Grundschule Dohr besuchte das Kreiswasserwerk
Unserem Trinkwasser auf der Spur
von Tim Hilken, Klasse 4
Faid. Die 4. Klasse der Grundschule Dohr war unserem Trinkwasser auf der Spur. Im Kreiswasserwerk Faid erklärte der Mitarbeiter Martin Peifer der 4.Klasse, einer Begleitperson und den Lehrerinnen Regina Haase und Eileen Krämer die Wasserbrunnen. Bei der Erklärung zeigte Herr Peifer den Kindern ein Video von den fünf Wasserbrunnen in Strohn.
Dieses Video wurde vom Wasserwerk extra für diesen Besuch aufgenommen. Die Dörfer oder Städte, die von den Strohner Wasserbrunnen versorgt werden, haben Glück mit ihrem Wasser, da es durch viele reinigende Erdschichten fließt. Dadurch hat es eine sehr gute Wasserqualität. Anders ist es bei den Dörfern oder Städten, die ihr Wasser aus dem Uferfiltrat der Mosel gewinnen. Hier muss das Wasser aufwändig aufbereitet werden, damit es Trinkwasserqualität hat. Hierfür trägt das Kreiswasserwerk Sorge. Für die Kinder war es spannend herauszufinden, welchen Weg ihr Wasser nimmt, bevor es aus den Wasserhähnen ihrer Wohnorte Faid, Dohr und Brauheck strömt. Das Wasser aus den Strohnern Brunnen wird durch die drei Schutzzonen geschützt. Die 1.Schutzzone ist ein Zaun, der einen Radius von 10 Metern hat. Die 2.Schutzzone ist die 50 Tage Zone. Die 50 Tage Zone ist eine Zone, wo das Wasser 50 Tage bis zum Wasserbrunnen braucht.
Die 3.Schutzzone ist die Wasserscheide, die sich auf dem Gipfel eines Berges in der Nähe befindet.
Die Wasserscheide ist ein Begriff für die Entscheidung des Wassers, auf welcher Seite des Berges es hinunter laufen soll. Unser Wasser wird aus den 40 Meter tiefen Grundwasserbrunnen bei Strohn in der Eifel gepumpt. Im Keller des Pumpenhauses wird das Wasser keimfrei gemacht. Dafür verwendet das Kreiswasserwerk entweder circa sechs Tropfen Chlor auf 1000 Liter oder bestrahlt das Wasser mit UV (ultravioletten) Strahlen.
Das Grundwasser besitzt nun Trinkwasserqualität und wird zur Lagerung auf den höchsten Berg in der Nähe, den Römerberg, gepumpt. Dort befindet sich ein Hochbehälter, der 1,5 Millionen Liter frisches Trinkwasser fasst. Hier liegt unser wertvolles Trinkwasser in zwei riesigen Becken gut geschützt, kühl und dunkel. Bevor das Trinkwasser aber zu uns gelangt, fließt es vom Römerberg in den Hochbehälter auf dem tiefer gelegenen Klausberg bei Weiler/Gevenich. Nachdem die Kinder nun wussten, welchen Weg ihr Wasser nimmt, führte Martin Peifer die Gruppe durch die Lagerhalle des Wasserwerks. Dort gab es eine Menge zu sehen: Dicke Wasserleitungen mit einem Durchmesser von 40 cm, dünne Wasserleitungen mit einem Durchmesser von nur 4 cm,
Wasserleitungen, die unterschiedliche Formen, Größen und Längen hatten. Die Kinder bekamen auch einen Wasserzähler gezeigt, der in jedem Haushalt vorhanden ist. Erstaunt erfuhren die Kinder, wie stark Wasser ist. Unvorstellbar, dass Wasser sogar Löcher in Wasserleitungen frisst oder Rohrbrüche verursacht. Früher waren Wasserleitungen aus Stahl, heute sind sie aus Kunststoff. Am Ende bekamen die Kinder noch das Labor gezeigt. Im Labor haben sie sieben verschiedene Wasserproben, die Herr Peifer vorbereitet hatte, getestet. Die Proben wurden genau unter die Lupe genommen, gerochen, geschmeckt und bewertet. Es war für die Kinder äußerst schwierig herauszufinden, welche Probe sauer, süß oder salzig war. Damit zeigte Herr Peifer den Kindern, wie wichtig es ist, dass Wasser ständig zu untersuchen, um die Qualität des Trinkwassers zu gewährleisten. Beeindruckt verließen die Kinder und Erwachsenen nach zwei Stunden das Kreiswasserwerk. Sie dankten den Mitarbeitern des Wasserwerks, die sich sehr viel Mühe gemacht haben, alles gut und interessant zu vermitteln.
von Tim Hilken, Klasse 4
