Allgemeine Berichte | 25.11.2022

Gebetswoche zum Thema „Haben wir Mut und Vertrauen“

„Wie würden Sie reagieren?“

Die Dernbacher Schwester Theresia Winkelhöfer.  Foto: privat

Montabaur. „Wie würden Sie reagieren, wenn Sie ein kleines Häuschen hätten, gebaut für fünf Personen mit drei Zimmern, und in kürzester Zeit kommen noch mehr Menschen hinzu, bis Sie etwa zu 38 sind?“ Mit dieser Frage brachte die Dernbacher Schwester Theresia das Auditorium ihres Vortrags „Haben wir Mut und Vertrauen – Kann Katharina Kaspers Optimismus Vorbild für unsere Zeit sein?“ im Forum St. Peter zum Nachdenken.

Schwester Theresia schilderte mit ihrer Frage eine Not der von der heiligen Katharina Kasper frisch gegründeten Gemeinschaft aus dem Jahr 1853. Diese schrieb im gleichen Jahr in einem Brief an den damaligen Limburger Bischof Peter Josef Blum zum Problem der Platznot: „Werden Sie aber nicht unruhig, dass wir nicht zum Leben hätten, denn ich bin ja nicht schuld und Sie auch nicht. Wenn Er sie hierher führt, so wollen wir das Vertrauen haben, dass Er es auch an dem Notwendigen nicht fehlen lässt, oder wenn es auch mal fehlen sollte, wir es ruhig ertragen können. (…)“

Alles von Gott

Schwester Theresia zeigte sich von dem „umwerfenden Gottvertrauen“ der heiligen Katharina Kasper beeindruckt: „Was auch immer geschieht, kommt von Gott. Was auch immer ihr zustößt, kommt von Gott. Was auch immer von ihr erwartet wird, kommt von Gott. Wenn das so ist, dann will er ihr etwas damit sagen. Dann wird er aber auch dafür sorgen, dass ihr die gegebene Situation zum Heil wird. Er weiß, und er wirkt, - wenn auch zu seiner Zeit. Dieses Vertrauen, dieses Wissen schenkt ihr eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit.“

Vertrauen und Dankbarkeit

Schwester Theresia appellierte durch vielfältige Zitate aus Briefen der Heiligen dafür, das Leben von Vertrauen und Dankbarkeit Gott gegenüber prägen zu lassen: „Dann können die Wogen noch so hoch schlagen, wir werden nicht untergehen. Katharina beweist uns das. Ob sie ein Vorbild sei, könne allerdings nur jede und jeder persönlich beantworten.

Dem Unfassbaren Raum geben

Katharina Kasper mache ernst damit, dass es einen Gott gibt, dem sie wichtig ist, der sie liebt und ihr Leben lenkt und führt. „Dieses Bewusstsein bestimmt ihr Leben. Das macht sie fähig, das Unmögliche zu tun und dem Unfassbaren Raum zu geben. Ihr Leben hat einen unzerstörbaren Sinn. Das ist etwas, was viele Menschen heute suchen und nicht finden können, weil Gott für sie ein Fremdwort bleibt“, bedauerte Schwester Theresia. „Ich glaube, wir ahnen nicht einmal, was Er mit und für uns tun würde, wenn wir uns Ihm im Vertrauen ganz überließen“, so Schwester Theresia abschließend.

Pressemitteilung

St. Peter Montabaur-

Stelzenbachgemeinden

Die Dernbacher Schwester Theresia Winkelhöfer. Foto: privat

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