Allgemeine Berichte | 02.01.2024

Lokal könne es zu einem größeren Pegelanstieg kommen als bei vergleichbaren Hochwassern in der Vergangenheit, teilt die Kreisverwaltung mit

Kreis Cochem-Zell: Instandsetzungsmaßnahmen behindern Hochwasserabfluss

Symbolbild  Foto: pixabay.com

Kreis Cochem-Zell. In der vergangenen Nacht gefallener und weiterhin vorhergesagter, teils ergiebiger Regen, besonders in der Eifel und im Saarland, führt ab dem heutigen Dienstag zu stark ansteigenden Pegelständen an der Mosel. Am Pegel Perl wird erwartet, dass der Wasserstand bis Mittwoch auf etwa 400 cm und bis Donnerstag oder Freitag auf 500 bis 550 cm ansteigt. Am Pegel Trier wird die Meldehöhe von 600 cm voraussichtlich am Dienstagabend überschritten, mit der Tendenz nach oben. Ein Anstieg bis zum Bereich eines zweijährlichen Hochwassers (HW2: 795 cm) bis Donnerstag ist nicht auszuschließen. Am Pegel Cochem könnte der Wasserstand bis Mittwoch oder Donnerstag auf 650 bis 700 cm ansteigen, was einem zweijährlichen Hochwasser (HW2: 702 cm) entspricht. Zurzeit besteht eine Dauerregenwarnung des Deutschen Wetterdienstes.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn weist darauf hin, dass aufgrund planmäßiger Instandsetzungsmaßnahmen an den Wehrverschlüssen derzeit nicht alle Wehrfelder für den Hochwasserabfluss an der Mosel zur Verfügung stehen. An den Staustufen Koblenz, Müden und Detzem ist jeweils eines der drei Wehrfelder mit einem Revisionsverschluss versehen, der nicht kurzfristig entfernt werden kann. Daher muss der Abfluss der Mosel durch die verbleibenden zwei Wehrfelder erfolgen, was lokal zu einem größeren Pegelanstieg führen kann als bei vergleichbaren Hochwassern in der Vergangenheit. Dies könnte am Wehr selbst eine Erhöhung bis ca. einem Meter bedeuten. Der Aufstau reduziert sich mit zunehmender Entfernung nach Oberstrom. Betroffen sind voraussichtlich die Moselbereiche in den Gemeinden Müden, Treis-Karden, Pommern und Klotten im Landkreis Cochem-Zell. Es wird empfohlen, entsprechende Vorkehrungen zum Schutz von Menschen und Gütern zu treffen.

Die Kreisverwaltung hat die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gebeten zu prüfen, ob die Revisionsverschlüsse doch noch kurzfristig gezogen werden können, um einen Wasserablauf ohne unnötigen Rückstau zu ermöglichen. Besonders wurde darauf hingewiesen, Instandsetzungsarbeiten nicht in Zeiten durchzuführen, in denen Hochwasserlagen an der Mosel zu erwarten sind. BA

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