Allgemeine Berichte | 21.04.2018, 10:18 Uhr

Marie-Luise Witsch übernimmt Sprecherposten von Hermann Efferz

Wechsel an der Kulturlant-Spitze

Dietmar Ulrich neu im Vorstand

Der neue Kulturlant-Vorstand revanchierte sich bei Hermann Efferz mit einem Präsentkorb für dessen langjährige Arbeit als Vorsitzender. privat
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Lantershofen. An der Spitze des Grafschafter Vereins Kulturlant hat es einen Wechsel gegeben. Nach viereinhalb Jahren stellte sich Gründungsvorstand Hermann Efferz bei der Mitgliederversammlung nicht mehr zur Wahl. Seine Nachfolge als Sprecherin des Vorstands trat Marie-Luise Witsch an, die einstimmig gewählt wurde. Das zweite Sprecheramt hat weiterhin Udo Rehm inne, Geschäftsführer bleibt Thomas Weber, Schatzmeister ist weiterhin Christoph Münch. Eine Änderung gab es auch im erweiterten Vorstand. Während die Beisitzer Wilma Binzenbach und Peter Rieck in ihren Ämtern bestätigt wurden, übernahm Dietmar Ulrich den seit vergangenem Jahr vakanten dritten Beisitzerposten. Zur Mitgliederversammlung waren 23 der aktuell 67 Mitglieder in den Lantershofener Winzerverein gekommen, wo das Geschäftsjahr 2017 noch einmal in Erinnerung gerufen wurde. Geschäftsführer Thomas Weber sprach von einem schwierigen Jahr, das zum einen durch den Umbau des Winzervereins geprägt war. Weil Kulturlant ein halbes Jahr seine Gastspiele in zahlreichen anderen Grafschafter Bürgerhäusern präsentierte, ging ein hoher logistischer Aufwand mit viel Mehrarbeit einher. Große Teile des Equipments mussten ständig bewegt werden. Zum anderen nutzte der Verein nach einem auch wirtschaftlich erfolgreichen Vorjahr 2016 die Gelegenheit, sich vom Thema „Comedy“ zugunsten eines anspruchsvolleren Kabarett-Programms zu verabschieden. „Wohlwissend, dass mehr Qualität im Programm weniger Quantität in den Gästezahlen zur Folge haben dürfte“, so Weber. Dennoch war die inhaltliche Programmaufwertung den Grafschaftern wichtig.

2.400 Gäste bei 14 Veranstaltungen

Sie konnten bei ihren 14 Kulturveranstaltungen mehr als 2400 Gäste begrüßen, was einem Schnitt von 172 pro Veranstaltung entspricht. Aber die Summe der Abonnenten des neuen Kabarett-Programms blieb mit 72 gegenüber dem Vorjahr annähernd gleich. Neben dem eigentlichen Programm bietet Kulturlant zudem nun in unregelmäßigen Abständen Kinderkino an. Der Rückblick auf die 14 Veranstaltungen zeigte, dass alleine sechs von ihnen mit einem wirtschaftlichen Minus abschlossen. Dennoch konnte Schatzmeister Christoph Münch der Versammlung einen Jahresüberschuss von knapp 1800 Euro vermelden. Dabei schloss der reine Kulturbetrieb jedoch mit einem Minus von 7.800 Euro ab. „Trotz der Tatsache, dass wir keine Miet- und Nebenkosten in den Bürgerhäusern zahlen und keine Personalkosten haben, ist ein derart hochwertiges Programm kaum kostendeckend zu gestalten“, erklärte Geschäftsführer Weber. Zumal die Organisatoren immer noch darauf setzen, auch junges Publikum zu gewinnen. Die Veranstaltungen hierfür zeichneten jedoch in erster Linie für das Minus verantwortlich. Das Catering bei den Veranstaltungen, Beiträge der Mitglieder und Zuschüsse gestalteten das Ergebnis schließlich aber freundlich. Die Kassenprüfer Anja Knieps bestätigten die ordnungsgemäße Kassenführung, der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Beide Kassenprüfer wurden für ihre Aufgabe wiedergewählt. Nachdem Vorstandssprecher Udo Rehm dem aus dem Vorstand ausgeschiedenen Hermann Efferz einen Präsentkorb für seine Arbeit an der Vereinsspitze überreicht hatte, beschloss die Versammlung noch eine Modifizierung der Beiträge für das Jahr 2019. Demnach werden Mitglieder bis zum 21. Lebensjahr beitragsfrei gestellt. Die Regelung kann beispielsweise bei Studierenden bis zum 25. Lebensjahr verlängert werden. Der Wunsch, den Verein mit aktiven jungen Leuten zu besetzen, bleibt also bestehen.

Der neue Kulturlant-Vorstand revanchierte sich bei Hermann Efferz mit einem Präsentkorb für dessen langjährige Arbeit als Vorsitzender. Foto: privat

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