Politik | 13.08.2026, 10:16 Uhr

Rhein in Flammen

FREIE WÄHLER kündigen Resolution zum Erhalt von „Rhein in Flammen“ an

Stephan Wefelscheid, Fraktionsvorsitzender
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Koblenz. Die Ratsfraktion FREIE WÄHLER wird zur kommenden Sitzung des Koblenzer Stadtrates eine Resolution zum Erhalt und zur dauerhaften Sicherung der Großveranstaltung „Rhein in Flammen“ einbringen.

Die Fraktion unterstreicht damit die herausragende Bedeutung der Veranstaltung für Koblenz, die Region und den Tourismus in Rheinland-Pfalz.

„Rhein in Flammen ist weit mehr als ein Feuerwerk. Die Veranstaltung ist ein Markenzeichen des Mittelrheins und ein touristischer Botschafter für ganz Rheinland-Pfalz“, erklärt der tourismuspolitische Sprecher der FREIE WÄHLER-Fraktion, Christian Altmaier.

Mit rund 30 Jahren Erfahrung in der Tourismuspolitik wisse er um die Bedeutung solcher Veranstaltungen für eine Destination. „Rhein in Flammen verbindet Landschaft, Kultur, Geschichte und touristisches Erlebnis auf eine Weise, die international ihresgleichen sucht.“ Altmaier erinnert zugleich daran, dass die heutige Struktur der Veranstaltung Ergebnis einer starken interkommunalen Zusammenarbeit ist. Nachdem die Landestourismusagentur Rheinland-Pfalz Touristik seinerzeit überraschend angekündigt hatte, Rhein in Flammen nicht mehr selbst durchführen und das damit verbundene wirtschaftliche Risiko nicht länger tragen zu wollen, übernahmen die Städte Koblenz und Lahnstein sowie die Verbandsgemeinden Rhein-Mosel und Braubach gemeinsam Verantwortung für die Zukunft der Veranstaltung. „Dass die Kommunen damals eingesprungen sind, war ein starkes Zeichen für interkommunale Zusammenarbeit und für den Willen, dieses wichtige Stück touristischer Identität nicht einfach aufzugeben“, so Altmaier. Gerade deshalb müsse die Politik nun auch dauerhaft hinter der Veranstaltung stehen.

Der Vorsitzende der Ratsfraktion, Stephan Wefelscheid, verweist auf die besonderen organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Veranstaltung dieser Größenordnung. „Bei Rhein in Flammen werden langfristige Verträge geschlossen. Die Vorbereitungen haben einen Vorlauf von deutlich mehr als einem Jahr. Deshalb ist der Zeitpunkt für unsere Resolution genau richtig.“ Wefelscheid bringt es auf einen einfachen Nenner: „Nachdem der Rauch der letzten Feuerwerksrakete sich verzogen hat, beginnen längst die Planungen für das nächste Rhein in Flammen.“ Die Organisatoren und kommunalen Partner bräuchten deshalb jetzt ein klares Signal aus dem Koblenzer Stadtrat, ob die Stadt diese Veranstaltung auch künftig in der bisherigen Form grundsätzlich unterstützen wolle. „Wir wollen Planungssicherheit schaffen. Wer möchte, dass Rhein in Flammen auch in Zukunft ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders bleibt, muss dies jetzt deutlich sagen“, so Wefelscheid. Das gelte nicht nur für Koblenz. Die Veranstaltung sei ein gemeinsames touristisches Projekt entlang des Mittelrheins und habe damit eine besondere Bedeutung für die kommunalen Partner im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Die FREIE-WÄHLER-Fraktion spricht sich ausdrücklich dafür aus, das charakteristische Höhenfeuerwerk von der Festung Ehrenbreitstein zu erhalten. „Das Höhenfeuerwerk ist ein unverzichtbares Glanzlicht von Rhein in Flammen. Es stiftet Identität und schafft für die Besucherinnen und Besucher ein gemeinsames Erlebnis, an das man sich erinnert“, erklärt Altmaier. Dabei müsse selbstverständlich die Sicherheit oberste Priorität haben. „Die Fachleute von Feuerwehr, Ordnungsbehörden und Rettungsdiensten wissen sehr genau, unter welchen Bedingungen ein Feuerwerk durchgeführt werden kann. Auf diese fachliche Einschätzung sollten wir vertrauen.“ Gleichzeitig müsse sich eine traditionsreiche Veranstaltung weiterentwickeln. Neben den klassischen Feuerwerken könnten daher auch moderne Drohnenshows ihren Platz am Nachthimmel finden. „Tradition und Innovation sind kein Widerspruch“, so Altmaier. Gerade die Verbindung aus dem unverwechselbaren Feuerwerk und neuen Formen der Inszenierung könne dazu beitragen, Rhein in Flammen auch für kommende Generationen attraktiv zu halten.

Die von den FREIEN WÄHLERN vorgeschlagene Resolution würdigt ausdrücklich auch diejenigen, die hinter den Kulissen für das Gelingen der Großveranstaltung sorgen. Dazu gehören Feuerwehr, Ordnungsamt, Polizei und Rettungsdienste, die für die Sicherheit der zahlreichen Besucherinnen und Besucher sorgen. Ebenso wichtig sei das Engagement der Vereine und Ehrenamtlichen. „Rhein in Flammen ist nicht nur eine Veranstaltung für Touristen. Es ist auch ein Fest der Bürgerinnen und Bürger - für Koblenz, für die Region und für unsere Gäste“, betont Wefelscheid.

Die Ratsfraktion möchte mit ihrer Resolution deshalb ein klares Bekenntnis des Stadtrates erreichen: Rhein in Flammen soll auch künftig seinen festen Platz im Veranstaltungskalender der Region behalten und überregional noch intensiver beworben werden. „Wir sollten nicht jedes Jahr aufs Neue darüber diskutieren, ob Rhein in Flammen gewollt ist“, fasst Wefelscheid zusammen. „Wir brauchen jetzt ein klares politisches Signal, damit diejenigen, die die Veranstaltung organisieren und finanzieren, wissen, dass Koblenz hinter ihnen steht.“ Die Resolution soll in der kommenden Sitzung des Koblenzer Stadtrates beraten und beschlossen werden.

Pressemitteilung Freie Wähler Koblenz

Christian Altmaier, stellv. Fraktionsvorsitzender und tourismuspolitischer Sprecher

Christian Altmaier, stellv. Fraktionsvorsitzender und tourismuspolitischer Sprecher Foto: Julia Berlin

Stephan Wefelscheid, Fraktionsvorsitzender Foto: Fotostudio Reuther

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