Politik | 11.08.2013

Sommerreise der Ministerpräsidentin Malu Dreyer

In Koblenz gibt’s Fahrräder per E-Mail

Roman Arnold führte Ministerpräsidentin Dreyer durch die Produktionshallen von Canyon

Roman Arnold links zeigte der Ministerpräsidentin auch das Lager der fertigen Räder. -HEP-

Koblenz. „Wir fühlen uns gut unterstützt mit den Rahmenbedingungen, die man uns hier gibt“, sagte Roman Arnold, Geschäftsführer und Inhaber des weltweit operierenden Koblenzer Fahrradproduzenten Canyon. Anlass war der Besuch der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die sich in ihrer Sommerreise über Unternehmen informierte.

In dem futuristischen Canyon-Gebäude am Moselufer in Rauenthal wurden die Besucher in einer Powerpoint-Projektion erst über die Firma informiert. Die entstand vor mehr als 25 Jahren, als Roman Arnolds Vater bei Radrennen einen kleinen Service mit Ersatzteilen aus einem Anhänger anbot, der ist im Ausstellungsraum noch immer zu bewundern.

In einer Koblenzer Garage, Roman Arnold ist ein echter Schängel, wurde dann ein Fahrradservice eröffnet und schließlich aus Teilen ein erstes Rennrad produziert. „Vom kleinen Garagenchef zu einem Unternehmen, das per Internet in alle Welt liefert“, lobte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Im Jahre 1985 wurde die Firma als „Radsport Arnold GmbH“ zunächst als Fachhandel für den Radsport gegründet. Erst 1996 erschienen die ersten eigenen Räder unter der Marke Canyon. Es ist nicht unüblich, dass Radsportfachhändler eigene Räder im Programm haben. 2001 vollzog das Unternehmen den Schritt vom Fachhändler zum reinen Fahrradhersteller und benannte sich in Canyon Bicycles GmbH um. Bei Arnold wurde jedoch zusätzlich der Direktvertrieb via Internet gewählt.

Im Jahr 2006 präsentierte Canyon sein neues Corporate Design, das 2007 mehrere Auszeichnungen erhielt (European Design Award für das Corporate Design, red dot design awards für das Corporate Design und das Webdesign, iF Industrie Forum Design für das Corporate Design). Seit der Gründung war Radsport Arnold im Spitzensport engagiert. Mit dem Triathlet Jürgen Zäck nahm man 1985 den ersten Sportler unter Vertrag. Aktuell unterstützen die Koblenzer mit dem Canyon Tri-Team die Triathleten Katja Rabe, Martin Wagner und Jens Kaiser. Derzeit fährt das russische ProTeam Katjuscha auf Canyon Rennrädern. Den größten Erfolg auf Canyon Rennrädern konnte das Team, unter seinem damaligen Namen Silence-Lotto, mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft von Cadel Evans am 27. September 2009 erreichen. Das Sponsoring umfasst neben Triathleten und Rennradfahrern auch Mountainbiker.

So produziert Canyon in Koblenz Rennräder, Dunhill-Räder, Mountainbikes und Triathlonräder. Beim Gang durch die Produktionshallen war Malu Dreyer beeindruckt von der Herstellung der Fahrräder. Canyon hat nicht nur einen eigenen Windkanal, sondern auch ein Labor, in dem die Fahrradteile auf Dauereinsatz getestet werden. Das Unternehmen liefert im Direktvertrieb nach Internetbestellung die Räder in alle Welt. Aber wo bleibt die fachliche Beratung? „Unsere Käufer sind hochinformiert und können daher per Internet bestellen“, erklärte Roman Arnold. Aber die Käufer können Canyon-Räder, die zwischen 500 und 10.000 Euro kosten auch im Showraum in Koblenz kaufen und diese sogar auf dem Canyon-Gelände auf speziellen Strecken testen. E-Bikes will Roman Arnold aber nicht produzieren: „Wir verkaufen nur das, was auch uns Spaß macht, dazu gehören E-Bikes nicht.“

Canyon beschäftigt etwa 300 Mitarbeiter und macht einen Jahresumsatz von fast 50 Millionen Euro. Doch es wird weiter expandiert und bald ein neuer Produktionsstandort im Industriegebiet an der A 61 bezogen.

Roman Arnold links zeigte der Ministerpräsidentin auch das Lager der fertigen Räder. Foto: -HEP-

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