Neue Cochemer Stadtwaldlinie (K 18) freigegeben
Zieleinlauf einer „unendlichen Geschichte“
Cochem. Es bedurfte gut 30 Jahre politischer Diskussion, langwierigem Austausch und intensiver Planung in und mit diversen involvierten Gremien und Behörden, bevor das Projekt „Stadtwaldlinie“ K 18 jetzt erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Landrat Manfred Schnur bezeichnete während der Eröffnungszeremonie die von Einheimischen lang ersehnte Fertigstellung als „unendliche Geschichte“ mit finalem Zieleinlauf, die wohl als besonderes Ereignis in die Cochemer Stadtgeschichte eingehen wird. „Was lange währt, wird endlich gut und Mut und Risiko wurden abschließend belohnt“, so Schnur zur offiziellen Indienststellung der für die Region äußerst wichtigen Straße. #
Zur offiziellen Verkehrsfreigabe auf der Viktoriahöhe waren zahlreiche geladene Gäste erschienen, zu denen sich auch Staatssekretär Andy Becht vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Bernd Cornely, Leiter Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz, VG-Bürgermeister Wolfgang Lambertz, Stadtbürgermeister Walter Schmitz, sowie offizielle Vertreter der ausführenden Firmen zählten. Auch diese teilten die Ansicht des Kreischefs, dass dieses bisher ehrgeizigste Straßenbauprojekt im Landkreis zu einem erfolgreichen Abschluss kam. So war die Realisierung auch für den LBM Cochem-Koblenz eine besondere Herausforderung, denn die Planung und Umsetzung offenbarten sich aufgrund der schwierigen topographischen Lage als äußerst komplex und anspruchsvoll. Dennoch blieb man bezüglich der Fertigstellungszeit von zwei Jahren und zehn Monaten gut zwei Monate unter der vorherigen Planung und auch in Sachen Finanzierung gab es Positives zu vermelden. Trotz erheblicher Preissteigerungen während der Ausführung wurde das zuvor veranschlagte Budget von 12,3 Millionen Euro nicht überschritten. Ganz im Gegenteil, denn mit voraussichtlich 9,4 Millionen Euro Gesamtkosten, wird man deutlich kostengünstiger bleiben.
Mit der neuen K 18 besteht nun eine wichtige und leistungsfähige Verbindung zwischen Moseltal und Eifel, die eine Lücke im überörtlichen Straßennetz zwischen den Bundesstraßen B 49 und B 259 sowie der Landesstraße 98 und der Kreisstraße 18 schließt. Willkommener Nebeneffekt: „Die Erschließung der Cochemer Oberstadt mit ihren zahlreichen öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindergarten und Pflegeheim sowie die Erreichbarkeit der Ortslage bei Hochwasserlagen und im Katastrophenfall werden wesentlich verbessert. Dahingehend zeigte sich Stadtbürgermeister Walter Schmitz sehr erleichtert: „Jetzt haben wir eine sichere Anbindung der Cochemer Oberstadt an das überörtliche Straßennetz!“ Dass durch die Fertigstellung der neuen Stadtwaldlinie künftig auch die bei Einheimischen wie Touristen beliebte Cochemer Altstadt (Fußgängerzone) weitgehend auf den Fahrzeugverkehr verzichten kann, wird von der Stadt ebenfalls als Gewinn gesehen. Diesbezüglich spricht Schmitz von einer willkommen Entlastung der Innenstadt und einem stressfreien Aufenthalt für alle Fußgänger. Abschließende Verkehrsmaßnahme für Cochems Zentrum: „Ab sofort wird wieder zu den üblichen Zeiten das automatische Poller-System hinsichtlich einer andauernden Sperrung der Cochemer Altstadt für den individuellen Fahrzeugverkehr aktiviert. TE
Landrat Manfred Schnur sprach von einem erfolgreichen, finalen Zieleinlauf einer „unendlichen Geschichte“.
