Allgemeine Berichte | 16.01.2026, 09:11 Uhr

Mahnfeuer im Westerwald fordert wirksames Wolfsmanagement

Wann, wenn nicht jetzt? Die Weidetierhalter stehen auf!

SymbolbildQuelle: pixabay.com
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Kreis Westerwald. Die Weidetierhalter stehen auf: Mit einer länderübergreifenden Mahnfeuer am Freitag, 23. Januar 2026 um 18 Uhr bei der Grillhütte in Rehe (Westerwaldkreis) machen Weidetierhalter, Verbände des ländlichen Raums und weitere Unterstützer auf die dramatische Lage der Weidetierhaltung aufmerksam, in die eine Politik der ungebremsten Ausbreitung des Wolfes sie bringt.

Die Veranstaltung wird getragen von einem breiten Bündnis von Tierhalter- und weiteren Verbänden im ländlichen Raum aus dem Dreiländereck Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Auch die Landkreise Altenkirchen, Neuwied und der Westerwaldkreis unterstützen den sachlichen, verantwortungsbewussten und lösungsorientierten Protest.

Seit Jahren nehmen Wolfsübergriffe, wirtschaftliche Schäden und die Belastung für Tierhalter in unserer Mittelgebirgsregion zu. Die grausame Rissserie, die Weidetierhalter im Dreiländereck Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz seit kurz vor Weihnachten erschüttert, zeigt exemplarisch die Hilflosigkeit des bisherigen Wolfsmanagements auf, das keine ausreichenden, wirksamen Lösungen für die vulnerable Weidetierhaltung bietet.

Das Mahnfeuer fordert ein wirksames Wolfsmanagement, das den Schutz von Weidetieren und damit den Erhalt der Biodiversität in unserer Kulturlandschaft endlich zuverlässig gewährleistet. Wann, wenn nicht jetzt, müssen politische Ankündigungen endlich wirksam umgesetzt werden?

In einer Kundgebung beim Mahnfeuer werden von den Veranstaltern insbesondere folgende Forderungen erhoben:

- Unverzügliches Handeln der Politik in Bund und Ländern!

- Etablierung einer regulären Bejagung des Wolfes zur Vermeidung einer weiteren ungebremsten Ausbreitung!

- Schnelle und gezielte Entnahme auffälliger und schadstiftender Wölfe!

Weidetierhaltung betrifft Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde, Gehegewild und weitere Tierarten gleichermaßen – keine darf ausgeklammert werden. Ohne praktikable Lösungen verlieren immer mehr Betriebe ihre Perspektive – und mit ihnen die artenreiche Kulturlandschaft in den Mittelgebirgen.

Das Signal der Weidetierhalter ist deutlich:

„Wir stehen auf für ein wirksames Wolfsmanagement JETZT!“

Veranstalter: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e. V., Bürgerinitiative Wolfsprävention Westerwald, Landesverband der Schafhalter/Ziegenhalter und Züchter Rheinland-Pfalz e. V. sowie der Verein Weidezone Deutschland.

Die Planskizze zum Mahnfeuer „Wirksames Wolfsmanagement JETZT!“.Quelle: Kreisverwaltung Neuwied

Die Planskizze zum Mahnfeuer „Wirksames Wolfsmanagement JETZT!“. Quelle: Kreisverwaltung Neuwied

Symbolbild Quelle: pixabay.com

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