Allgemeine Berichte | 01.04.2016

Verkehrslagebild 2015 der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Zahl der Verkehrsunfälle um 4,4 Prozent gestiegen

Zahl der Verletzten um 13 Prozent gefallen - Hauptunfallursachen Abstand, Wenden, Rückwärtsfahren, Geschwindigkeit

Die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweiradfahrern hat sich gegenüber 2015 leicht erhöht. privat

Region. Das Verkehrslagebild 2015 der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler ergibt, dass sich gegenüber dem Vorjahr mehr Unfallfluchten bei geringerer Aufklärung ereigneten und mehr Unfälle durch Alkohol und Drogen verursacht wurden. Unfälle unter Beteiligung der „Risikogruppen“ Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene blieben auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr, bei den Senioren war ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

Die Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler ist zuständig für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, die verbandsfreie Gemeinde Grafschaft, sowie die Ortsgemeinden Schalkenbach und Königsfeld der Verbandsgemeinde Brohltal und die Ortsgemeinden Altenahr, Mayschoss, Rech, Dernau, Kalenborn und Berg der Verbandsgemeinde Altenahr.

Da die PI Bad Neuenahr-Ahrweiler erst seit 2013 für die genannten Gemeinden der Verbandsgemeinden Brohltal und Altenahr zuständig ist, kann ein Vergleich zu den Jahren vor 2013 nur eingeschränkt erfolgen.

Ziel der Verkehrssicherheitsarbeit ist insbesondere die Reduzierung der Verkehrsunfälle mit Personenschäden. Kontrollmaßnahmen orientieren sich an den Hauptunfallursachen und den Risikogruppen. Hierbei werden Unfallhäufungspunkte und –linien berücksichtigt.

Mehr Verkehrsunfälle, weniger Verletzte

Im Jahr 2015 ereigneten sich insgesamt 1762 Verkehrsunfälle. Dies entspricht einer Erhöhung um 74 Verkehrsunfälle gegenüber dem Vorjahr (2013: 1750).

Die Zahl der Leichtverletzten ist im Vergleich zum Vorjahr um 37 auf 178 gefallen (2013: 170), die der Schwerverletzten um 3 auf 57 gestiegen (2013: 45).

2015 ist kein Mensch aufgrund eines Verkehrsunfalles verstorben.

Hauptunfallursachen

602 Verkehrsunfälle sind auf die Unfallursache „nicht ausreichender Sicherheitsabstand“ zurückzuführen, 506 auf „Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren“ sowie beim Ein- oder Ausfahren. 144 Unfälle wurden durch eine zu hohe beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit verursacht.

Erfasst wird jeweils nur eine Unfallursache. Gerade bei Abstandsunfällen spielt die Geschwindigkeit in der Regel ebenfalls eine Rolle.

Unfallfluchtentwicklung

Im Jahr 2014 wurden 416 Verfahren wegen Verkehrsunfallflucht eingeleitet (2014: 369, 2013: 383). In 36,54 Prozent der Fälle konnte der Flüchtende ermittelt werden (2014: 44,17 Prozent, 2013: 40,37 Prozent).

Alkohol- und Drogenunfälle

Die Zahl der Unfälle unter Beteiligung von Fahrzeugführern, die unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss standen, hat sich wieder leicht auf 21 erhöht (2014: 16, 2013: 27). Wurden, resultierend aus diesen Unfällen 2015 2 Personen schwer- und 6 leichtverletzt, waren es 2014 vier Leichtverletzte.

„Risikogruppen“

Kinder – Die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Kindern hat sich gegenüber 2014 um 3 auf 19 Unfälle erhöht. 13 Kinder wurden leicht, 3 schwer verletzt. 6 der verunglückten Kinder waren mit dem Fahrrad, 1 zu Fuß unterwegs. Seit 2013 ist hier keine signifikante Veränderung festzustellen.

Jugendliche/Junge Fahrer – 2014 ereigneten sich 323 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Jugendlichen und jungen Fahrern (2014: 330, 2013: 336). Hierbei wurden 25 Personen schwer und 69 leicht verletzt. Bei 217 dieser Unfälle ist die Gruppe der Jugendlichen/Jungen Fahrer nach Auffassung der Polizei als Hauptverursacher anzusehen (davon 47 Unfallursache Geschwindigkeit).

