Aus dem Polizeibericht
Zechprellung und Streitigkeiten
Auch Schäden durch Feuerwerkskörper waren in der Silvesternacht zu verzeichnen
Koblenz. Insgesamt dreimal musste die Koblenzer Polizei am Neujahrstag in der Altstadt tätig werden, weil Gäste nach den Silvesterfeierlichkeiten ihre Zeche nicht bezahlen konnten oder wollten.
Nach Personalienfeststellung durch die Polizei waren die Zechpreller in zwei Fällen dann doch bereit, das Geld am nächsten Tag vorbeizubringen. In einem anderen Fall konnte, nach dem angeblichen Verlust der Verzehrkarte, dann auch Einigung zwischen Gast und Kneipenbesitzer herbeigeführt werden.
Nach einem Gespräch mit den anwesenden Polizisten bezahlte der junge Mann bereitwillig seine noch offene Rechnung.
Streitigkeiten
Teils alkoholisiert gerieten in der Koblenzer Innenstadt Silvesterfeiernde am Neujahrsmorgen aneinander. In der Clemensstraße wurde um kurz nach 7 ein im Gesicht blutender und auf dem Gehweg umherirrender Mann gemeldet. Auf Befragung der Beamten konnte der alkoholisierte Verletzte weder sagen, wer ihn geschlagen hatte, noch wo sich diese Körperverletzung ereignete. Durch das DRK wurde er noch vor Ort behandelt.
Gefährlicher Böller
Glück im Unglück hatten ein Polizeibeamter und ein Mitarbeiter des Ordnungsamts. Um kurz nach Mitternacht wurde ein Böller in Richtung der beiden Männer geworfen.
Der Feuerwerkskörper landete auf dem Jackenkragen des Ordnungsamtmitarbeiters, konnte aber noch rechtzeitig vor der Explosion aus der Jacke gewischt werden.
Blutende Nase
Bei dem Versuch, am Morgen einen Streit zwischen zwei Personengruppen in der Straße „Am Paradies“ zu schlichten, erhielt ein 28-jähriger Koblenzer von einem ebenfalls aus Koblenz stammenden 18-jährigen einen derartig harten Stoß mit dem Ellenbogen ins Gesicht, dass seine Nase blutete. Auch auf einer privaten Feier in der Hochstraße gerieten in der Morgendämmerung zwei alkoholisierte Gäste aneinander und der Disput endete mit einer Platzwunde an der Stirn eines 28-jährigen. Mit der flachen Hand schlug am gleichen Abend ein Ex-Ehemann seiner Ex-Frau in Koblenz Metternich ins Gesicht.
Eine zunächst verbale Auseinandersetzung um eine Familienfeier endete mit dieser „Ohrfeige“, aber zum Glück ohne größere Verletzungen.
Doppelter Kieferbruch
Weniger glimpflich ging es für einen 23-Jährigen aus. Mit einem doppelten Kieferbruch begab sich der junge Mann nach einem Streit mit dem Ex-Freund seiner neuen Bekanntschaft am Silvesterabend in ein Koblenzer Krankenhaus.
Nachdem ihm am Folgetag durch die Ärzte erklärt wurde, dass er operiert werden müsse, alarmierte er die Polizei und erstattete Anzeige gegen den 20-jährigen Angreifer. Hier, wie in den anderen Fällen auch, dauern die Ermittlungen noch an.
Schäden durch Feuerwerkskörper und Tomatenmark
Mehrere Anzeigen wegen Sachbeschädigung, die zum Teil durch Feuerwerkskörper ausgelöst wurden, haben die Polizeiinspektionen 1 und 2 zu verzeichnen.
So gerieten einige Gegenstände auf einem Balkon in der Stralsunder Straße durch einen dort gelandeten Feuerwerkskörper in Brand. Sowohl durch die Nachbarn, als auch durch die alarmierte Berufsfeuerwehr konnte der Brand gelöscht werden. Schnell geeinigt haben sich am Mittag des Neujahrstags zwei Nachbarn in der Fritz-von-Unruh-Straße, nachdem die Feuerwerksbatterie des einen Nachbarn in der Silvesternacht umfiel und sich an der Hauswand des anderen entlud. Die entstandenen Schmauchspuren konnten gereinigt und nach Eintreffen der Polizei eine Einigkeit bezüglich der eventuellen Schadensregulierung erreicht werden. Einen größeren Schaden richten Unbekannte im Koblenzer Stadtteil Horchheim an.
Auf dem Dach des weißen Ford Fiesta, der zwischen dem 31. Dezember, 21 Uhr und dem 1. Januar, 13 Uhr in der Emser Straße geparkt war, wurde ein Feuerwerkskörper entzündet. Weiterhin fiel der Seitenspiegel den Vandalen zum Opfer. Er wurde abgetreten und zerstört. Der Sachschaden wird auf rund 1.000 Euro geschätzt. Auch eine mit Tomatenmark beschmierte Hauswand löste auf der Koblenzer Karthause einen Polizeieinsatz aus. Unbekannte haben unbemerkt in der Silvesternacht Teile der Fassade in der Görtzstraße mit der Paste beworfen, die sich daraufhin rötlich verfärbte.
In allen Fällen bittet die Polizei Koblenz um Hinweise unter der Telefonnummer (02 61) 10 30.
Pressemitteilung
Polizei Koblenz
