Urban Art in der Schängelstadt
Wenn Stromkästen zu Kunstwerken werden
Koblenz. Im urbanen Gefüge der Stadt Koblenz findet Kunst nicht nur in Galerien oder Museen statt. Durch die Initiative „Urban Art“ verwandeln lokale Künstler die allgegenwärtigen, grauen Stromkästen in farbenfrohe Kunstwerke. Unter der Ägide des Kultur- und Schulverwaltungsamtes und in Partnerschaft mit der Energieversorgung Mittelrhein (evm) sowie den Energienetzen Mittelrhein (enm) fungieren die Stromkästen als kreative Leinwände, die die städtische Ästhetik neu definieren.
Die Aktion ist nicht neu: Nach dem Erfolg des letzten Jahres konnten nun weitere neun Stromkästen in der „Oberen Löhr“ Straße verwandelt werden. Die Künstler Alexander Heyduczek, Steffen Tschuck und Daniel Schmitz haben jeweils drei dieser Kästen mit floralen Motiven in ihrer individuellen Stilrichtung gestaltet. Was einst graue und unscheinbare Objekte waren, werden zu Blickfängern und Anstößen für angeregte Diskussionen unter den Koblenzer Bürgerinnen und Bürgern sowie Besuchenden.
„Die Straßen unserer Stadt verwandeln sich in ein öffentliches Museum“, so Dr. Margit Theis-Scholz, Dezernentin für Bildung und Kultur. Ihr Statement veranschaulicht das Hauptziel des Projekts: Die Integration von urbaner Kunst als festen Bestandteil der Koblenzer Kulturlandschaft. Aktuell zieren neunzehn künstlerisch gestaltete Stromkästen und eine Hausfassade die Stadt. Ein Flyer, der einen Überblick über alle Kunstwerke gibt, ist in Planung und soll die Menschen zu einem „Entdeckungsspaziergang“ durch die Stadt anregen.
BA
Der Stromkasten von Künstler Daniel Schmitz.
Der Stromkasten von Künstler Steffen Tschuck.
