Rudolf Thum hat den Radsport in der Deichstadt geprägt
velo-Club trauert um Ehrenvorsitzenden
Neuwied. Der velo-Club Neuwied trauert um seinen langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Rudolf Thum. Der Feldkirchener verstarb am 28. Januar im Alter von 88 Jahren. In drei Epochen hat der Radrennsport in der Deichstadt Geschichte geschrieben.
Die 1970er Jahre waren geprägt vom RSC City Neuwied. Von 1980 bis Anfang der 1990er Jahre schrieb der velo-Club Neuwied mit Deutschen Meistertiteln und vorderen Platzierungen in der Radbundesliga Geschichte. Ab Ende der 1990er Jahre hat Rudolf Thum den Radsport in Neuwied nach vorne gebracht. Mit einigen Mitstreitern richtete er im Jahr 1998 den Rheinlandpokal aus. Aus diesem kleinen Radrennen in der City ging ein Jahr darauf der Deichstadt-Cup hervor. Das Radrennen gewann schnell an Renommee, so dass Neuwied traditionell am letzten Sonntag im Juli zum Mekka für Radsportfans aus nah und fern wurden.
Die hervorragende Organisation sprach sich bis zum Bund Deutscher Radfahrer (BDR) rum. Als Oberbürgermeister Nikolaus Roth sowie BDR-Präsident Rudolf Scharping die Organisation der Deutschen Straßenmeisterschaften der Profis, U23 und Frauen an den velo-Club herantrugen, beriet sich Rudolf Thum kurz mit seinen Mannen. Tags darauf vermeldete die Stadt Neuwied die Ausrichtung der DM im Jahr 2011. Der Höhepunkt des 1981 gegründeten Vereins. Im Jahr darauf fand dann der 13. und letzte Deichstadt-Cup statt. Besonders lag Rudolf Thum der Nachwuchs am Herzen. Bei Aktions- und Mitmachtagen auf dem Luisenplatz warb der Verein um interessierte Schüler und Jugendliche. Diese stellten sich bald ein und wenige Jahre später zählte der Verein annähernd zwanzig Jugendliche.
Der velo-Club machte sich schnell einen Namen für erfolgreiche Nachwuchsarbeit in Rheinland-Pfalz. Diese Arbeit trägt bis heute nachhaltig Früchte. Florian Monreal, einer der Nachwuchsfahrer von damals, betreibt das Profi-Team Lotto Kern-Haus.
FF
