Allgemeine Berichte | 04.01.2024

Tierheim Andernach präsentiert seine „Tiere der Woche“

Vierbeiner suchen Familienanschluss

Skalli. Fotos: privat

Andernach. Das Tierheim Andernach präsentiert seine „Tiere der Woche“.

Manuk: EKH - weiblich/ kastriert - * ca. 2020 geboren

Manuk kam als Fundtier ins Tierheim, leider wurde sie nicht vermisst, deshalb macht die sich nun auf die Suche nach einem neuen zu Hause. Manuk ist ein sehr freundliches Mädchen. Sie lässt sich problemlos auf den Arm nehmen und macht eher einen ruhigen Eindruck. Manuk ist ein Sensibelchen und erschreckt sich manchmal bei lauten Geräuschen, dann macht sie sich ganz klein. Sie wünscht sich einen ruhigen Haushalt und möchte nach Eingewöhnung gerne wieder Freigang in einem verkehrsberuhigten Gebiet haben. Manuk ist eine ganz, ganz Liebe und muss hoffentlich nicht lange auf die richtigen Menschen warten.

Birkhild: Widder - weiblich/nicht kastriert - geb. ca. Mai ´23 Isgard: Widder - weiblich/nicht kastriert - geb. ca. 2022

Birkhild und Isgard kamen über Amtswege ins Tierheim. Sie saßen mit fünf weiteren Kaninchen zusammengepfercht in einem kleinen Holzstall und als wäre das nicht genug, auch noch in der hintersten Ecke einer dunklen, vollgestopften Garage. Im Tierheim angekommen waren die beiden Mädels erst mal mit dem Platzangebot überfordert, wahrscheinlich hatten sie in ihrem Leben noch nie die Möglichkeit mehr als zwei Sprünge in eine Richtung zu machen, ohne gegen eine Wand zu stoßen. Birkhild (tricolor) und Isgard (grau) sind dem Menschen gegenüber mittlerweile sehr aufgeschlossen und holen sich gern einen Snack aus der Hand ab. Aufgrund der nicht artgerechten Züchtung bringen Isgard und Birkhild Defizite mit sich. Zum einen sind sie anfälliger für Ohrenentzündungen, zum anderen in der Kommunikation mit Artgenossen eingeschränkt. Das Sichtfeld ist deutlich begrenzter als bei Kaninchen mit Stehohren und durch den abgeknickten Gehörgang kann es auch zu Schwerhörigkeit kommen. Neue Halter sollten sich also mit der Pflege von Widderkaninchen vertraut machen und die Ohren regelmäßig reinigen und vom Tierarzt untersuchen lassen.

Bilbo: Bullterrier Mix – männlich kastriert – *25.05.2018 - Schulterhöhe ca. 45 cm

Bilbo war ursprünglich in einem anderen Tierheim gelandet, da seine Besitzer keine Haltererlaubnis für ihn hatten. Als Bullterrier Mix hat er in Rheinland Pfalz jedoch keine besonderen Auflagen mehr (die Rassebestimmung wurde vom Veterinäramt durchgeführt). Dennoch sollte er vorsichtshalber auch in Zukunft nur mit Maulkorb ausgeführt werden.

Bilbo ist ein sehr netter Kerl, der sich gerne auf den Rücken wirft um den Bauch gekrault zu bekommen, zumindest bei den Menschen, die er kennt. Fremden gegenüber kann er auch schon mal misstrauisch reagieren. Er ist stubenrein, kennt alle Grundkommandos und kann problemlos stundenweise alleine zuhause bleiben. Dennoch hat er Terrier typisch manchmal einen ganz schönen Dickkopf, seine neuen Besitzer müssen auf jeden Fall Hundeerfahrung mitbringen. Aufgrund Bilbos Jagdtrieb sollten keine Katzen oder Kleintiere im Haushalt leben. Bilbo ist nicht mit Rüden verträglich, bei Hündinnen entscheidet die Sympathie, allerdings wäre er am liebsten Einzelhund. Natürlich geht Bilbo gerne ausgiebig spazieren und liebt Wasser. Jeder Fluss oder Bach gehört gleich ihm. Bilbo ist kein Anfängerhund, in den richtigen Händen aber ein toller Kerl. Kinder sollten nicht im Haushalt leben.

Skalli

Das Schicksal ist manchmal wirklich ungerecht. Skalli kam Mitte 2018 ins Tierheim, er wurde vom Amt beschlagnahmt, weil seine Besitzer ihn in einer Garage hielten und versuchten, ihn abzurichten. Skalli war damals etwa dreieinhalb Jahre alt und völlig verunsichert. Es dauerte viel Zeit, Geduld und Training, bis er Menschen vertraute. Nach gut einem Jahr fand Skalli, nach einer längeren Kennenlernphase, ein Zuhause bei einem erfahrenen Ehepaar. Doch leider kam er schon nach ein paar Tagen wieder zurück, da er plötzlich die Frau nicht mehr akzeptierte. Betrat sie das Zimmer, in dem Skalli sich aufhielt, oder kam sie ihrem Mann zu nahe, schreckte Skalli nicht davor zurück, seine Zähne einzusetzen.

Zwei Jahre später, es war der 23. April 2021, war es dann endlich soweit. Skallis Stammgassigänger, ein alleinstehender Mann, adoptierte Skalli. Die beiden waren ein gutes Team, kannten und vertrauten sich gegenseitig.

Doch vor ein paar Wochen kam dann der traurige Anruf, Skallis Herrchen ist leider viel zu jung sehr schwer erkrankt und kann sich nicht mehr um ihn kümmern.

Skalli ist nun wieder im Tierheim und ehrlich gesagt, gibt es kaum Hoffnung, dass er noch mal ein Zuhause finden wird. Skalli gehört mit seinen fast neun Jahren inzwischen zu den Senioren, diese haben es sowieso immer recht schwer. Leider hat sich auch nichts daran geändert, dass Skalli sich Zuhause auf eine Person fixiert. Skalli ist sehr gut mit Artgenossen verträglich und könnte auch gerne in einen Haushalt mit weiteren Hunden vermittelt werden.

Manuk.

Manuk.

Isgard.

Isgard.

Birkhild.

Birkhild.

Bilbo.

Bilbo.

Skalli. Fotos: privat

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