Allgemeine Berichte | 13.09.2017

Katholische Frauengemeinschaft "St. Luzia" Löf

Von der Mosel an den Niederrhein

Die kfd Löf besuchte die Römerstadt Xanten

Die Gruppe der kfd Löf im Archäologischen Park Xanten.privat

Löf. Trotz zeitweiligem Regen konnte unterwegs an einer Raststätte das traditionelle Frühstückbuffet aufgebaut werden und es wurde natürlich auch sehr gerne zugegriffen. Pünktlich angekommen in Xanten, stand als erstes ein Besuch mit Führung im Archäologischen Park Xanten auf dem Programm. Ein Wandeln auf historischem Grund war angesagt. Vor etwa 2.000 Jahren bauten die Römer eine große und bedeutende Stadt in Niedergermanien, die Colonia Ulpia Traiana, auf deren Grund sich das Freiluftmuseum befindet. Die Siedlung wurde im 4. Jahrhundert verlassen und verfiel. Übrig blieb ein Areal mit Fundamenten und Grundmauern, das nie überbaut wurde. Hier im Park konnte man nun die Antike mit allen Sinnen genießen, zum Beispiel in der römischen Herberge, im Badehaus oder im Amphitheater.

Bei der anschließenden Zeit zur freien Verfügung war ein Cafébesuch mit leckerem Eis oder Kuchen, einfach ein „Muss“, um wieder Energie und Aufnahmefähigkeit zur nächsten Führung zu sammeln.

Im Dom St. Viktor, der zweitgrößten Kathedrale Nordrhein-Westfalens, war nun ebenfalls eine Führung gebucht. Dreihundert Jahre dauerte es, bis die gotische Stiftskirche in Xanten fertiggestellt war. Als Steinbruch benutzten die mittelalterlichen Baumeister die Ruinen der nahe gelegenen Stadt, die die Römer am Rhein gebaut hatten. Die Ausstattung des Doms ist kostbar und prächtig. Noch heute sind 17 Altäre aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock erhalten, allesamt herausragende Beispiele niederrheinisch-niederländischer Handwerkskunst und Frömmigkeit. Als Abschluss gab es dann zufällig auch noch im Dom einen kleinen Meditativen Impuls zum Innehalten, an dem die Frauen gerne teilgenommen haben.

Im ältesten vollständig erhaltenen Bauwerk von Xanten, dem Restaurant „Gotisches Haus“, konnte dann am späten Nachmittag im historischen Dachstuhl die niederrheinische Küche genossen werden. Klänge der Musikkapelle drangen vom Marktplatz hoch, und die Feierlichkeiten einer Schützengruppe zeugten von niederrheinischem Brauchtum und haben den Tag dann vollendet und feierlich abgerundet.

Der Niederrhein ist eine Reise wert

Die Reise an den Niederrhein, mit seinen roten Backsteinhäusern, dem großen Weitblick und seinen freundlichen Menschen, hat wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie ist für die kfd Löf eindeutig zur Bildungsreise geworden, die Lust gemacht hat, auch 2018 wieder eine Tagesfahrt zu unternehmen.

Die Gruppe der kfd Löf im Archäologischen Park Xanten.Foto: privat

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