Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Unterschriftensammlung für den Erhalt der Personenfähre zwischen Bad Hönningen und Bad Breisig

Über 1.400 Bürger, Kunden und Gäste wollen „ihre“ Fähre zurück

Ulrike Baum und Franz Herz überreichten Unterschriftensammlung an Stadt und Verbandsgemeinde

19.04.2016 - 12:08

Bad Hönningen. Wie BLICK aktuell in der Ostergabe berichtete („Erfolgreiche Kooperation über den Rhein hinweg“) gab es im März ein konstruktives Gespräch zwischen den Stadtbürgermeistern Guido Job und Gabriele Hermann-Lersch sowie den beiden Leitern der Tourist-Informationen Detlef Odenkirchen und Holger Klemm um in einem erstmaligen Austausch über eine gemeinsame touristische Kooperation zu sprechen.

Ausgerechnet da fehlt dann im ersten Jahr die Personenfähre, die Bad Hönningen und Bad Breisig seit vielen vielen Jahren über den Rhein hinweg verband (Aufzeichnungen reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück).

Ein Anliegen, dass nicht nur für Bürgerinnen und Bürger zum gegenseitigen Besuch oder Einkaufen, sondern auch den vielen Gästen bei kulturellen Veranstaltungen am Herzen lag, griff nun die Bad Hönninger Werbegemeinschaft auf und führte eine Unterschriftensammlung durch.

Hintergrund: Der Personenfährbetrieb kam nach dem Tod von Helmut Mürl im vergangenen Jahr zum Erliegen. Die Personenfähre liegt seitdem am Bad Breisiger Ufer (firmeneigener Steiger) vor Anker und der Verkehr wurde eingestellt. Vorerst zumindest, das erhoffen sich nun die über 1.400 Unterstützer der Unterschriftenaktion.


Gegenseitig befruchtend


„Die Werbegemeinschaft Bad Hönningen und alle unten aufgeführten Unterzeichner unterstützen die Bemühungen der politisch Verantwortlichen in Bad Hönningen und in Bad Breisig, dass die Personen-Fährverbindung zwischen beiden Orten wieder hergestellt werden kann. Gerade in der heutigen Zeit, eine bereits bestehende Verbindung ersatzlos aufzugeben ist der falsche Weg. Diese Verbindung ist befruchtend für den Einzelhandel, das Gewerbe, die Gastronomie und alle Bewohner beider Rheinseiten. Da Bad Breisig und Bad Hönningen touristisch zusammen arbeiten wollen, stellt diese Fährverbindung einen wichtigen Punkt in der Vermarktung, sowohl für die Bürger beider Orte und im Besonderen für Gäste dar. Die Unterzeichner sind Eigentümer, Inhaber, Betreiber und Mitarbeiter von Betrieben der Gastronomie, der Hotellerie, des Handels und Dienstleistungen, sowie Gäste und Kunden dieser Betriebe.“ So der Wortlaut der Werbegemeinschaftsaktion. Die 1.400 Unterschriften kamen durch Auslage in Gewerbe- und Gastronomiebetrieben, dem Rathaus und der Kristall-Rheinparktherme zusammen und wurden nun von Ulrike Baum (1. Vorsitzende der Werbegemeinschaft) und Franz Herz (Geschäftsführer) an Stadtbürgermeister Guido Job und Detlef Odenkirchen (Abteilungsleiter Strukturentwicklung und Tourismusförderung der Verbandsgemeinde Bad Hönningen) überreicht.

Auch in Bad Breisig gibt es eine Unterschriftenaktion mit bislang rund 330 Unterschriften. Hier ist die Befragung der Bürgerinnen und Bürger aber noch nicht abgeschlossen, die Listen liegen noch aus.


Erwartungen übertroffen


Dabei zeigten sich die Überbringer doch sehr erstaunt über die sehr hohe und beachtliche Teilnehmerzahl, die somit ein klares Votum zur Fähre ausspricht.

