Allgemeine Berichte | 19.01.2026

Die Stiftung Ahrtal zieht Bilanz für 2025:

Wiederaufbau im Ahrtal: Engagement bleibt unverzichtbar

Auch 2026 wird die Stiftung Ahrtal ihre Arbeit fortsetzen.  Foto: Sandra Lewash/ Stiftung Ahrtal

Kreis Ahrweiler. Auch im Jahr 2025 hat die Stiftung Ahrtal ihre Arbeit im Ahrtal mit großem ehrenamtlichem Engagement fortgesetzt. Mit dem fortschreitenden Wiederaufbau haben sich die Bedarfe vor Ort verändert, doch die Unterstützung durch die Stiftung bleibt weiterhin notwendig. Sie richtet sich differenziert an den konkreten Herausforderungen von Betroffenen, Initiativen und Begegnungsorten aus.

Getragen wurde die Arbeit der Stiftung im vergangenen Jahr von mehr als 100 Ehrenamtlichen, die gemeinsam rund 18.000 Arbeitsstunden leisteten. Dieses kontinuierliche Engagement bildet die Grundlage für die vielfältigen Hilfsangebote der Stiftung Ahrtal.

Ein zentraler Baustein der Arbeit war auch 2025 das Spenden-Verteilzentrum Ahrtal. Insgesamt konnten rund 40.000 Sachspenden mit einem Gesamtwert von etwa 350.000 Euro verteilt werden. Das ehrenamtliche Team war an fünf Tagen pro Woche im Einsatz und leistete dabei rund 7.600 Arbeitsstunden. Neben der Verteilung entwickelte sich das Verteilzentrum zunehmend zu einer logistischen Drehscheibe, die Projekte, Veranstaltungen und weitere Bereiche der Stiftungsarbeit unterstützt.

Im Rahmen der individuellen Einzelfallhilfe unterstützte die Stiftung Ahrtal im Jahr 2025 mehr als 50 Familien. Neben konkreten handwerklichen Hilfen, die durch das Team Dori in über 2.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden umgesetzt wurden, stand bei vielen Betroffenen eine längerfristige Begleitung im Mittelpunkt. Diese reichte von organisatorischer Unterstützung bis hin zu persönlicher Beratung während des oftmals langwierigen Wiederaufbaus.

Darüber hinaus förderte die Stiftung Ahrtal im vergangenen Jahr mehr als zehn Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 50.000 Euro. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem dritten gemeinsamen Einrichtungsprojekt mit IKEA Koblenz. Dabei wurden überwiegend ehrenamtlich getragene Initiativen mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen im Wert von über 20.000 Euro unterstützt. Gefördert wurden unter anderem der Raum der Pfadfinder Ringen, das Dorfgemeinschaftshaus Berg, das Ideencafé Oedingen sowie ein Begegnungsraum der Kolpingsfamilie Dernau. Auch der Veedelstreff Hemmessen konnte im Rahmen des Einrichtungsprojekts mit neuen Cafehaustischen und Elektrogeräten ausgestattet werden. Darüber hinaus wurden aus Mitteln der Stiftung Ahrtal eine maßgeschneiderte Küchenlösung sowie 40 Cafehausstühle beschafft. Der Veedelstreff bietet dem Stadtteil inzwischen einen wichtigen Ort der Begegnung.

Projekte, Hilfsmaßnahmen und Veranstaltungen

Neben Projekten und Hilfsmaßnahmen war die Stiftung Ahrtal 2025 an rund 15 Veranstaltungen beteiligt. Dazu zählten eigene Formate wie beispielsweise die Spieletage am Kloster Calvarienberg mit über 1.000 Besuchern sowie eine Benefizlesung mit Vera Schneevoigt. Zudem war die Stiftung bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen mit Informations- und Begegnungsständen vertreten, darunter der Rheinland-Pfalz-Tag, der Lucia-Markt in Rech und der rheinland-pfälzische Ehrenamtstag. Im Rahmen des BnAHR-Cycling Event, das personell und materiell unterstützt wurde, konnten für die VorTour der Hoffnung rund 22.000 Euro zur Unterstützung krebskranker Kinder gesammelt werden. Auch Ahrrock wurde von der Stiftung finanziell unterstützt, um jungen Musikern eine Bühne zu bieten.

Auch intern spielte Gemeinschaft eine wichtige Rolle. Mit mehreren Dankes- und Austauschformaten würdigte die Stiftung das außergewöhnliche Engagement ihrer Ehrenamtlichen. Auch der Freundeskreis Ahrtal wurde weiter ausgebaut und mit dem Sommerfest als zentralem Begegnungsformat gestärkt. Darüber hinaus war die Stiftung Ahrtal Teil einer Ausstellung im Europäischen Parlament, die an die Flutkatastrophe von 2021 erinnerte und zugleich Impulse für einen stärkeren Katastrophenschutz setzte. Eine immer wichtigere Rolle in der Arbeit vor Ort nimmt der Umwelt- und Naturschutz ein. Im Rahmen dessen konnten im Zuge mehrerer CleanUp-Aktionen die Ahrmündung sowie ein Teilstück des Rheins von Unrat und Müll befreit werden. Außerdem wurde die RobinGut-Baumpflanzaktion im Frühjahr in Ahrbrück finanziell und personell unterstützt.

„Auch 2026 werden wir unsere Arbeit im Ahrtal fortsetzen. Immer dynamisch angepasst an die sich wandelnden Bedarfe, getragen vom Ehrenamt und mit dem klaren Ziel, nachhaltige Unterstützung und neue Perspektiven für das Ahrtal, unsere Heimat, zu schaffen.“, so Nick Falkner, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Stiftung Ahrtal abschließend.

Auch 2026 wird die Stiftung Ahrtal ihre Arbeit fortsetzen. Foto: Sandra Lewash/ Stiftung Ahrtal

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