Allgemeine Berichte | 16.12.2025, 12:05 Uhr

Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ im Gespräch mit der Koblenz Touristik

Zuständigkeits-„Ping Pong“ am Peter-Altmeier-Ufer nicht zielführend

Am Moselufer. Foto: privat
138

Koblenz. „Grundsätzlich herrscht Konsens darüber, daß die Stadt Koblenz sich in Sachen Tourismus nachhaltig weiterentwickeln sollte“, so die Einschätzung der Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ nach einem Gesprächstermin mit der Bereichsleitung der Koblenz Touristik.

„Jedoch dort wo sich Probleme deutlich zeigen, muss nach- bzw. gegengesteuert werden“.

Das Peter-Altmeier-Ufer stößt zusehends an seine Kapazitätsgrenzen. Die verkehrsberuhigenden Maßnahmen in diesem Bereich werden von Anwohnern der Uferstraße begrüßt. Doch hier muss nachjustiert werden.

Die Bürgerinitiative hat die Notwendigkeit herausgestellt, dass die Andienung der Hotelschiffe besser koordiniert und geplant werden muss, um Lärm zu minimieren. Auch die Möglichkeit das Anlegen und Ablegen an Sonn- und Feiertagen innerhalb der Nutzungsvereinbarung zeitlich einzugrenzen, ist eine Forderung der Anwohnerschaft. Grundsätzlich wird von der BI betont, daß das Erreichte dank der Vereinbarung aus dem Jahr 2019 eine Vielzahl von positiven Effekten gezeigt hat. Die Geschäftsführung der KO - Touristik hat klar herausgestellt das die baulichen Veränderungen an der Uferstraße nicht in Ihren Zuständigkeitsbereich fällt. Die Verweisung an andere Zuständigkeiten ist jedoch nicht lösungsführend. In Studien des Deutschen Tourismusverbandes wird die Lösung von Verkehrsproblemen an erster Stelle genannt, wenn es darum geht Tourismusakzeptanz zu fördern. Die Tragfähigkeitsgrenzen am Peter-Altmeier-Ufer sind erreicht, so die Sichtweise der Anwohner und der Bürgerinitiative 6.000 bis 7.000 Fahrzeuge nutzen die Uferstraße täglich. 6 Hotelschiffe bei einer max. Auslastung entspricht 900 Touristen mit entsprechendem Bustransport- und Andienungsverkehr. Die Auslastung an den Anlagestellen mag saisonal schwanken, ist jedoch im Jahresmittel ausgebucht. Das Parkhaus mit 330 Stellplätzen wird ebenso über die Uferstraße angesteuert.

Das nun entstehende Boarding House mit 64 Apartments und eine Großgastronomie in der Liegenschaft Bürresheimer Hof / Mittelrhein Museum, wird Parkdruck und Verkehrsprobleme verschärfen. Verkehrsplaner und Baudezernat müssen hier mit lenkenden Maßnahmen versuchen zu retten was noch zu retten ist. Nachdem 1969 die Moselwerft am Ufer rückgebaut war und somit eine Betriebsgelände an der Wasserfront verschwand, wurde über Jahrzehnte die Chance hier etwas entstehen zu lassen, was den Name Uferpromenade verdient, vertan.

„Der Wertschöpfungskette Tourismus steht hier eine Abwärtsspirale von Wohn- und Lebensqualität gegenüber, und offenbart, was schlechte auch ambitionslose Stadtplanung anrichten kann. Tourismus braucht um erfolgreich und akzeptiert zu sein nicht nur Marketing, sondern insbesondere Management und Kennzahlen die Erfolg definieren“ so das Fazit der Bürgerinitiative.

Pressemitteilung Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“

Am Moselufer. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Dauerauftrag Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kreishandwerkerschaft
Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, Oktober 2026
Zukunft trifft Tradition KW 42
Titel-Anzeige
Empfohlene Artikel
achtung baustelle
59

Meckenheim. In Meckenheim wird die Verkehrsführung auf der A565, zwischen den Anschlussstellen Meckenheim-Merl und Bonn-Hardtberg, im Rahmen der laufenden Fahrbahnsanierung angepasst. Ab dem heutigen Freitag, dem 16. Oktober, steht im Baustellenbereich in Fahrtrichtung Koblenz nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung. Diese Maßnahme wird voraussichtlich bis zum 13. November andauern.

Weiterlesen

Die B267 in Rech. Foto:ROB
260

Ahrtal. Das Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz mit Sitz in Sinzig lässt an zwei Tagen im Zeitraum der Kalenderwochen 44 bis 46 Luftaufnahmen im Bereich der Mittelahr erstellen. Ziel ist es, den aktuellen Bestand entlang der B 267 sowie eines Teilabschnitts der B 257 im Bereich Kreuzberg zu dokumentieren. Die Aufnahmen dienen als Grundlage für die Planung und Umsetzung der Wiederaufbauprojekte.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die B267 in Altenahr.  Foto: ROB
1987

Die Sperrung bedeutet Einschränkungen im ÖPNV

Altenahr: Vollsperrung der B 267 ab 19. Oktober

Altenahr. Ab Montag, 19. Oktober 2026, muss die B 267 in Altenahr auf Höhe des Bahnübergangs an der Altenburger Straße voll gesperrt werden. Grund hierfür ist die Herstellung einer Außenanlage. Die Sperrung wird voraussichtlich bis einschließlich 6. November dauern. Die Umleitung erfolgt aus Fahrtrichtung Altenburg kommend über die B 257 und den Roßberg, aus Fahrtrichtung Altenahr kommend erfolgt die Umleitung entgegengesetzt, das heißt über den Roßberg und die B 257.

Weiterlesen