„Es fehlt etwas“, waren sich alle Anwesenden bei der Aushändigung im Rathaus einig. Die Touristiker bekamen dazu den Auftrag auch weitergehende Möglichkeiten zu prüfen, um die schönen Orte am Mittelrhein in unserer Region miteinander zu verbinden, das gemeinsame Interesse umzusetzen und einen „Hauch von Nostalgie“ wieder aufleben zu lassen. Dazu zählen auch die verschiedenen Angebote der beiden Thermen und nicht zuletzt die Tatsache, dass man nur hier zwei „Bäder“-Kurorte gegenüber liegen hat, die nur durch den Rhein getrennt werden. Um in die beiden Innenstädte zu gelangen, sei die bestehende Autofähre zu weit außerhalb, die Personenfähre soll dem Fußgänger den direkten Weg wieder ermöglichen.

Ob das selbe Boot wie bisher genutzt werden könnte, bleibt zunächst offen. Es ist in die Jahre gekommen. Unter anderem sind hier die alle fünf Jahre stattfindende Prüfung der Schiffsuntersuchungskommission (SUK) und natürlich auch ein Verhandlungsangebot der Familie Mürl ausschlaggebend.


Viele Gerüchte


Zur Zeit besteht noch reichlich Klärungsbedarf und es kursieren viele falsche Gerüchte. Mit der Unterschriftenaktion ist nun erstmal ein deutliches Zeichen gesetzt und Stadt und Verbandsgemeinde haben durch die Befragung der Werbegemeinschaft die konkrete Aufgabe erhalten in Richtung „Wiedereinsatz einer Personenfähre“ Überlegungen anzugehen und entsprechende Maßnahmen zu finden beziehungsweise auf ihre Umsetzung hin zu prüfen.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
22.04.2016 09:04 Uhr
Rolf Horstkamp

Gab es tatsächlich im März 2016 erstmalig!!!! ein Gespräch
über eine touristische Kooperation?
Überlegungen beginnen usw. hört sich sehr langfristig an, so nach
20.3.2030.



20.04.2016 15:15 Uhr
Heinz Fleißner

Der Petition kann ich nur zustimmen.
Die Fährverbindung sollte wieder in Betrieb gehen.
Viele ältere Damen und Herren ist der Weg zur Autofähre und auf der anderen Seite zum Stadtkern zu lang.
Mit der Personenfähre bin ich viel schneller vor Ort.
Außerdem sollte die Möglichkeit für Shopping, Gastronomie und kulturelle Angebote auf beiden Seiten gegeben sein.
Davon profitieren Bad Breisig und Bad Hönningen.gleichsam.
Unter diesem Aspekt, muß die Fähre ganz einfach wieder in Betrieb genommen werden.
Dem kann und darf sich Bad Breisig und Bad Hönningen nicht verweigern.



Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Erwin Rüddel motiviert zur Teilnahme am bundesweiten Mitmachtag

„Wasser“ ist Thema zum „Tag der kleinen Forscher“

Kreis Neuwied. „Von der Quelle bis ins Meer – Wasser neu entdecken“, lautet das Motto zum diesjährigen bundesweiten Mitmachtag der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. „Die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Bildungsinitiative ist die deutschlandweit größte Initiative für Bildung in Mathematik, Information, Naturwissenschaften und Technik, die sich an Drei- bis Zehnjährige richtet“, teilt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel mit. mehr...

Weitere Berichte

Erwin Rüddel: „Das Land muss den Landbetrieb Mobilität personell stärken“

Umgehung Straßenhaus könnte bereits im Bau sein

Straßenhaus. „Die mit einem großen Plakat an der B 256-Ortsdurchfahrt von Straßenaus deutlich gemachte Forderung des Ortsgemeinderates zur dringlich erforderlichen, unverzichtbaren Fertigstellung der Umgehung bis 2024 ist mehr als berechtigt und wird von mir weiterhin nachdrücklich unterstützt. mehr...

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Wahl von Grundstück und Grundriss

Kreis Neuwied. Mit der Wahl des Grundstücks wird die erste Entscheidung darüber getroffen, wie ein Haus einmal aussehen wird – vor allem, wenn es mit wenig Heizenergie auskommen soll. mehr...

