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Demonstration vor der Europa- und Kommunalwahl in Koblenz

„Zukunft! Für unser Klima, für Demokratie, für soziale Gerechtigkeit!“

Bündnis ruft am 18. Mai zur Teilnahme auf – Naturfreunde Kettig gehören zu den Unterzeichnern

18.04.2019 - 09:25

Kettig/Koblenz. Acht Tage vor der Wahl gehen zahlreiche ökologische, demokratische und soziale Gruppierungen in Koblenz auf die Straße. Am 18. Mai wird es ab 14 Uhr eine gemeinsame Großdemo in der Innenstadt geben. Mit dabei sind neben jungen Menschen von „Fridays for future“ der BUND, der DGB und einige seiner Mitgliedsgewerkschaften, Greenpeace, Naturfreunde, Pulse of Europe, das Bündnis Klimaschutz Mittelrhein und kirchliche Gruppen. Zusammen fordern sie deutlich mehr Anstrengungen für den Klimaschutz und eine Stärkung einer nachhaltigen und zugleich sozial gerechten Politik. „Rassistische, nationalistische und autoritäre Kräfte dürfen bei uns und in Europa nicht weiter vordringen, damit Demokratie und Frieden keinen Schaden nehmen. Gehen Sie darum unbedingt am 26. Mai zur Wahl und sichern Sie die Zukunft kommender Generationen“, appelliert Versammlungsleiter Egbert Bialk an die Wählerinnen und Wähler.

Julika Sandrieser, aktiv bei Schülerdemos und bei Greenpeace, verlangt einen konsequenten Vorrang des Klimaschutzes bei allen politischen Entscheidungen; denn: „Ihr klaut gerade meine Zukunft, und damit werde ich mich nicht abfinden.

Ich werde mich so lange beschweren, bis endlich Maßnahmen getroffen werden.“ Dr. Thomas Bernhard vom BUND Koblenz ergänzt: „Um die schlimmste Erderhitzung zu verhindern, muss der CO2-Ausstoß bis 2029 halbiert sein – da bleibt keine Zeit mehr für halbherzige, lobbykonforme Politik. Wir brauchen lokal, deutschland- und EU-weit entschiedenes und schnelles Handeln und klare Klimagesetze.“ Dass bei ungebremster Klimakrise auch unsere natürlichen Lebensgrundlagen Schaden nehmen, betont Oliver Hartmann von den Naturfreunden Kettig.

Diese ökologische Wende muss verbunden sein mit guten Arbeitsbedingungen und sozialer Gerechtigkeit, fordert der Gewerkschaftsbund. Sebastian Hebeisen vom DGB, Region Koblenz: „Auf einer verwüsteten Erde gibt es auch keine gute Arbeit mehr.“ Klimagerechtigkeit und globale Gerechtigkeit seien zwei Seiten einer Medaille, davon ist auch Helmut Gelhardt von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Mülhofen-Engers überzeugt. Politik müsse nicht den Konzerninteressen dienen, sondern Raum für die partnerschaftliche Mitgestaltung schaffen. Arne Houben von Pulse of Europe Koblenz sorgt sich um eine friedliche und demokratische Zukunft in Europa und fordert eine Weiterentwicklung: „Wir brauchen eine starke europäische Zivilgesellschaft, die solidarisch und übernational Europa voranbringt!“ Das geht nur mit einer starken ökosozialen Bewegung von unten, für und mit der Jugend. „Das Haus brennt, sagt die mutige Greta Thunberg aus Schweden. Die Veränderung wird darum kommen – aber nicht von allein und nicht aus Wohlwollen, sondern weil auch wir sie in die Hand nehmen müssen. Act now!“, heißt es abschließend in dem Aufruf zur Demo, der schon von rund 20 Gruppen und zahlreichen Einzelpersonen unterzeichnet ist.

Die Großdemo steht in Zusammenhang mit zahlreichen weiteren Demonstrationen am 18. und 19. Mai deutschlandweit. In Koblenz führt sie samstags um 14 Uhr vom Hauptbahnhof über Zentral- und Münzplatz und Moselufer/Kastorkirche zum Reichensperger Platz. Ein Musik- und Kulturprogramm wird an den verschiedenen Stationen vorbereitet. Weitere Gruppierungen und Personen sind zum Mitmachen und Unterzeichnen des Aufrufs eingeladen.

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24.04.2019 11:59 Uhr
Helmut Gelhardt

Ja - die Bewegungen pro Klimaschutz / Umweltschutz / Naturschutz und die Bewegungen gegen den politischen Rechtsschwenk, den Rechtskonservatismus und Rechtsradikalismus sind bestimmt keine Selbstläufer! Es sind ganz dicke Bretter, die da gebohrt werden müssen, um Erfolg für die Demokratie, die Umwelt, das Soziale, die Solidarität zu erlangen. Aber was ist die Alternative? Wenn wir die
Klimakatastrophe / Umweltzerstörung und die rechte geistige Umweltverschmutzung, das Desinteresse an Demokratie und sozialer Gerechtigkeit nicht über uns hereinbrechen lassen wollen, muss die Politik handeln. Und die Politik braucht oft Impulse zu handeln. Also - Arsch huh, Zäng ussenander!

