Familientreffen im Kaulenbachtal
Ahnen der Schieferbrecher trafen sich
Vorfahren der Regniers kamen vor über 200 Jahren aus der Schiefermetropole Fumay/Frankreich in die Schieferregion Kaulenbachtal
Kaulenbachtal. Zu einem Familientreffen fanden sich die Nachfahren der Familie Regnier aus Müllenbach in der Schieferregion Kaulenbachtal ein, um hier auf den Spuren ihrer Vorfahren durch das Kaulenbachtal zu wandern. Der Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte, mütterlicherseits ebenfalls ein Nachfahre der Regniers, führte die fast 40 Teilnehmer durch die Geschichte der Schieferregion und damit auch durch das Leben der Altvorderen. Im Kulturzentrum Schieferregion erfuhr man anhand der ausgestellten Exponate und durch einen kurzen Informationsfilm mehr über das Leben und Arbeiten der Schieferbrecher in den vergangenen Jahrhunderten. Im Verlauf des Schiefergrubenwanderwegs traf man dann im Bereich der ehemaligen Grube Colonia auf die Grube, die von 1818 bis etwa 1853 durch den Vorfahren Georg Regnier erfolgreich mit sieben bis zehn Mann Belegschaft betrieben wurde. Bis 1826 nannte sich das Bergwerk „Regniersgrube“, nach der Vereinigung mit der Emmerich Welling Grube im Jahre 1826 kannte man die Stollen unter dem Namen „Vereinigte Regniersgruben“. Im Jahre 1853 übernahm dann der Apotheker Helff aus Köln die Gruben an der Westseite des Kaulenbachtals, die dann in Bezug auf die Herkunft des neuen Besitzers als Grube „Colonia“ bezeichnet wurde.
Im Schieferbergbau aktiv
Erstaunt hörten die Familienmitglieder, dass nachweislich bis 1959 ein Großteil aller Vorfahren der letzten acht Generationen Regnier im Schieferbergbau aktiv war. Ob als Grubenaufseher in der Grube Hasenwieschen in Laubach, als Grubenbesitzer, Hauer, Zurichter, Spalter, Steiger oder Schieferbrecher unter Tage. Wahrscheinlich brachte schon Georg Regnier, 1776 in Fumay/Frankreich geboren, eine hohe Expertise in Sachen Schieferbergbau mit nach Laubach, als er hier um etwa 1800 seinen ersten Wohnsitz in unserer Region nahm. In Fumay betrieb man schon seit Mitte des 14. Jahrhunderts den Bergbau teils hochprofessionell. In der Zeit des Napoleonischen Krieges führte es die Franzosen, in diesem Falle besonders aus dem Örtchen Fumay in die Schieferregion Kaulenbachtal. Noch heute kann man an den französischen Namen der Region diese Verbindung erkennen. So findet man sie sehr häufig, die Nachnamen Regnier, Buschwa (Bourgeois), Allard und Lefev. Das es einer der Vorfahren, nämlich Johann Theodor Regnier, geboren 1810 in Müllenbach, verstorben 1859 als hoch angesehener Advokat und Rechtsanwalt sowie Mitglied des Stadtrates in Trier, fast in höchste politische Ebenen der Preußischen Regierung in Berlin geschafft hätte, sorgte bei den Zuhörern für Verwunderung. „Am 24. April 1848 schrieb der zurückgetretene preußische Justizminister Bornemann einen Brief an Finanzminister Hansemann, worin dieser Johann Theodor Regnier in Trier als geeigneten Nachfolger im Justizministerium vorschlägt.“ Johann Theodor blieb jedoch in Trier und wurde hier später als „neben dem späteren Bischof Eberhard die glänzendste geistige Potenz, welche Trier im 19. Jahrhundert aufzuweisen hatte“, geehrt. Sichtlich begeistert und mehr als gut informiert über die eigene Familiengeschichte fuhren die Teilnehmer des Familientreffens nach einem schönen Tag zurück in ihre heutigen Heimatorte Trier, Faid, Dünfus, Hambuch, Masburg und natürlich auch Müllenbach. (Quelle der Zitate: Persönlichkeiten des Kreises Cochem Zell, Hg Alfons Friderichs)
Artikel melden
Bad Neuenahr-Ahrweiler: Manga jetzt in der Stadtbibliothek verfügbar
- Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
06.04.: Schwerer Unfall auf der L330: Motorradfahrer nach Unfall mit Pkw schwer verletzt
- Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
SPD: „Auf das Wesentliche konzentrieren“
- Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Turnverein Bassenheim – JSG Welling/Bassenheim
Spielvorschau auf das Wochenende 18./19.04.2026
Welling/Bassenheim. Am Wochenende stehen spannende Begegnungen für den Turnverein Bassenheim und die JSG Welling/Bassenheim bevor.
Weiterlesen
Astrologische Vorschau für die KW 16: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen
Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 13. bis 19. April 2026
Der Frühling zeigt sich von seiner lebendigen Seite und bringt frische Energie in den Alltag. Die Tage werden heller, die Natur erwacht – und mit ihr wachsen neue Chancen, aber auch Herausforderungen. In der Woche vom 13. bis 19. April stehen die Zeichen auf Veränderung. Gefühle werden intensiver, Entscheidungen rücken näher und nicht alles verläuft reibungslos. Ein genauer Blick auf die Sternzeichen zeigt, wo sich Möglichkeiten eröffnen und wo Vorsicht geboten ist.
Weiterlesen
- Anzeige -Weiterentwicklung des ambulanten und stationären Angebots
Zwei neue Oberärztinnen verstärken Fachkliniken in Saffig und Lahnstein
Saffig/Lahnstein. Die Teams der Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Saffig und des St. Elisabeth Lahnstein werden zum 01.04.2026 durch zwei neue Oberärztinnen verstärkt.
Weiterlesen
