Allgemeine Berichte | 20.05.2022

Spiegel, Kugeln oder eine Lok: Kunst und Bau stärkt Profil der Verbandsgemeinde Weißenthurm

Werke an Schulen und Kitas verbinden Architektur und Kommune

Skulptur für Weißenthurmer Grundschule gesucht

Die kunterbunte Abtrennung im Außenbereich der Kita Paukenzwerg in Mülheim-Kärlich. Foto: VG Weißenthurm

Weißenthurm.Kunst und Bau ist integraler Bestandteil der Baukultur in der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm. Die Projekte gehören zu den Aufgaben, die die Verwaltung unter anderem für die beiden Städte Mülheim-Kärlich und Weißenthurm sowie die fünf Ortsgemeinden Bassenheim, Kaltenengers, Kettig, St. Sebastian und Urmitz wahrnimmt. In den vergangenen Jahren sind Neubauten, wie sanierte oder umgebaute Gebäude mit ganz unterschiedlichen Werken ausgestattet worden, die eine Verbindung zwischen Architektur, Kunst und dem jeweiligen Ort herstellen. Aktuell läuft die Auslobung für Kunst und Bau für den Erweiterungsbau der Grundschule Weißenthurm.

So bunt und vielfältig wie die Kommunen in der VG sind die Kunstwerke, die neben den öffentlichen Gebäuden, daran oder mittendrin kreativ Bezug nehmen auf Bestimmung und Lage des Baus. So ziert die Christophorus-Grundschule in Kärlich Platten aus Steinwolle, die den Namensgeber und Schutzpatron der Einrichtung, den Heiligen Christophorus, mit dem Jesuskind auf den Schultern zeigt. An der Fassade, die zur Clemensstraße zeigt, setzt sich das Motiv fort. Dort ist eine Weltkarte zu sehen, die ebenso wie die Heiligenfigur in die Paneloberfläche hineingefräst ist. Verbindendes Element ist eine schmale Linie aus leuchtend blauen, emaillierten Stahlblechen, die das Wasser andeuten sollen, durch das Christophorus der Legende nach Jesus trug.

In Mülheim ist der Name der Kirschblütenschule fast schon Programm für die Kunst: Abgebildet ist das Entstehen der Frucht. Das schützende Blätterwerk eines Baumes ist als abstrakte Deckengestaltung im Eingangsbereich zu sehen, während an der Glasfassade Blüten aus transparenter Folie das Wort „Willkommen“ in verschiedenen Sprachen bilden. Am augenfälligsten sind jedoch die fünf Kugeln aus Sichtbeton vor dem Eingang: Die steinernen Kirschen laden zum Sitzen, Spielen und Verweilen ein. Ein weiteres bespielbares Kunstwerk steht in Urmitz-Bahnhof. Auf dem Schulhof der Grundschule St. Peter und Paul prangt eine Lok samt Waggon aus Naturstein und stellt den Bezug zum Ortsnamen her. Während der Pausen oder in ihrer Freizeit können die Kinder die Lok nutzen, dort spielen und sich aufhalten.

Eine ganz andere Funktion hat die kunterbunte Abtrennung im Außenbereich der Kita Paukenzwerge in Mülheim-Kärlich. Die eingefassten Kunststoffscheiben trennen den Bereich für die Kinder unter drei Jahren von dem für die älteren Mädchen und Jungen. Je nach Lichteinfall werfen die Flächen Schatten in allen Regenbogenfarben auf die Terrasse der integrativen Einrichtung. Dass Kunst auch im Inneren des Baus geht und eine besondere, pädagogische Funktion haben kann, beweist der Spiegelraum in der Kita Lehpfad. Die Einrichtung in Urmitz ist der derzeit jüngste Neubau der VG Weißenthurm und verfügt über eine eigene Nische, die an beiden Wänden und der Decke mit unterschiedlich ausgerichteten Spiegeln ausgestattet ist. Die Kinder erleben den Effekt der Spiegel gemütlich vom mit vielen Kissen gepolsterten Boden aus. Das sieht nicht nur beeindruckend aus, sondern fördert auch die Selbstwahrnehmung der Mädchen und Jungen. Auch bei dem Erweiterungsbau der Grundschule Weißenthurm, für den die Arbeiten bereits begonnen haben, will die VG nicht auf Kunst und Bau verzichten. Aktuell läuft die Auslobung für eine kreative Gestaltung der Schwerpunkte der Schule, Bewegung, Spiel und Sport in Form eines skulpturalen Objekts. Vorgesehen ist, dass das Kunstwerk bespielbar oder erlebbar ist. Noch bis 3. Juni können Entwürfe, die am Auswahlverfahren teilnehmen, abgegeben werden.

Nähere Informationen gibt es unter www.vgwthurm.de unter Ausschreibungen.

Pressemitteilung

VG Weißenthurm

Die kunterbunte Abtrennung im Außenbereich der Kita Paukenzwerg in Mülheim-Kärlich. Foto: VG Weißenthurm

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