Helmut Gelhardt, Mitglied der KAB, des BUND, der NaturFreunde



23.04.2019 16:49 Uhr
juergen mueller

Wir werden sehen, wie lange diese "Bewegung" noch andauert. Es wurde bereits für ebenso wichtige Themen auf die Strasse gegangen, zu Tausenden. Was ist davon noch übrig geblieben? Ein Häuflein unentwegte, die schon fast zu bemitleiden sind. Ich polarisiere nicht, sondern weiß aus der/meiner Vergangenheit, wovon ich schreibe. Es bedarf nur eines/einer Einzelnen, um Aufmerksamkeit auf ein weltbewegendes Thema zu lenken und unsere Jugend daran zu erinnern, endlich wach zu werden. Aber zu einem Wachwerden gehört nun leider auch wieder ein "Einschlafen". Die Zeit wird es uns zeigen.



18.04.2019 20:57 Uhr
Rainer Kimpel

Wenn SchülerInnen protestieren und demonstrieren, ist das erst einmal eine gute Sache, insbesondere wenn es um die Gestaltung ihrer Zukunft geht , da diese nun mal, statistisch gesehen, noch eine zeitlich lange Zukunft vor sich haben und bisher noch keine wirkliche Möglichkeit hatten eine politische Einflussnahme , z. B. durch das Wahlgesetz, besitzen!
Das den SchülerInnen diese Handlung während des vorgesehenen Unterricht streitig gemacht wird ist absurd und zeigt denjenigen die dies fordern, das Unverständnis oder die Ignoranz unserer demokratischen Verfassung!
Das diese Proteste meines Wissens berechtigterweise bisher nur zum Thema Umweltschutz stattgefunden haben ist nachvollziehbar, aber noch nicht ausreichend, insbesondere im Hinblick auf die intransparente Politik unserer Bundesregierung.
Der Umweltschutz ist deshalb nicht alleine für das zukünftige Wohlergehen der Menschheit von signifikanter Bedeutung!
Von besonderer Wichtigkeit ist auch, die exorbitante Militarisierung.



18.04.2019 09:55 Uhr
Uwe Klasen

Zitat: „autoritäre Kräfte dürfen bei uns und in Europa nicht weiter vordringen“ ----- dazu im Widerspruch folgende Zitate aus dem Text: „bis endlich Maßnahmen getroffen werden“, „muss der CO2-Ausstoß bis 2029 halbiert sein“, „lokal, deutschland- und EU-weit entschiedenes und schnelles Handeln und klare Klimagesetze“ ---- Die Veranstalter widersprechen sich und möchten totalitäre Kräfte verhindern, während sie selbst einen Totalitarismus befürworten und fordern! Und zum sogenannten „menschengemachten Klimawandel“ ein Zitat von Benjamin Franklin (1706 – 1790): „Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.“



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Patrick Baum:
Ein vorbildlicher Landrat, der Dr. Saftig. Der krasse Gegensatz dazu ist Uwe Junge, der Landesvorsitzende der AfD Rheinland-Pfalz, dem eine Privatfeier wichtiger war, als die konstituierende Sitzung des Kreistags Mayen-Koblenz. Dr. Saftig hat Verantwortungsbewußtsein, Uwe Junge hat dieses Verantwortungsbewußtsein nicht.
juergen mueller:
Zuerst hieß es, Hofmann-Göttig verzeichnet bei seinem Amtsantritt als OB gegenüber seinem Gehalt als Staatssekretär ein Minus.Das war schon die erste Lüge und kostete die Stadt bzw. den Steuerzahler ca. 700 000 Euro,auf denen sie dann auch sitzen geblieben ist.Nun wiederum 130 000 Euro,die Hofmann-Göttig durch eine falsch erteilte Genehmigung der ADD nunmehr ebenfalls mit Unterstützung seines Nachfolgers,der offensichtlich das Prüfen weiterer juristischer Schritte für nicht notwendig erachtet,behalten darf.Eine Krähe hackt bekanntlich der Anderen kein Auge aus u.KOBLENZ hat`s ja.Wie ein Hohn liest sich da ein Artikel der RZ:"Wer sich in der Lokalpolitik engagiert,tut dies wohl kaum wegen des Geldes".Nur zur Info.Es soll doch tatsächlich Koblenzer Ratsmitglieder geben,die inklusiv ihrer vielfältigen Nebenfunktionen wie z.B. Vorstand/Aufsichtsrat/Verwaltungsrat mit "Nebeneinkünften im 5stelligen Bereich" - u.damit meine ich über 20 000 Euro - auskommen müssen u.das seit Jahrzehnten !!!
Uwe Klasen:
"Eine neue Attraktion: Mit 100 km/h über den Rhein fliegen" --- Gute Idee, warum nicht, macht bestimmt viel Spaß und Koblenz könnte man sich komplett neu erschließen.
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