Allgemeine Berichte | 08.04.2025

Dreiakter des Theaterensembles FeinHerb begeisterte

Zum Vergnügen des Publikums die Sau rausgelassen

Das Ellenz-Poltersdorfer Theaterensemble FeinHerb begeisterte in diesem Jahr mit der Komödie „Lass die Sau raus“. Fotos: TE

Ellenz-Poltersdorf. Die Gaudi-Fabrik des Theaterensembles „FeinHerb“ hat zur Freude seiner treuen Fangemeinde wieder zugeschlagen. Diesbezüglich boten die versierten Laienschauspieler heuer den Dreiakter „Lass die Sau raus“, eine Komödie aus der Feder von Andreas Wening.

Aufgefrischt und abgerundet mit örtlichen Begebenheiten, Verhältnissen und Ereignissen, wurde das in heimischer Mundart präsentierte Stück zu einem erfolgreichen Angriff auf die Lachmuskulatur der begeisterten Theaterbesucher. Beide bereits vorab ausverkauften Abendveranstaltungen, adelten dabei schon im Vorfeld den bis dato stets hervorragenden Einsatz der Bühnenakteure. Die verdienten sich mit dem Einsatz von Nachwuchskräften auch heuer darstellerische Bestnoten und waren einmal mehr Garant für einen kurzweiligen und höchst amüsanten Theaterabend. Die Spielfreude der Protagonisten sowie die mit flotten Sprüchen, Gags und Anekdoten zusätzlich aufpolierte Bühnengeschichte, waren dabei willkommene Auslöser für Lachtränen und wiederkehrenden Szenenapplaus.

Lachtränenund Szenenapplaus

Zum Geschehen: Selma Sulzbach, herrische Bio-Öko-Tussi im vegetarischen Ernährungswahn (Susanne Weber) verteilt mit den Nachbarskindern Frieda, Caroline, Vicky und Greta, Flyer im Moselort. Mit diesen wirbt sie für eine durchweg vegetarische Ernährung. Zudem kann sie mit dem vertrottelten und verängstigten Gatten Georg Sulzbach (Michael Hermes) aufwarten und findet mit der unterbelichteten Labertasche Lotte Reischel (Sonja Fuhrmann-Weber) und Freundin Karin Heppner (Maria Oster) diesbezüglich hilfreiche Unterstützung. Letztere ist die tonangebende Gattin des querhumorigen Norbert Heppner (Erhard Kranz) mit dem sie, sowie dessen fleischfressender Schwester Wilma Heppner (Elke Zenz) und dem knorrigen Schwiegervater Erwin Heppner (Dieter Schulz), eine Hausgemeinschaft bildet.

Gedünstetes Gemüse mit welkem Beilagensalat lassen Norbert und Wilma in der Folge erzürnen und so entschließt sich der Herr des Hauses für die Anschaffung einer Sau, die er als Schweineflüsterer im alten Stall neben dem Anwesen künftig liebevoll betreuen will. Sehr zum Unmut von Karin, die heimlich einen Metzger für eine zeitnahe Tötung und Entsorgung der Sau mit Namen „Anita“ kontaktiert. Zur selben Zeit hat sich der alternde Rammler „Rüdiger“ von Georg Sulzbach in die ewigen Jagdgründe verabschiedet, den er in der Folge am alten Wasserturm verbuddelt. Heppners Haushund Josef gräbt ihn als Beute wieder aus und Herrchen Norbert vermutet in ihm den Mörder des Hasen. Also kauft er einen gleichaussehenden neuen und setzt ihn auf des Nachbars Wiese. Der dreht jetzt völlig am Rad und hält den wiederauferstandenen Rammler für einen Zombiehasen.

Den betagten Knurzkopp Erwin Heppner ereilt derweil ein Blutdruck wie der einer „Fleischworscht im Dämpekessel“, da man ihn laut Nachbarschaftstratsch im eigenen Anwesen ermordet hat. Seinem Unmut lässt er darüber freien Lauf: „Ich sterwe erscht wenn mir et passt - basta!“ Der von Karin Heppner gebuchte und mit der motorischen Feinfühligkeit eines Wrestling-Champions ausgestatte Metzger Hannes Wetzstein (Anja Schneiders), wird auf Anhieb für einen Auftragskiller gehalten. Der soll Anita um die Ecke bringen, wobei Erwin und die Nachbarschaft diese für eine professionelle Gespielin von Norbert halten. Chaos und Tohuwabohu erreichen Spitzenwerte, als Psychologin Dr. Amaryl (Sylvia Fett) dazukommt und sich als fachidiotische Problemsucherin mit schrägen Diagnosen bezüglich der Protagonisten einbringt. Dabei sieht sie in Heppners „Schweinedilemma“ das „Schweigen der Lämmer“. Für ihre Bühnenpatienten möchte sie Psychiatrieeinweisungen vom Abreißblock vornehmen. Hannes Wetzstein bezeichnet sie als durchgedrehte „Kreisch-Amsel“ und holt sie deftig auf den Boden der Tatsachen zurück.

Am Ende herrschen Friede, Freude, Eierkuchen mit Fleischworscht-Kringel und ohne Grünzeug. Das Happyend-Finale: Zombiehasen gibt es nicht und die Sau „Anita“ ist kein professionelles Callgirl sondern darf den Rest ihres Lebens auf einem Gnadenhof verbringen. Der nicht enden wollende Beifall eines begeisterten Publikums war nach dem letzten Vorhang der verdiente Lohn für ein hervorragend aufspielendes Theaterensemble.

TE

Ökotussi Selma Sulzbach ist in den Besitz des Betäubungsgewehrs gekommen und macht Erwin Heppner zum Opfer.

Ökotussi Selma Sulzbach ist in den Besitz des Betäubungsgewehrs gekommen und macht Erwin Heppner zum Opfer.

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Das Ellenz-Poltersdorfer Theaterensemble FeinHerb begeisterte in diesem Jahr mit der Komödie „Lass die Sau raus“. Fotos: TE

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