Senioren - Die Zahl der „Seniorenunfälle“ hat sich 2015 erneut um 25 Unfälle auf 381 erhöht. 15 Senioren wurden schwer, 49 leicht verletzt. 40 Prozent der verunglückten Senioren waren mit dem PKW, 26,7 als Radfahrer und 16,7 Prozent als Fußgänger unterwegs. Als Hauptverursacher der Unfälle werden 259 Senioren in der Statistik geführt.

Motorisierte Zweiradfahrer – 2015 ereigneten sich 62 Verkehrsunfälle (+ 5 Fälle zu 2014, + 9 Fälle zu 2013) mit motorisierten Zweirädern mit insgesamt 56 verletzten Personen (23 Schwer-, 33 Leichtverletzte). 36 Zweiradfahrer wurden als Hauptverursacher eingestuft. In 18 dieser Fälle hat die Polizei als Hauptunfallursache nicht angepasste Geschwindigkeit registriert.

Fahrradfahrer – 53 Unfälle (-7 zu 2014, - 4 zu 2013) mit Fahrrädern ereigneten sich im Berichtszeitraum, davon 14 Unfälle auf einem Radweg und 6 auf einem Gehweg. Bei 37 Unfällen mit Verletzten wurden 39 Personen verletzt (9 Schwerverletzte, 30 Leichtverletzte). Bei 7 Unfällen war der Radfahrer alleinbeteiligt.

Maßnahmen zur Verkehrsunfallbekämpfung

Diese Maßnahmen dienen der Steigerung der Verkehrssicherheit und dem Ziel, die Folgen der Unfälle im Rahmen der Möglichkeiten zu reduzieren.

Hinsichtlich der Bekämpfung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit ist anzumerken, dass nachfolgend die Ergebnisse der Geschwindigkeitsüberwachung durch die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Verkehrsdirektion Koblenz nicht aufgeführt werden.

Insgesamt wurden 323 Straf- und 631 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen im Straßenverkehr eingeleitet.

66 alkoholisierte Verkehrsteilnehmer mussten sich einer Blutprobe unterziehen. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet. Im Bereich 0,5 bis 1,09 Promille fielen weitere 21 Verkehrsteilnehmer auf, gegen die jeweils ein Ordnungswidrigkeitenverfahren geführt wurde. 15 Trunkenheitsfahrten hat die Polizei vor Fahrtantritt verhindert.

117 Fahrer wurden kontrolliert, die unter Drogeneinfluss standen. Gegen zwei wurde ein Strafverfahren, gegen die übrigen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Ferner wird die Führerscheinstelle über das Ergebnis der jeweiligen Blutuntersuchungen informiert und leitet in einer Vielzahl von Fällen ein Verwaltungsverfahren mit dem Ziel, die Fahrerlaubnis zu entziehen, ein. Durch Schulung von Polizeibeamtinnen und –beamten im Hinblick auf das „Erkennen von Drogen im Straßenverkehr“ hat sich das Entdeckungsrisiko deutlich erhöht. Dies wird nach vermutlich von den überwiegend jüngeren Fahrern noch unterschätzt.

Insgesamt 1684 Verwarnungen mit Verwarnungsgeld und 494 Ordnungswidrigkeitsverfahren waren die Folge der übrigen festgestellten Verkehrsverstöße.

Verstöße gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen wurden mit 39 Bußgeldern und 225 Verwarnungen geahndet.

646 Verstöße gegen die Helm- und Gurtpflicht stellt die hiesige Polizei 2015 fest.

Wegen technischer Mängel, Nichtmitführen von Ausweisen und Ausrüstungsgegenständen erhielten 774 Verkehrsteilnehmer einen Mängelbericht.

In der Summe hat die Polizei Bad Neuenahr-Ahrweiler 3427 Maßnahmen zur Verkehrsunfallbekämpfung im Jahr 2015 getroffen.

Pressemitteilung PI

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweiradfahrern hat sich gegenüber 2015 leicht erhöht. Foto: privat

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