Allgemeine Berichte | 23.07.2018

Open Air-Festival „Field Invasion“ entstand aus einem privaten Grillabend von vier Jungs

Zwei Tage Livemusik, Headbanging und Erfrischung im Urbacher Freibad

Matthias Winter und Sebastian Stein, zwei der vier Hauptorganisatoren desFestivals, haben aus einer Laune heraus angefangen. Auch heute noch ist ihnen ihr Spaßund das Wohlbefinden der Besucher das Wichtigste an der ganzen Veranstaltung. Fotos: -KER-

Urbach. Die etwas härtere Gangart der Rockmusik legen die Metal-Bands und ihre Fans ein.

Ähnlich wie im mittlerweile international bekannten Wacken in Schleswig-Holstein – nur noch nicht ganz so groß - hat sich in Urbach im Westerwald ein Heavy-Metal-Festival etabliert, dass seit bereits dreizehn Jahren auf der grünen Wiese am Ortsrand von Urbach im Tal des kleinen Urbach-Kirchdorfer Bachs stattfindet. Von Freitag bis Sonntag campierten dort wieder die Freunde schneller und lauter Musik, zu der sich phantastisch mit dem Kopf rotieren lässt, Kenner der Szene sagen Headbanging dazu.

Matthias Winter aus Horhausen ist einer der vier Veranstalter des Festivals „Field Invasion“. Ihm zur Seite stehen Merlin Thran aus Großmaischeid, Max Bartels aus Urbach und Sebastian Stein aus Landau. Angefangen habe alles mit einem Grillabend von Max und Sebastian auf einem anderen Gelände in Urbach. Das sei mittlerweile zu klein geworden. Matthias: „Irgendwann wurde das größer, die Musik lauter, dann wurde eine Palettenbühne aus Europaletten gebaut.

Mittlerweile haben wir eine eigene Bühne.

ei dem schönen Wetter dieses Jahr rechnen wir mit 600 bis 700 Besuchern. Die meisten bleiben über das Wochenende hier und übernachten in ihren mitgebrachten Zelten.“

15 verschiedene Gruppen traten auf

15 verschiedene Gruppen bot „Field Invasion“ seinen Besuchern dieses Jahr. Darunter die verschiedensten Metal-Genres, erklärt Matthias Winter. Neben teilweise überregional bekannten Formationen seien auch ganz kleine Gruppen aus der Region darunter. Winter: „Viele junge Leute auch hier auf dem Land machen oder hören Metal-Musik.“

Aufgezeichnet wird das Open-Air nicht. Wer es nicht live erlebt hat, kann keine Ton- oder Bildträger kaufen oder Aufnahmen runterladen. Matthias sagt: „Wir sind selbst leidenschaftliche Festivalbesucher und versuchen hier Dinge besser zu machen, die uns woanders nicht gefallen.“ Zum Beispiel sind die vier stolz darauf, dass die so wichtigen Toilettenhäuschen auf dem Festivalgelände beleuchtet sind. Das sei nicht auf jeder Veranstaltung so, haben die Metal-Freunde erlebt. Auch achte man auf günstige Getränkepreise und ein großes Angebot an „Flüssignahrung“. Am Imbissstand gibt es die verschiedensten Gerichte für jeden Geschmack, neben Würstchen und Steaks auch überbackene Nudeln und sogar ein Frühstück für die Camper. Als besonders toll empfinden die Veranstalter die Kooperation mit dem Urbacher Freibad: „Das ist nur einen Steinwurf vom Festivalgelände entfernt. Gerade jetzt, wo es so heiß ist, bietet sich das für viele Festivalbesucher als kleine Abkühlung zwischendurch oder zum Frischmachen am Morgen an.“

Die Zuneigung, die die Angereisten für den Ort Urbach empfinden, wird von dort erwidert. Matthias Winter: „Die meisten Urbacher freuen sich richtig über das Festival. Viele kommen auch hierhin, trinken oder essen was und hören sich die Gruppen an.

Das ist mal eine Abwechslung im Jahresverlauf der Veranstaltungen. Als kleines Dankeschön von uns für die Gastfreundschaft der Urbacher haben wir für die Einheimischen einen günstigen Spezialeintrittspreis gemacht.“

Eine friedliche Veranstaltung

Auch Ältere nutzen dieses Angebot, weiß Matthias Winter. Mittlerweile habe auch jeder verstanden, dass „Metaler“ trotz der eher rauen Musik „sehr friedliche Menschen“ seien. Noch nie in all den Jahren haben die Veranstalter eine Security benötigt, die für Ordnung hätte sorgen müssen. Ärgerlich finden es die Musikfreunde allerdings, dass von nicht so friedlichen Zeitgenossen immer wieder mal nachts ein paar von den großen Konzert-Transparenten rund um das Festivalgelände angezündet werden. Das sei nicht nur gefährlich, gerade bei der trockenen Witterung, sondern verursacht auch immer wieder einen unnötigen Schaden. Letztlich wird sich wohl die Polizei mit diesem Delikt beschäftigen müssen.

Fünf Tage Aufbau mit knapp einem Dutzend Helfern, drei Tage Festival und anschließend wieder fünf Tage Abbau – „Field Invasion“ ist für die Veranstalter immer wieder eine schweißtreibende Arbeit. Einen Gewinn machen sie nicht dabei, ihre Motivation ist einzig der Spaß an der Musik und der Geselligkeit. Im „normalen“ Leben gehen die meisten einer etwas „bürgerlicheren“ Beschäftigung nach: Matthias Winter ist Elektrotechnikermeister, Sebastian Sanitär-Heizungs-Klimatechnikermeister, ein anderer ist ein guter Kfz-Mechaniker.

