Dreitägiges Latscho-Festival mit 13 Bands: gemeinnütziger Verein hatte sich Zentralplatz für sein Event ausgesucht
„Umsonst und draußen“ war das Motto der musikalischen Subkultur
Koblenz. „Latscho“ kommt aus dem Romanes (Sprache der Roma) und bedeutet „Super“ oder „Alles gut“.
Und so war es auch bei dem 5. Event, das Latscho Koblenz, gemeinnütziger Verein zur Förderung von Kultur und demokratischen Werten gegründet 2020, organisiert hatte. „Umsonst und draußen“ hieß das Motto dieser musikalischen Subkultur.
Die mehr als 50 aktiven Mitglieder mit über 30 lokalen Partnern setzen sich für die Belange von Künstlern und diskriminierten Gruppierungen ein. Dazu schreibt der Vorstand, bestehend aus Marcel, Thaly, Davina, Mona, Mark und Sebastian: „Bei uns steht der gemeinsame Einsatz für soziale Teilhabe im Mittelpunkt. Durch das ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder können wir eine breite Palette an Materialien und Dienstleistungen fast kostenfrei anbieten oder sogar selbst fördern. Unsere Mission ist es, (Sub-) Kultur für alle zugänglich zu machen.“
So war auch das Latscho-Festival, das mit Punkerkaraoke begann, die jedoch kaum frequentiert wurde. Schließlich gab es nicht nur in Koblenz, sondern auch von Lahnstein bis zum Wiedtal jede Menge Events.
Mehr Interesse zeigten Besucher am zweiten und dritten Festival-Tag an denen insgesamt 13 Bands aus Koblenz und Umgebung u.a. mit Punk, Ska, Hardcore, Indie, Blues und Reggea aufwarteten.
Viel Beifall gab es für die erst ein Jahr alte Gruppe „Tenger“. Das sind vier junge Frauen aus Koblenz und Neuwied, die sich musikalisch zwischen Garage, Indie und Post-Punk bewegen.
Die Band „Bastard of Young“ ist das Soloprojekt von Julian Weller aus dem Raum Koblenz, die Punkrock auf der Akustikgitarre und das Wesentliche reduzierten.
Das Trio „Soulmatic“ aus dem Westerwald verband Blues, Bluesrock und Reggae zu einem druckvollen, groove-orientierten Livesound, der tanzbar war.
Die Wahl-Koblenzer „Cockpit Club“ verbanden Rock, Punk und Pop und lassen sich unter anderem von „Madsen“, „Kraftklub“ und „Die Ärzte“ inspirieren.
Die Trash-Metal-Band „Secutor“ aus Koblenz sorgte mit neuer Besetzung für mehr Speed, Aggression und Energie.
Natürlich gab es beim Festival auch Essen aus einem Zelt mit Pizzen und Getränke aus dem Bierbrunnen, was bei der Hitze gut ankam. HEP
Tenger heißt diese Gruppe aus dem Raum Koblenz Neuwied.
Beim Punkerkaraoke zu Beginn des Latscho Festivals traten diese beiden Mädchen auf.
Viel Beifall gab es auf dem Zentralplatz für die Gruppe Tenger.
Die Auftritte beim Latscho Festival lockten zahlreiche Besucher an die Bühne. Fotos: HEP