Politik
Agrarpolitischer Austausch mit CDU-Politikern

Land schafft Verbindung Westerwald Taunus e.V.

Agrarpolitischer Austausch mit CDU-Politikern

Waldbreitbach. Am Samstag, 30. Mai 2020 wurde der Vorstand des LSV Westerwald Taunus e.V. (i.Gr.) zu einem Treffen verschiedener Vetreter der CDU auf dem Hofe Eudenbach in Waldbreitbach gebeten. Um dieses Gespräch wurde von Seiten der CDU gebeten. mehr...

Entenküken aus Gully gerettet

Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Vallendar

Entenküken aus Gully gerettet

Vallendar. Vier kleine Entenküken waren in der vergangenen Woche bei einem Familienausflug mit der Mutter auf der Jahnstraße in einen Gully gefallen. Die grüne Stadträtin Leonie Halter hatte auf ihrer Fahrt in die Stadt die Entenfamilie bemerkt und angehalten. mehr...

Neue Aussichtsbank mit Eifelblick

Bündnis 90 / Die Grünen Bendorf

Neue Aussichtsbank mit Eifelblick

Bendorf. Auf der Bendorfer Loh am stark von Wanderern frequentierten Saynsteig hat der Ortsverband Bendorf von B90/Die Grünen jetzt eine Ruhebank mit herrlichem Blick auf das Rheintal und die Vulkankegel des Kreises Mayen-Koblenz aufgestellt. mehr...

Sport
Gemeinsam in die Natur

Nordic-Walking-Angebot des VfL Waldbreitbach

Gemeinsam in die Natur

Waldbreitbach. Durch den veränderten Alltag während der Corona-Pandemie haben viele Menschen die Natur und deren Erholungsqualität (wieder) für sich entdeckt. Nordic-Walking verbindet Ganzkörpertraining mit den Vorteilen von Bewegung an der frischen Luft. mehr...

SV Niederbachem 1947 e.V.

Jahreshauptversammlung

Niederbachem. Der SV Niederbachem 1947 e.V. lädt zur Jahreshauptversammlung 2020 ein. Diese findet am Montag, 15. Juni ab 19 Uhr im Vereinsheim des SV Niederbachem 1947 e.V. statt. Es wird ein neuer Vorstand gewählt. mehr...

Wirtschaft

- Anzeige -evm-Kundenzentren wieder regulär geöffnet

Standorte begrüßen Kunden zu gewohnten Zeiten

Region. Elf der insgesamt 14 Kundenzentren der Energieversorgung Mittelrhein (evm) öffnen wieder zu den gewohnten Zeiten. Die Standorte in Linz und Gerolstein sind weiterhin eingeschränkt geöffnet, Sinzig muss vorerst geschlossen bleiben. mehr...

Lichtblick in der Corona-Krise

- Anzeige -Fitness-Studio der Römer-Thermen wurde wiedereröffnet

Lichtblick in der Corona-Krise

Bad Breisig. Großes Aufatmen bei den Stammgästen des Fitness-Studios in den Römer Thermen: Am 29. Mai öffnete das Fitness-Studio der Römer Thermen wieder seine Tore. mehr...

Beschäftigte im Landkreis Ahrweiler waren im Jahr 2019 seltener krankgeschrieben

Unterdurchschnittlich viele Beschäftigte krank

Kreis Ahrweiler. Die Beschäftigten im Landkreis Ahrweiler waren im Jahr 2019 seltener krankgeschrieben als im Landesdurchschnitt. Das geht aus Daten der Krankenkasse BARMER hervor. Der Krankenstand in... mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Wollen Sie dieses Jahr Urlaub in der Region machen?

Ja, klar! Ich habe schon gebucht.
Mich zieht es in die Ferne!
Sehr gern, aber ich weiß noch nicht genau, wann und wo...
Nein, ich fahre lieber an die See.
Hier kenne ich doch bereits jeden Winkel!
Ehrlich gesagt: Weiß nicht.
aktuelle Beilagen
 
Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.