zu stärken. Um 12.10 Uhr und 14.10 Uhr haben die Besucher außerdem Gelegenheit, eine geführte Fahrt mit dem Ahrtalexpress um das Klinikgelände zu machen. Ebenso wird eine Sonderauflage der Mitarbeiterzeitung BITZ zu erwerben sein, die neben viel Informativem auch eine ausführliche historische Darstellung der 140 Jahre Dr. von Ehrenwall´sche Klinik bietet.

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