Theaterensemble „Spielzeit“ erfreut mit tollem Lustspiel
Wenn Waterkant und Leuchtturm in der Eifel auftauchen
Düngenheim. Mit der Waterkant in der Eifel, einschließlich Hallig und einem Leuchtturm, erfreute kürzlich das versierte Theaterensemble Spielzeit. Deren spielfreudige Akteure präsentierten das Lustspiel „Barfuß im Schnee“ von Bernd Spehling, das eine zerstrittenes Geschwistertrio wieder vereinen will.
Die sind auf Einladung ihres Vaters im „Leuchtfeuerdienstgehöft“ der Hallig Öderbrarup von Hein „Blöd“ Petersen (Gerhard Knauf) eingetroffen, der hier eine Pension für Ruhesuchende betreibt. Nur bei Eiseskälte und Schneetreiben musste er auf seiner tideabhängigen Hallig bis dato noch keinen Gast unterbringen.
Vom dumpfen Nebelhorn eines Schiffes empfangen, stranden hier die Brüder Robert (David Koch) mit Gattin Brigitte (Patrizia Klasen) und Freddy (Jan Senger) mit Freundin Angela (Ann-Katrin Schwall). Dazu gesellt sich die Schwester der beiden Langzeitstreithähne, Ulrike (Nicole Mohr), die sich als Fallschirmjägerin von einem anfliegenden Helikopter absetzen lässt.
Der ebenso eintreffende Andy Mc Hunter (Karl-Heinz Heckl), fernsehbekannter Familiencoach, wurde vom Erzeuger der Problem-Geschwister beauftragt, den Nachwuchs wieder zu einer friedlichen Koexistenz zu bewegen. Nach seinem Leitspruch „Ehrlichkeit, Toleranz und Respekt“, verspricht er das mit der hochnäsigen Arroganz eines C-Promis. Bei seinen aktuellen Schützlingen beißt er diesbezüglich aber auf Granit. Und da man aufgrund des Winterwetters die Hallig in absehbarer Zeit nicht verlassen kann, kommt es zu höchst amüsanten Szenen beim Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Charaktere.
Mit dazu bei trägt auch Svetlana Nukova (Karin Schüller), russische Geliebte des verheirateten Andy Mc Hunter, die dem TV-Coach im Leopardenoutfit heimlich nachgereist ist. Als „Best Ager Model“ entpuppt sie sich als Cougar und nimmt sich den grammatikbesessenen Lehramtsinhaber und Klugscheißer Robert heftig zur Brust. Dass man beim gemeinsamen Barfußlaufen im Schnee nicht unbedingt zu einer intakten Familie zurückfindet, steht schnell fest. Auch mit der böswilligen Entsorgung der Handy-Akkus von den Mitgliedern der Hallig-Selbsthilfegruppe, hat sich Mc Hunter keinen Gefallen getan. Denn jetzt richtet sich, nachdem seine Liaison mit Svetlana offenkundig wird, jeder und alles gegen ihn.
Während Fallschirmjägerin Ulrike die gesamte Sippschaft per Hubschrauber evakuieren will, hat Hein jetzt den Umgang mit dem Handy gelernt, ein kompromittierendes Foto von Mc Hunter im innigen Frauenclinch geschossen und anschließend ins Netz gestellt. Das ruft eine Horde Klatschreporter auf den Plan, die seine TV-Karriere versauen wollen. Die liebevolle Rettung naht durch Svetlana. Das Stück lebt neben Gerhard Knaufs herrlich flötender „Fischkoppmundart“ von den zahlreichen amüsanten Dialogen und Monologen, die hin und wieder die Gürtellinie tangieren, aber stets sauber bleiben. Bester Spruch: „Besser Speck auf den Rippen als Magersucht im Gehirn!“
Resümee: Ein toller Theaterabend der aufgrund der trefflich aufspielenden Darsteller das Publikum begeisterte und daher noch lange in Erinnerung bleiben wird. TE
Fotogalerie: Theater „Barfuß im Schnee“
Familienzusammenführung auf der Hallig Öderbrarup sorgt für höchst amüsante Szenen.
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