Allgemeine Berichte | 03.08.2021

Bischof Ackermann schreibt nach Flutkatastrophe an die Menschen im Bistum

Vereint im Erschrecken und in der Solidarität

Trier. „Haben wir acht aufeinander.“ Mit dieser Bitte um Verbundenheit hat sich der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am 29. Juli in einem Brief an die Menschen im Bistum gewandt. Er erinnert daran, dass vor zwei Wochen Menschen in mehreren Regionen des Bistums und darüber hinaus von einer furchtbaren Flutkatastrophe getroffen wurden. „Über Nacht verloren Menschen ihre Wohnungen, ihre Häuser, ihre Existenzgrundlage, ja sogar ihre Liebsten.“ In vielen Begegnungen, Erzählungen sowie in der öffentlichen Berichterstattung habe sich ihm gezeigt, dass das ganze Bistum nicht nur über die Nachrichten und über persönliche Beziehungen an den schrecklichen Ereignissen an der Ahr, in der Eifel und im Trierer Raum teilnehme, schreibt Ackermann, sondern leisteten einzeln, als Gruppen oder als Mitglieder von bestimmten Organisationen tatkräftige Hilfe. „So sind wir im Bistum Trier nicht nur vereint im Erschrecken und in der Betroffenheit über die Auswirkungen der Naturkatastrophe. Wir spüren auch eine Gemeinschaft in der Solidarität.“ Der Bischof dankt für diese „überwältigende Welle der Hilfsbereitschaft aus der unmittelbaren Nachbarschaft ebenso wie aus dem ganzen Land“. Auch aus anderen Bistümern erreichten ihn Solidaritätsbekundungen und Hilfszusagen.

Es sei klar, dass die Beseitigung der Schäden und der Wiederaufbau „einen langen, langen Atem“ brauchen. „Das gilt ebenso und vielleicht noch viel mehr für die inneren Verletzungen und Belastungen, die das Unglück in den Seelen zugefügt hat und das vielleicht äußerlich noch nicht sichtbar ist.“ Die immer noch nicht überwundene Corona-Pandemie und die jüngste Flutkatastrophe zeigten: „Wir sind und bleiben auch im 21. Jahrhundert als einzelne und als menschliche Gemeinschaft verletzlich. Umso wichtiger ist es, ein offenes Ohr und ein waches Herz füreinander zu haben.“

Ackermann schreibt weiter, es brauche nun die Zeit, die Ereignisse innerlich an sich heranzulassen, ob man nun direkt oder indirekt von dem Geschehenen betroffen sei. Eine wichtige Aufgabe der kirchlichen Gemeinschaft sehe er darin, „Orte und Gelegenheiten zu schaffen, um dem Erlebten und Erlittenen Raum zu geben, damit es zur Sprache kommen kann in Trauer und Klage, als Frage und als Dank“. Dem christlichen Glauben sei das alles nicht fremd: „Er lässt dies zu, bietet Hilfe zur Bewältigung an, die nicht bloß ausgedacht ist, sondern auf konkreten Erfahrungen von Menschen beruht, nicht zuletzt in Krisensituationen.“ Viele Menschen hätten in den letzten beiden Wochen trotz allem Schrecken eine „einzigartige und kostbare Erfahrung von Gemeinschaft“ gemacht, die es zu bewahren gelte: „Im Glauben haben wir dazu die wunderbare Möglichkeit des Gebetes: Es verbindet uns miteinander auch dann, wenn die sichtbare Gemeinschaft nicht (mehr) gegeben ist. Zugleich bindet uns das Gebet an Gott, den Ursprung des Lebens und aller Gemeinschaft.“

Pressemitteilung

Bischöfliche

Pressestelle Trier

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Daueranzeige
Essen auf Rädern
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft
SB Standesamt
Ostergrußanzeige
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
31

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2268

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2025
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Anlagenmechaniker
Tag der offenen Tür
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Anzeige KW 14
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Anzeige Lange Samstage
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in