Allgemeine Berichte | 30.11.2021

Leserbrief

Tiere sind kein Geschenk „Autsch! Mein Ohr!“

„Mama! Mama!“ Autsch! Dieses lang gezogene schrille „aaaa“ mit Überschallqualität zerfetzt mir mein Trommelfell. Schon wieder. Gefühlte 50 mal seit wenigen Tagen. Nun! Meine kleine Tochter überraschte mich mit der Aussage: „Mama, ich wünsche mir zu Weihnachten einen Hund.“ Das saß. Ich wusste darauf so spontan keine Antwort und meinte nur: „Schauen wir mal.“ Ich habe auch bis jetzt keine Antwort, aber mal ehrlich. Ich bekomme auch immer einen verklärten Blick, wenn ich den Hund einer Bekannten sehe. Ich habe über dieses Thema jedoch noch nie nachgedacht.

Ein Tier ist ein fühlendes Lebewesen mit Bedürfnissen und kein Spielzeug, welches man ins Tierheim bringt oder gar aussetzt, wenn man keine Lust mehr auf es hat. Mein Mann arbeitet Vollzeit und ich bin beruflich halbtags eingespannt. Kann der Hund alleine bleiben? Was ist, wenn er krank ist? Meine Tochter ist noch klein. Wird sie mit ihm Gassi gehen, ihn füttern, mit ihm spielen, von den Hinterlassenschaften, die auch mal im Haus passieren können, ganz zu schweigen.

Oder verliert sie in kurzer Zeit das Interesse und alles bleibt an mir hängen? Ist sie aufgrund ihres Alters noch zu ruppig mit ihm, so dass er mal beißen könnte? Was ist mit Tierarztrechnungen oder gar einer teuren OP? All diese Fragen müssen geklärt werden, bevor ein Hund oder auch ein Kleintier etc. ins Haus kommt. Nun, beim nächsten Verbalangriff meiner kleinen Tochter werde ich das lang gezogene schrille „aaaa“ ablocken, sie ihn den Arm nehmen und ihr versprechen, dass ich über dieses Thema ernsthaft nachdenken werde. Ich nach den Feiertagen den Familienrat einberufen werde (Papa, Mama, Tochter) und wir gemeinsam das Pro und Contra besprechen werden. Und dann, ja erst dann (!!) werden wir uns im Tierheim beraten lassen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Ich denke, das bin ich Schnuffi, Wuffi oder wie auch immer das vierbeinige neue Familienmitglied heißen würde, schuldig.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen und explizit den Müttern mit kleinen Kindern, ein friedvolles Weihnachtsfest.

Ilona Bitomsky,

Wachtberg

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