Die Gruppen 2018 auf der „Field Invasion-Bühne“ waren: Reboozed, Alltheniko, Bloodspot, When Stars Collide, Sic Zone, Fateful Finality, The Fallen Grace, Desolated Throne, Centrate, The Legion: Ghost, Left Betrayed, Apothic, Incertain, Aeranea und Path of Destiny.

Die Formation „Sic Zone“ begeisterte am Freitagabend die Besucher desFestivals und animierte zu ausgelassenem Headbanging und fröhlichen Tänzen.

Die Formation „Sic Zone“ begeisterte am Freitagabend die Besucher des Festivals und animierte zu ausgelassenem Headbanging und fröhlichen Tänzen.

Eine fröhliche Metal-Gemeinde versammelt sich alljährlich beim Festivalam Ortsrand von Urbach. Die Besucher kommen zu Teil von weit angereist.

Eine fröhliche Metal-Gemeinde versammelt sich alljährlich beim Festival am Ortsrand von Urbach. Die Besucher kommen zu Teil von weit angereist.

Matthias Winter und Sebastian Stein, zwei der vier Hauptorganisatoren des Festivals, haben aus einer Laune heraus angefangen. Auch heute noch ist ihnen ihr Spaß und das Wohlbefinden der Besucher das Wichtigste an der ganzen Veranstaltung. Fotos: -KER-

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • beltz: Lahnstein hat ja genüfend Geld

Lärmschutz für Bengen

  • K. Schmidt: Funfact: Gegen Lärm von Flugplatz und insbesondere Sportschießstand hätte Herr Orthen als Bürgermeister von Bad Neuenahr-Ahrweiler schon lange etwas tun können, schließlich liegen diese Lärmquellen auf...
  • Michael Gülck: Die Forderung nach einer verbesserten Datengrundlage zu bestehenden Biogas-Blockheizkraftwerken sowie nach einer frühzeitigen Einbindung relevanter Akteure ist aus planerischer Sicht grundsätzlich nachvollziehbar.
Monatliche Anzeige
Holz Loth-Entsorgung
Mayener Ausbildungsmesse
MAYA  - Mayener Ausbildungsmesse am 13. März 2026
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Anzeige HEMS
Anzeige Einladung Präsentation BMW iX3
Stellenanzeige Fahrer/Begleitperson
Empfohlene Artikel

Hohenleimbach. Am 25. März 2026 beginnen die Arbeiten zur Fahrbahnsanierung auf der B 412 bei Hohenleimbach. Der betroffene Abschnitt erstreckt sich von der Einmündung der K 23 bei Jammelshofen bis zu einem Wirtschaftsweg bei Lederbach. Im Rahmen der Maßnahme werden die bestehenden Asphaltschichten bis zu einer Tiefe von etwa 12 cm abgefräst und durch neue Asphaltbinder- und Deckschichten ersetzt. Die Sanierung umfasst die gesamte Fahrbahn inklusive der Seitenstreifen.

Weiterlesen

Euskirchen. Am Mittwoch, den 11. März, entwickelte sich gegen 19:00 Uhr in der Kirschenallee in Euskirchen ein PKW-Brand. Während der Fahrt bemerkten die Insassen des Fahrzeugs plötzlich eine Stichflamme, die unter der Motorhaube hervortrat.

Weiterlesen

Rhein-lahn. Die Lehner Kirmes Gesellschaft hatte Ende Februar die Zuständigkeit für die Rhein-Lahn-Nixe übernommen. Bei dieser Gelegenheit erhielt die amtierende Nixe Kristina I. von Vorstandsvorsitzendem Benjamin Kadenbach und dem zweiten Vorsitzenden Andreas Birtel ihre neue Schärpe. Nun bereitet die Lehner Kirmes Gesellschaft die Suche nach einer Nachfolgerin vor, die ab Mitte April offiziell starten soll, hieß es von Seiten des Vorstands.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Beteiligungsprozess für neue Stadtentwicklungsstrategie beginnt

NeuWie? Die Zukunft der Stadt wird neu gedacht

Neuwied. Wie soll sich Neuwied in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Welche Themen sind den Bürgern besonders wichtig? Und wie können Stadt und Stadtteile zukunftsfähig gestaltet werden? Mit einer neuen Stadtentwicklungsstrategie möchte die Stadt Neuwied Antworten auf diese Fragen erarbeiten – gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern.

Weiterlesen

Rheinland-Pfalz testet Warnsysteme

12.03.: Bevölkerungsschutz: Warntag ausgewertet

Koblenz. Der heutige landesweite Warntag ist erfolgreich verlaufen. Die vorgesehenen Warnmittel und Warnsysteme wurden planmäßig ausgelöst. Damit konnten die technischen Abläufe sowie die Warnprozesse im Land und den teilnehmenden Kommunen wie vorgesehen erprobt werden.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Daueranzeige 2026
Dauerauftrag 2025
Zukunft trifft Tradition KW 10
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige Küchenleitung
Angebotsanzeige (März)
Innovatives rund um Andernach
Zukunft trifft Tradition KW 10
Anzeige zu Video „Dein Geld, Deine Regeln – so planst du smart für die Zukunft!“
"Zukunft trifft Tradition" KW 10
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0149#
Alles rund ums Haus
Lossprechung Elektro Innung