Ahrtalbahnfreunde gründen Interessengemeinschaft

Ziele haben sich nach der Hochwasserkatastrophe an der Ahr völlig verändert

Ziele haben sich nach der Hochwasserkatastrophe an der Ahr völlig verändert

V.li. Wolfgang Groß, Jürgen Görgler, Irmgard Becker, Willi Tempel, Ulrich Stumm, Christine Klein, Wolfgang Fuchs und Lothar Fehr. Foto: Ahrtalbahnfreunde

29.04.2022 - 12:03

Kreis Ahrweiler. Bereits vor 22 Jahren gründeten sich die „Ahrtalbahnfreunde.“ Ging es diesen bis zur Flutkatastrophe Mitte Juli 2021 insbesondere um Bestands- und Taktverbesserungen, Elektrifizierung sowie Barrierefreiheit auf der Ahrtalbahn, hat sich die Aufgabenstellung nach der vollständigen Zerstörung der Trasse zwischen Walporzheim bis Ahrbrück völlig verändert - und deutlich erweitert. Nunmehr geht es der Gruppe um Wolfgang Groß darum, dass die Strecke möglichst zügig hochwassersicher sowie mit den bestmöglichen technischen Standards aufgebaut wird. Dies ist eine neue Herausforderung und die Begleitung der Arbeiten erfordert viel Engagement und Kontakte mit Bahnbetrieben sowie Landes- und Kreisbehörden. Weitere Ziele der Eisenbahnfreunde sind der Gewinn neuer Mitstreiter und auch die Sicherung eines der historischen Stellwerke als Museum. Aus diesem Grunde hat sich die Gruppe kürzlich bei einem Treffen auch in „Interessengemeinschaft (IG) Ahrtalbahnfreunde“ umbenannt, sowie die Vereinsarbeit mit einer Satzung neu strukturiert und auf eine breitere Basis gestellt. Der Eintrag der IG in das Vereinsregister wurde beschlossen. Bei der Gründungversammlung im Brauhaus Remagen traten spontan bereits rund 20 Personen der IG als Mitglied bei. Eigens aus dem Alten Land bei Hamburg angereist war das „Ahrtalbahnfreunde-Urgestein“ Uli Eupen. Wolfgang Groß, Mitbegründer der Gruppe und seither allseits anerkannter Sprecher der Ahrtalbahnfreunde, wurde als Vorsitzender der Gruppe gewählt. Auch bei den weiteren Wahlen gab es Einstimmigkeit: Ulrich Stumm (Stellvertreter), Christine Klein (Schatzmeisterin), Matthias Röcke (Schriftführer) sowie als Beisitzer Irmgard Becker, Wolfgang Fuchs, Jürgen Görgler (Internet) sowie Willi Tempel (Pressearbeit). Als Kassenprüfer fungieren Norbert Heidelberg und Lothar Fehr.


DB: Wiederaufbau bis 2025


Das Land Rheinland-Pfalz sowie die Deutsche Bahn (DB) haben kürzlich einen Wiederaufbau der Strecke Walporzheim-Ahrbrück bis Ende 2025 angekündigt. Und gleichzeitig auch die Elektrifizierung der Strecke von Remagen bis Ahrbrück bekannt gegeben. Durch die antriebsstarken Fahrzeuge sollte es dann möglich sein, im Rahmen des Deutschlandtakts mit einem 20-Minuten-Takt bis Ahrbrück sowie durchgehende Verbindungen von Ahrbrück bis Köln, Wuppertal oder Dortmund zu schaffen. Insofern freut sich die IG Ahrtalbahnfreunde über diese Ankündigung von Land und DB. Ein entsprechender Elektrifizierungsvertrag für die Strecke der Ahrtalbahn soll bereits bis Mitte 2022 unterzeichnet werden. Für alle Bahnhöfe und Haltepunkte an der gesamten Strecke zwischen Remagen und Ahrbrück schlägt die neue IG im Zuge der Baumaßnahmen gleichzeitig die Schaffung vollständiger Barrierefreiheit vor, ebenso zusätzlicher Haltepunkte. Notwendig seien für eine Erhöhung der Streckengeschwindigkeit und den neuen Takt bis Ahrbrück aber noch weitere Ausbauten. Konkret nennt Wolfgang Groß die Reaktivierung des zweiten Gleises in Walporzheim und einen weiteren Kreuzungsbahnhof in Mayschoß oder alternativ in Altenahr. Und in Marienthal gibt es ebenfalls Bestrebungen für einen Bahnhaltepunkt. Hier erinnert noch der alte Bahnsteig daran, dass dort einst Züge hielten. Die Ahrtalbahn solle, so Wolfgang Groß, insgesamt „modern und zweckmäßig“ wiederaufgebaut werden. Die IG wird die Aufbauarbeiten konstruktiv-kritisch begleiten, und wenn notwendig, Hinweise und auch Hilfestellung geben. Durch Exkursionen in andere Regionen mit moderner Eisenbahninfrastruktur und Fachvorträgen soll die Fachkunde der Vereinsmitglieder auch weiterhin erhalten und erweitert werden.

Die Treffen der IG Ahrtalbahnfreunde finden derzeit jeweils am vierten Mittwoch des Monates im Brauhaus Remagen (Rheinufer) statt. Termin der beiden nächsten Stammtische: 25. Mai und 22. Juni, jeweils um 18 Uhr. Eingeladen sind neben den Mitgliedern der IG auf Interessenten jeden Alters. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite „www. Ahrtalbahnfreunde.de“ und auch über Twitter. Pressemitteilung

Ahrtalbahnfreunde

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juergen mueller:
Bevor solche Kommentare in Umlauf gebracht werden, sollte man sich vorher genau informiert haben. Gibt es solche Sitzungsgelder, dann ist das rechtens, denn umsonst gibt es heutzutage nichts mehr (Zeit heutzutage will vergütet werden). Hier geht es auch nicht darum, wer was erhält, sondern welche...
Bernhard Sommer:
Wirtschaftliche Perspektive? Ich hoffe dass Herr Langner dann auch keine Sitzungsgelder usw. als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Aufsichtsratsmitglied bekommt !!!! Und er kann das dem Weihnachtsmann erklären, dass es erst eine Woche vor Fälligkeit auffällt, dass kein Geld mehr da ist..........
juergen mueller:
Wirtschaftliche Perspektive? Wenn ein Unternehmen, wie das GKM, kontinuierlich Liquiditätsprobleme hat, dann geht man zuerst an diejenigen, die dafür am wenigsten können? Herr Langner ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung u. sitzt im Aufsichtsrat. Wenn im Januar oder Februar wieder diese...
juergen mueller:
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