Allgemeine Berichte | 05.04.2022

Ev. Kirchengemeinde Rheinbach

Tolle Darbietung sorgte für begeisterten Applaus

Konzert „Küche war gestern“ präsentierte ausschließlich Werke von Komponistinnen

Pianistin Natalia Gamper und Mezzosopranistin Lydia Krüger. Foto: privat

Rheinbach. Gut besucht war die „Musik in der Gnadenkirche“ am ersten Aprilwochenende in Rheinbach.

Die aus Rheinbach stammende Mezzosopranistin Lydia Krüger und Pianistin Natalia Gamper brachten an diesem Abend unter der Überschrift „Küche war gestern“ Werke ausschließlich von Komponistinnen zu Gehör. Dass es für Frauen früher nicht leicht war, neben der ihnen zugedachten Rolle als Ehefrau zu komponieren, die Kompositionen veröffentlichen zu lassen oder zur Aufführung zu bringen, wurde direkt zu Beginn des Konzertes klar. Lydia Krüger berichtete nach dem Eingangslied „Warum sind denn die Rosen so blass“ von Fanny Hensel (der älteren Schwester von Felix Mendelssohn-Bartholdy) etwas zu deren familiärer Situation und den Erwartungen der Eltern, die Fanny als bloße Ehefrau sehen wollten und nur ihrem Bruder gestatteten Komponist zu werden. Dass die Werke von Fanny Hensel ebenso wie die Werke von Clara Schumann, Ilse Weber und Josefine Lang, von denen auch Lieder erklangen, den Kompositionen ihrer männlichen Zeitgenossen jedoch in nichts nachstehen, wurde an diesem Abend sehr deutlich.

Und so kamen die in der Gnadenkirche anwesenden Zuhörer in den Genuss von leider viel zu selten zu hörenden Liedern der Komponistinnen. Wie dankbar alle für diese Stückauswahl, die Hintergrundinformationen und vor allem die tolle Darbietung der beiden Musikerinnen waren, konnte man dem begeisterten Applaus des Publikums deutlich entnehmen.

Pianistin Natalia Gamper und Mezzosopranistin Lydia Krüger. Foto: privat

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