Bundesförderung Orgel
Bund fördert Restaurierung der Hünd-Orgel in Landkern mit 30.800 Euro
Die Katholische Kirchengemeinde Heilige Maria Kaisersesch in Landkern erhält vom Bund 30.800 Euro für die Restaurierung der historischen Hünd-Orgel in der Kirche St. Servatius. Das seltene Instrument aus dem Jahr 1862 wird mit dieser Förderung teils finanziert, die aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm stammt.
Landkern. Sehr gute Nachrichten für Landkern aus Berlin: Wie der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags vor kurzem entschieden hat, erhält die Katholische Kirchengemeinde Heilige Maria Kaisersesch vom Bund rund 30.800 Euro für die Restaurierung der Hünd-Orgel in der Kirche St. Servatius. Das teilte der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Thorsten Rudolph mit, der sich als Mitglied des Ausschusses für dieses Projekt aus seinem Betreuungswahlkreis eingesetzt hatte.
„Ich freue mich sehr, dass der Bund einen Beitrag dazu leistet, dieses seltene und für die Region bedeutsame Instrument zu erhalten“, erklärt Rudolph, der auch haushaltspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist. Der Bund trägt über sein Denkmalschutz-Sonderprogramm somit etwa 9 Prozent der Kosten der rund 352.000 Euro teuren Restaurierung.
Die Orgel wurde um das Jahr 1862 vom Orgelbauer Ludwig Hünd erschaffen. Bei dem Instrument mit seinen 962 Pfeifen handelt es sich um ein seltenes noch erhaltenen Originalwerk Hünds. Der Entwurf für das Gehäuse stammt von Vincenz Statz, dem späteren Diözesanbaumeister von Köln.
Die Bedeutung des Denkmalschutz-Sonderprogramms und Förderquoten
Mit dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien werden in jedem Jahr Denkmäler mit nationaler Bedeutung gefördert. Der Bund trägt dabei bis zu 50 Prozent der Kosten, die restliche Summe müssen vom Eigentümer, dem Land oder der Kommune übernommen werden.
In diesem Jahr wurden im Rahmen des Programms rund 35 Millionen Euro für 144 Projekte ausgeschüttet. Dass Fördergeld aus diesem Programm nach Landkern fließt, war keineswegs selbstverständlich. Denn insgesamt lagen deutschlandweit mehr als 600 Anträge vor.
