Männer-Gesang-Verein „Condordia“ Fritzdorf feierte 140-jähriges Jubiläum
Vielstimmiges Jubiläumskonzert in der Mehrzweckhalle
Zehn Chöre nach Fritzdorf geladen
Wachtberg-Fritzdorf. Eine Seltenheit sei ein solches Jubiläum geworden, liest man in den Grußworten der Bürgermeisterin und Schirmherrin in der Festschrift zum 140. Jubiläum des Männer-Gesang-Vereins „Concordia“ Fritzdorf 1879. Sie ließ es sich nicht nehmen, den sangeskräftigen Männerstimmen Anfang Juni zur Eröffnung der Feierlichkeiten persönlich zu gratulieren. Mit einem feierlichen Gottesdienst von Pfarrer Manfred Häuser, in dem der Chor mitwirkte, und einer anschließenden Kranzniederlegung hatte der Jubiläumstag begonnen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des MGV Concordia, Hans-Josef Seidel, der Ansprache der Bürgermeisterin und des Ortsvertretungsvorsitzenden Joachim Heinrich wurden die Jubilare des Chores geehrt. Anschließend hatte Hendrik Teriete als Vorsitzender des Ortsfestausschusses das Wort. Gekrönt wurde der Tag von einem Konzertreigen befreundeter Chöre.
„Fröhlich klingen unsere Lieder“
Mit „Fröhlich klingen unsere Lieder“ eröffnete die Chorgemeinschaft Fritzdorf/Oedingen das Konzert, gefolgt von „Capri-Fischer“, „Junger Tag“ und „Auf nach Californio“ unter der Leitung von Michael Kühne. Ihnen folgte der belgische Chor „Crescendo“ mit dem wohl weitesten Weg unter den Sängern des Tages. Mit gleich vier Stücken stand der Chor dafür zwei Mal auf dem Programm. Weiterhin gestalteten der Chor „Donum Dei“, der MGV 1872 Cäcilia Bonn-Graurheindorf, Cäcilia Fritzdorf, Concordia Alfter sowie Aegidius Hersel, Singen-in-Wachtberg, der Bölinger Liederkranz und der Chor der Zukunft Westerhausen den Nachmittag. Bei bester kulinarischer Versorgung mit Kaffee und Kuchen sowie Herzhaftem vom Grill genossen die Menschen in und vor der randvollen Mehrzweckhalle einen geselligen Tag im Namen der Sangeskunst.
Enstehung auf Initiative des Dorfschullehres
Entstanden war der Chor auf die Initiative des Dorfschullehrers Martin Irnich, dessen Wirken erst ein Jahr zuvor in Fritzdorf seinen Anfang genommen hatte. Immerhin 21 Jahre lang leistete er mit Improvisations-, Organisationstalent und Engagement Erstaunliches, um das Projekt zum Erfolg zu führen. Weil es an Liedertexten auf Papier fehlte, schrieb er die Texte an die Dorfschultafel, wo sie so lange stehen blieben, bis jeder die Zeilen auswendig kannte. Zu den normalen Kosten des Vereins gehörten nicht etwa, wie in der heutigen Zeit, Kopierkosten, sondern das Geld für Petroleum und Kerzen. An hohen Festen und bei Tanzveranstaltungen war der Chor entgeltlich im Einsatz. Die zehn Jahre später geweihte Fahne des Vereins ist bis heute erhalten.
Aus Belgien war der Chor Crescendo angereist.Foto: CEW Foto: Petra Reuter
Draußen gab es Herzhaftes vom Grill.Foto: CEW Foto: Petra Reuter
Mit einer reichhaltigen Kuchentafel verwöhnten die Damen die Gäste. Foto:CEW Foto: Petra Reuter
Der Vorsitzende Hans-Josef Seidel begrüßt die Gäste in der vollen Mehrzweckhalle.Foto: CEW Foto: Petra Reuter
