Allgemeine Berichte | 13.06.2017

Autofrei von Winningen bis Pünderich

Tausende waren auf Rädern und Rollen happy an der Mosel

Nicht nur Fahrräder kamen zum Einsatz, auch auf Rollen ließen sich viele Kilometer entlang der Mosel bewältigen.EP

VG Rhein-Mosel/VG Cochem. Am vergangenen Sonntag hieß es zum 25. und zum letzten Mal „Happy Mosel“. Der Raderlebnistag, der tausende Radfahrer, Skater und auch Wanderer anlockte, wird nicht mehr stattfinden. Zwischen Winnigen und  Pünderich war die Moseluferstraße auf 85 Kilometern für den motorisierten Verkehr gesperrt, die Teilnehmer erwartete ein autofreier Genuss in einer herrlichen Kulturlandschaft. Viele Moselgemeinden an der Strecke hatten gemeinsam mit ortsansässigen Vereinen ein tolles Programm für Groß und Klein zusammengestellt. Und über das Raderlebnis hinaus konnten sich die Besucher mit regionalen Spezialitäten aus Küche und Keller verwöhnen lassen.

Radsportler und Gourmets kamen auf ihre Kosten

Eine „Kulinarische Radroute“ führte in ausgewählte Restaurants, wie zum Winzerhof Gietzen in Hatzenport oder zum „Winzerhaus am Brunnen“ in Kobern-Gondorf. In Winnigen warteten gleich drei Restaurants auf die mobilen Gäste, auch die „Brunnenklause“, das Hotel „Moselblick“ und das Winzercafé „Zur alten Post“ boten Radlern freundliche Gerichte vom Feinsten an. Aber auch auf unkompliziertere Art konnten Hunger und Durst gestillt werden. In Löf wurde die Moseluferstraße zur Erlebnisstrecke für Leib und Seele, die zur Rast einlud. Die ortsansässigen Gastronomen und Winzer boten kulinarische Leckerbissen an, dazu machte die Band „Zufallsexperiment“ Stimmung mit ihrer Livemusik. „Das machen sie ehrenamtlich, sie spielen den ganzen Tag“, freute sich Ortsbürgermeister Rudi Zenz. Die meisten Bandmitglieder sind Löfer, da fiel die Loyalität zu ihrem Ort nicht schwer. Als Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Mayen-Koblenz e.V. besuchte der Bürgermeister die tapferen Männer beim Fahrrad-Pannenservice der Kreisverkehrswacht in der Alten Moselstraße, die der sengenden Hitze trotzten. Während sie so manches Problem am Rad lösten, konnten Interessierte sich unter ihrer Regie bei einem Fitness- und Reaktionstest oder einem Fahrrad-Parcours beweisen.

Kattenes rief zum „Sattelfest“, rund um das Bürgerhaus gab es kulinarische Köstlichkeiten und diverse Attraktionen. Eine große Hüpfburg erfreute die Herzen der Kleinen. Neben Grillspezialitäten und Getränken boten die Veranstalter in Lehmen die Möglichkeit, die Aussichtsplattform „Schleuse“ zu besuchen. Wer Lust auf Kultur hatte, konnte in Gondorf das Historische Weinmuseum besuchen, gleichzeitig fand in Kobern ein Pfarrfest an der Kirche statt.

Auch in Winningen gab es einen Fahrrad-Pannenservice. „Der kleine Fahrradladen“ im Bahnhof war sogar unter einer Notrufnummer erreichbar. Die Vinothek am Weinbrunnen hatte ihre Pforten für Besucher geöffnet und offerierte eine Weinprobe.

Engagierte Rettungskräfte und freiwillige Helfer

Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz waren im Einsatz, um die Sicherheit bei „Happy Mosel“ zu gewährleisten.

Zur Entlastung der Zufahrtswege waren dreizehn zusätzliche Züge eingesetzt worden, die zwischen Koblenz und Bullay an allen Moselbahnhöfen anhielten.

Das große ehrenamtliche Engagement aller Helfer und die vielfältige Unterstützung durch die teilnehmenden Gemeinden in den vergangenen Jahren machten diesen Erlebnistag 25 Jahre möglich. Zum Finale lachte die Sonne den ganzen Tag und trug dazu bei, dass viele Menschen happy an der Mosel waren.

EP

Die Männer der Kreisverkehrswacht Mayen-Koblenz e.V. trotzten der sengenden Hitze und lösten so manches Problem am Rad.EP

Die Männer der Kreisverkehrswacht Mayen-Koblenz e.V. trotzten der sengenden Hitze und lösten so manches Problem am Rad.Foto: EP

Entspannung bei den Rettungskräften. Auch sie mussten kaum nennenswerte Einsätze verzeichnen. Cochems Bürgermeister Wolfgang Lambertz (r.) informierte sich vor Ort.TE

Entspannung bei den Rettungskräften. Auch sie mussten kaum nennenswerte Einsätze verzeichnen. Cochems Bürgermeister Wolfgang Lambertz (r.) informierte sich vor Ort.Foto: TE

„Geht nicht, gibt’s nicht“ sagte sich dieser Radler wohl und fand eine patente Lösung.EP

„Geht nicht, gibt’s nicht“ sagte sich dieser Radler wohl und fand eine patente Lösung.Foto: EP

Auch in der Kreisstadt Cochem hatten Fahrradfahrer und Inline-Skater bei der vorerst letzten Veranstaltung noch einmal autofreie Fahrt.TE

Auch in der Kreisstadt Cochem hatten Fahrradfahrer und Inline-Skater bei der vorerst letzten Veranstaltung noch einmal autofreie Fahrt.Foto: TE

Ein aktuelles Video zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.blick-aktuell.tvReinschauen lohnt! Viel Spaß.

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Nicht nur Fahrräder kamen zum Einsatz, auch auf Rollen ließen sich viele Kilometer entlang der Mosel bewältigen. Foto: EP

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